Zeichen und Zeugnis
Montag, Februar 28, 2005
 
Hollywood gibt sich religiös
Boxen als Metapher für das Leben, Gespräche über Religion, kirchliche Drehorte, all das macht ihn nicht zu einem religiösen Film. Es ist nichts Geringeres als die Dimension der heiligen Dreifaltigkeit selbst. Der Film zieht sie ins Irdische hinab, hinein in ein Milieu, in dem die Fäuste die Gebete sprechen. Frankie (Eastwood!) als allmächtiger Gott-Vater der Boxbranche, Eddie (Freeman) der heilende Heilige Geist und Maggie (Swank) als hingegebener Christus, der/die sich naturgemäß am Ende opfert und im Ring stirbt.

Was Hollywood gestern Abend ausgezeichnet und prämiert hat, ist nicht etwa irgendein Streifen mit großen schauspielerischen Leistungen, einer großartigen Regie und eines interessanten Plots. Es ist nichts weniger als das armselige, cineastische Plagiat der Heiligsten und unbegreiflichen Dreifaltigkeit des Himmels. (Franziskus v.Ritter-Groenesteyn). Fals Sie mehr lesen wollen.

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Sonntag, Februar 27, 2005
 
Das Lob der Verzweiflung
Wer übrigens von »Sekundärtugenden« spricht, sollte wissen, was er tut. Er entzieht unserer Gesellschaft letztlich Motivation und Motor für ein menschliches, zivilisiertes Zusammenleben. Wer Tugenden verhöhnt, verehrt die Ich-Kultur und verwehrt den Radikalideologen nicht den Weg, die dann als Moralisten und Fundamentalisten in das Tugendvakuum stoßen und dankbare Anhänger finden.

Interessant ist, dass ausgerechnet einer der Gründungsväter der neomarxistischen Frankfurter Schule, Max Horkheimer, kurz vor seinem Tod den nihilistischen Grundirrtum der 68er-Bewegung auf den Punkt brachte und zum Entsetzen seiner Schüler erklärte: »Politik ohne Theologie ist absurd. Alles, was mit Moral und Menschlichkeit zusammenhängt, geht auf die biblische Botschaft zurück. Und die Rebellion der Jugend ist eine unbewusste Verzweiflung, hinter der die ungestillte religiöse Sehnsucht steht.« (Peter Hahne,Schluss mit lustig).

Die Wohstandsverzweifler. Sie suchen sich ein Loch, graben sich ein und verzweifeln. Die helfen keine schönen Worte. Man kann verstehen, dass ein verfolgter, psychisch kranker Jude die Verzweiflung ans Herz drückt. Lesen Sie "Das Lob der Verzweiflung". Glaubt er oder glaubt er nicht? Ein einziges Wort: "Gericht" zeigt über den Tod hinaus.

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Donnerstag, Februar 24, 2005
 
Politik ohne Theologie ist absurd
Max Horkheimer, ausgerechnet einer der Gründungsväter der neomarxistischen Frankfurter Schule, brachte kurz vor seinem Tod den nihilistischen Grundirrtum der 68er-Bewegung auf den Punkt und erklärte zum Entsetzen seiner Schüler : »Politik ohne Theologie ist absurd. Alles, was mit Moral und Menschlichkeit zusammenhängt, geht auf die biblische Botschaft zurück. Und die Rebellion der Jugend ist eine unbewusste Verzweiflung, hinter der die ungestillte religiöse Sehnsucht steht.«
Sie können sich über die Soziallehre der katholischen Kirche hier informieren.

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Montag, Februar 21, 2005
 
Das Buch des Papstes und die Reaktionen der Heiden
Sie haben noch nicht einmal das Buch gelesen und schon schwadronieren sie. Sie "müssen" ja angreifen, sonst verurteilen sie sich selbt. Die Themen? Homosexualität, Abtreibung und Holocaust. Die Charakterisierung des hl. Paulus von Römer 1, 22ss ist heute aktuell wie eh und je.

"Da sie sich für Weise hielten, sind sie zu Narren geworden und haben die Herrlichkeit des unvergänglichen Gottes vertauscht mit einem Bild gleich dem eines vergänglichen Menschen und der Vögel und der vierfüßigen und der kriechenden Tiere...

Darum hat sie Gott dahingegeben in schändliche Leidenschaften; denn ihre Frauen haben den natürlichen Verkehr vertauscht mit dem widernatürlichen; desgleichen haben auch adie Männer den natürlichen Verkehr mit der Frau verlassen und sind in Begierde zueinander entbrannt und haben Mann mit Mann Schande getrieben und den Lohn ihrer Verirrung, wie es ja sein mußte, an sich selbst empfangen.

28Und wie sie es für nichts geachtet haben, Gott zu erkennen, hat sie Gott dahingegeben in verkehrten Sinn, so daß sie tun, was nicht recht ist, voll von aller Ungerechtigkeit, Schlechtigkeit, Habgier, Bosheit, voll Neid, Mord, Hader, List, Niedertracht; Zuträger, Verleumder, Gottesverächter, Frevler, hochmütig, prahlerisch, erfinderisch im Bösen, den Eltern ungehorsam, 31unvernünftig, treulos, lieblos, unbarmherzig. Sie wissen, daß, die solches tun, nach Gottes Recht den Tod verdienen; aber sie tun es nicht allein, sondern haben auch Gefallen an denen, die es tun".

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Samstag, Februar 19, 2005
 
Schwedischer Pastor von Diskriminierung freigesprochen
Åke Green hatte Homosexualität als „Krebsgeschwulst” der Gesellschaft bezeichnet

Der schwedische Pfingstpastor Åke Green muss nicht ins Gefängnis. Das Hauptgericht in Göta bei Jonköping sprach ihn jetzt in einer Berufungsverhandlung vom Vorwurf der Diskriminierung Homosexueller frei. Das berichtet die christliche Tageszeitung Nya Dagen (Stockholm). Green hatte in einer Predigt im Juli 2003 Homosexualität als „Krebsgeschwulst“ in der Gesellschaft bezeichnet. Danach wurde er aufgrund des Anti-Diskriminierungsgesetzes angeklagt. Es verbietet, Minderheiten aufgrund von Rasse, Religion oder sexueller Orientierung zu diskriminieren.

Gerichtspräsident Bertil Hübinette erklärte zu dem jüngsten Urteil, der Inhalt von Greens Predigt entspreche völlig den Bibeltexten, auf die er sich berufe. Eine so auf religiösen Texten beruhende Predigt könne nicht als Hetze gegen Teile der Bevölkerung verstanden werden. Das Urteil bedeute allerdings nicht, daß sämtliche Äußerungen in Predigten erlaubt seien, betonte Hübinette. Die Kirchen seien kein rechtsfreier Raum.

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Donnerstag, Februar 17, 2005
 
Fernsehfasten
Zu einem bewussteren Fernsehkonsum in der Fastenzeit hat der Prediger des päpstlichen Hauses, Raniero Cantalamessa, aufgerufen. Gegenüber Radio Vatikan sagte der Franziskanerpater: „Ein essentielles Fasten unserer Tage betrifft nicht den Verzicht auf Nahrung, sondern den Verzicht auf Bilder. Denn die Welt hat im Bild das bevorzugte Transportmittel für eine materialistische, allein auf Geld gegründete Ideologie gefunden.“

Die Fastenzeit biete sich dafür an, „besser zu filtern, was wir vor unsere Augen treten lassen, sei es im Fernsehen, im Internet, im Kino und in anderen Medien“. Sinnvoll sei es nicht nur, Medien insgesamt weniger zu nutzen, sondern vor allem gezielt auszuwählen. „Zum Beispiel Fernsehen, in dem ernste Probleme debattiert werden. Denn Fernsehen kann auch ein wunderbares, weit in die Welt geöffnetes Fenster sein, das uns besser die Nöte anderer erkennen lässt. Es handelt sich darum, Trash-Fernsehen wegzulassen und stattdessen Programme zu sehen, die ein konstruktives Element unserer Zivilisation darstellen.“

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Dienstag, Februar 15, 2005
 
Warum sind wir heute was wir sind?
Meine Lieben:
Viele Grüsse und Dank für alle, die mithelfen für 100 peruanische Jugendliche ein "Unter" zu finden drei Tage bevor der Weltjugendtag beginnt. Der Papst scheint entschlossen zu sein, dabei nicht zu fehlen.
Ihr empfangt diese Post, weil ich etwas Neues ausprobiere. Wie Ihr vielleicht wisst, gebe ich ab und zu etwas auf die Internetreise und zwar via Weblog. Zu finden unter "http://www.mscperu.org/archivdeutsch/blogdeutsch.htm".
Nun sagte man mir, dass man das auch verschicken kann und zwar jedesmal wenn das Weblog erneuert wird. Also mache ich einmal den Versuch mit der Müllerliste über Post message: muellerfamilie@yahoogroups.com
Keine Angst, ich will es nur ausprobieren. Bitte ertragt es zwei oder dreimal und dann weiss ich wie es läuft und werde dann keine Blogs mehr auf die Liste schicken.
Danke für die Geduld.
Gerardo

Als Belohnung für die Geduld und damit Ihr auch während der Fastenzeit etwas zum knabbern habt, schicke ich einen Auszug aus: Peter Hahne. „Schluss mit Lustig“.


"Dass die klassischen und unsere Gesellschaft tragenden Werte als Sekundärtugenden (mit denen man auch ein KZ leiten könnte, so Oskar Lafontaine über Helmut Schmidt!) verspottet und systematisch der Demontage preisgegeben wurden, hat vielfältige Ursachen. Der Hauptgrund liegt im Kampf der 68er-Revolte gegen jede Form von Tradition, Autorität und Wertebindung. »Der Muff von tausend Jahren - raus aus den Talaren« skandierte der Mob auf der Straße. Ich konnte das in der Hochburg der Kulturrevolution, an der Universität Heidelberg, Anfang der 1970er-Jahre hautnah miterleben. Und bin bis heute erstaunt, in welchen Schlüsselpositionen die damaligen (auch geistigen) Rädelsführer jetzt sitzen. Der »Marsch durch die Institutionen« ist eine beispiellose Erfolgsstory.
Dabei ist die politische Wandlungsfähigkeit à la Wendehals selbst der philosophischen Wegbereiter atemberaubend. Kanzelte Jürgen Habermas seine Kontrahenten Hillgruber, Nolte und Stürmer während des »Historikerstreits« 1986 noch als »revisionistische NATO-Historiker« ab, so stellte er zwölf Jahre später der Bundeswehr und damit der rot-grünen Regierung Schnöder-Fischer einen philosophischen Freifahrschein in das umkämpfte Kosovo aus."

(Es kommt noch was nach aber nur zwei oder dreimal)

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Sonntag, Februar 13, 2005
 
Su mussten 20 Millionen Dollar zurüchschicken.
Die Subjektivierung der Ethik führt in die Krise. Wo der Mensch keine Werte-Instanz über sich duldet und sich selbst der höchste Norm-Geber und Richter ist, kann kein lebensnotwendiger Normenkonsens entstehen. Dass dies nicht aus der Luft gegriffen ist und weit reichende Konsequenzen hat, zeigt ein Vorgang an der renommierten Harvard Business School, einer der berühmtesten Wirtschaftsuniversitäten der Welt.

Durch eine Schenkung von 20 Millionen Dollar sollte ein Ethik-Lehrstuhl eingerichtet und entsprechende Vorlesungen angeboten werden. Die Professoren stellten jedoch fest, dass man ohne vereinbarte absolute Werte nicht über Ethik reden kann, und schickten das Geld zurück. Die »Financial Times« kommentierte, dass »die Wurzel des Problems im Verlust des Glaubens an objektive ethische Standards« zu suchen sei.

Dieser Standard, also das Grundprinzip ethischen Handelns, ist jedoch einleuchtend, verständlich und jenseits allen philosophischen Wortgeklingels in der goldenen Regel der Bibel (Liebe Gott und liebe deinen Nächsten wie dich selbst) und in Kants kategorischem Imperativ formuliert: Handle so, wie du willst, dass auch alle anderen handeln sollen - salopp zusammengefasst.

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Donnerstag, Februar 10, 2005
 
Relativierung der Werte = Hexenkessel
Was uns fehlt, sind nicht nur die Werte an sich, es sind die gemeinsamen Werte. Wir brauchen keine individualistischen, sondern allgemein verbindliche Normen. Keine Ego-Ethik des Utilitarismus, also des Nützlichkeitsdenkens. Im Pluralismus der Meinungen bleibt heute alles nebeneinander stehen, selbst die widersprüchlichsten ethischen Überzeugungen. Letzte Aussagen und Autoritäten werden nach wie vor relativiert. Der Soziologe. Peter L. Berger spricht vom »Relativierungshexenkessel«. Lesen Sie über die Toleranz der Relativisten.

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Dienstag, Februar 08, 2005
 
Sackgasse für Kinder und Jugendliche.
"Das ist richtig cool", freut sich die elfjährige Michelle aus Urmitz und hebt noch einmal richtig von dem Trampolin ab. Das Unsgewöhnliche daran: das Turngerät steht mitten in der Wallfahrtskirche. "Nacht der offenen Kirche" inspiriert von der Abteilung Kinder- und Jugendpastoral im Bischöflichen Generalvikariat versucht "Kindern und Jugendlichen eine Art Heimatgefühl in einer der Lebenswelt von Jugendlichen nahe kommenden Art und Weise zu ermöglichen". Zu lesen im Paulinus nº49 2004.

Mir scheint es, dass der Zugang verbaut wird. Erwartungen werden geweckt. Wofür? "Springen, Knicklichter, bunte Tücher, Vorlesen, Meer von Licht und Klangeffekte, Düfte, Nebeleffekte, Blind-date, Lichtertanz, Basteln, peppige Kirchenmusike".

Konsequenz: Die Messe selbst wird langweilig! Niemand hat geholfen die inneren, geistlichen Sinne zu entdecken. Im Gegenteil, alles bleibt in Sinnlichen, im Gefühl.

Wer hilft den Kindern die Augen des Glaubens für die Gegenwart Gottes zu öffnen?
Wer hilft den Kindern die Stimme des Hl. Geistes zu vernehmen?
Wer hilft den Kindern den Duft der Heiligkeit zu riechen?

Kann man damit in den Himmel springen? Erinnert sich noch jemand an "Die Führung der Kinder zur Meditation" von Klemens Tilmann? Das Mysterium des Herrn ist den Kindern besonders nahe.

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Donnerstag, Februar 03, 2005
 
Priester müssen bereit sein gegen den Strom zu schwimmen.
Heute ist alles gleich-gültig. Daher ist eine Haltung gefragt, die sich nicht dafür entschuldigt, dass es die Kirche, den Priester, auch den zölibatären Priester gibt (Grazer Professor Bernd Körner).

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Entäuschung und Ilusionen
"Da wir wissen, daß Gott nichts Böses tun kann, läßt sich leicht erraten, woher die Frau kommt." (Emile Zola, franz. Schriftsteller, 1840-1902)

"Wenn ich die Folgen geahnt hätte, wäre ich Uhrmacher geworden." (Albert Einstein, dt.-am. Wissenschaftler, 1879-1955)

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Frohe Weihnachten, Ihr Atheisten
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