Zeichen und Zeugnis
Montag, August 01, 2005
Je mehr Katholiken desto weniger AIDS

Je höher der Katholikenanteil in einem afrikanischen Land ist, desto niedriger ist die AIDS-Rate. Von diesem Ergebnis einer Studie berichtete der australische Bioethiker Amin Abboud in einem Brief an das „British Medical Journal“.
Er gab folgende Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bekannt: In Swaziland sind 42,6 Prozent der erwachsenen Einwohner mit dem HI-Virus infiziert, nur fünf Prozent der Gesamtbevölkerung ist katholisch; in Botswana sind 37 Prozent infiziert, nur vier Prozent der Bevölkerung ist katholisch; in Südafrika sind 22 Prozent der Bevölkerung mit dem Virus infiziert; sechs Prozent der Bevölkerung ist katholisch.
Ganz anders schaut die Lage in Uganda aus: Hier gibt es 43 Prozent Katholiken; vier Prozent der Bevölkerung ist mit dem HI-Virus infiziert.
Abboud kritisierte eine „auch in medizinischen Fachzeitschriften lancierte Kampagne nach dem Tod von Johannes Paul II., um ihn für den Tod vieler Afrikaner verantwortlich zu machen“. Solche Anschuldigungen müssten stets mit Faktenmaterial belegt werden, forderte er. „Bislang wurde noch keines präsentiert.“
Die Ursachen für die AIDS-Epidemie in Afrika müssten “anderswo” gesucht werden. „Die Lösungen müssen über Latex hinausgehen“, forderte der Bioethiker. Wenn es überhaupt etwas gibt, das Leben rettet, dann scheine es „der ganzheitliche Zugang zur Sexualität zu sein, den der Katholizismus verteidigt“, betonte er.
Labels: Abtreibung, Glaube, Kirche, Religion, Verfolgung
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