Zeichen und Zeugnis
Montag, März 28, 2005
Die Auferstehung ist heute
In der Predigt, die Joseph Kardinal Ratzinger in der Osternacht im Petersdom zu Rom gehalten hat, erinnerte er alle Gläubigen daran, dass die Auferstehung Christi nicht Vergangenheit oder Zukunft sei, sondern vielmehr das Jetzt und das Heute betrifft: Jeder Mensch sei "in dem Maße, in dem er mit Christus vereint ist, "schon heute 'übergetreten vom Tod zum Leben': Schon jetzt leben wir das ewige Leben", sagte der deutsche Kurienkardinal, der die wichtigste liturgische Feier im ganzen Kirchenjahr im Namen des kranken Heiligen Vaters leitete. (Lesen Sie weiter)enlaces con este mensaje
Samstag, März 26, 2005
Christus ist auferstanden!
Zum Osterfest wünschen wir allen, die unsere Seiten besuchen, eine grosse Auferstehung im persönlichen Leben. Dafür haben wir gebetet.enlaces con este mensaje
Dienstag, März 22, 2005
Kirche und Karwoche
Amici di Dio.: Wann und wie genau hat Christus die Kirche gegründet, bei der Eucharistiefeier oder am Kreuz oder wo sonst? Don Reto: Nach dem Sündenfall finden sich Adam und Eva vor den Toren des Paradieses. Das ist die erste sichtbare Sammlung der Kirche der Sünder. Die Kirche der Erlösten erscheint dagegen zum ersten Mal, als sich bei der Geburt Christi der Himmel über der Heiligen Familie öffnet. Sichtbar an die Spitze seiner Kirche setzt sich Jesus Christus auf dreifache Weise: in seinem Eroberungsfeldzug durch das Heilige Land ("kämpfende Kirche"), im Leiden der Karwoche ("leidende Kirche") und im Siegeszug der Kirche durch die Zeit ("triumphierende Kirche"). (Lesen Sie das ganze Inteview und bekommen Sie einen heilsamen Schüttelfrost)
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Samstag, März 19, 2005
Management oder Gemeinde?
„Der Priester, Hirte und Leiter der Pfarrgemeinde“ hieß eine Instruktion der römischen Kongregation für den Klerus aus dem Jahr 2002. Dieser Titel ist ein Programm. Und das soll in Fulda jetzt zerschlagen werden. Unter dem Stichwort „Kooperative Pastoral“ will man dort so genannte Pastoralverbünde einführen, deren Obermanager, der „Pastoralverbundsleiter“, einer „Pastoralen Dienstgemeinschaft“ vorsteht, die sich um mehrere Gemeinden zu kümmern hat. In dieser „Dienstgemeinschaft“ arbeiten Priester und Laien im Team. Die Priester rotieren durch die Gemeinden und zelebrieren, die Laien rotieren ebenfalls durch den Verbund und beerdigen, erteilen Kommunionunterricht und gestalten die Liturgie. Den Priester als „Hirten und Leiter“ seiner Pfarrgemeinde gibt es dann nicht mehr. „Lassen Sie die Kirche im Dorf, Herr Bischof“, klagt die „Südthüringer Zeitung“, „und den Pfarrer bei seiner Gemeinde“. In einem Brief an Fuldas Bischof Heinz Josef Algermissen bitten mehrere Gemeinden darum, lieber schlecht besuchte Gottesdienste zusammenzulegen, aber den Gläubigen ihren Pfarrer zu lassen. (Lesen Sie weiter)
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Donnerstag, März 17, 2005
So denken (einige) Wirtschaftsbosse
Aus der Laudatio des Herrn Kopper bei der Verleihung des Wissenschaftspreises:„Moral“, doziert Kopper, sei „dem geschichtlichen Wandel unterworfen.“ Daher müsse „die hohe Warte, von der herunter in hohem Ton ge- und verurteilt und Einhalt geboten wird“ verlassen werden.
Dass sich mit einem solchen Persilschein, wie ihn Kopper hier ausstellt, freilich nicht nur die Versklavung und Tötung des Embryos im Reagenzglas, sondern auch jedes andere Verbrechen rechtfertigen ließe, wird auch jenen Politikern nicht verborgen bleiben, die den Embryo im Reagenzglas selbst nicht für schützenswert halte. (Aus "Das Ende der Maskerade" DT vom 17.03.2005 VON STEFAN REHDER Lesen Sie mehr)
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Mittwoch, März 16, 2005
Islam heißt eben wörtlich übersetzt Unterwerfung
Die stärkste Kraft im Nahen Osten ist der Populismus, religiös und nationalistisch inspiriert, mit einem aggressiven Potential, das meist zu einer Diktatur führt
Der Scharia zufolge, so wie sie die Islamisten auslegen, liegt die Souveränität nicht beim Volk, sondern allein bei Allah. Islam heißt eben wörtlich übersetzt Unterwerfung - nicht vor der parlamentarischen Mehrheit, sondern vor Gott. In anderen Worten: Ohne Säkularisierung ist eine Demokratie nicht möglich. Die Überzeugung der Neokonservativen, daß die moslemischen Massen genauso Freiheit und Demokratie wollen wie die westlichen Länder, ist eine Chimäre.
Niemand behauptet, daß diese Angst vor der Freiheit genetisch bedingt ist, aber historisch, kulturell und politisch ist diese Angst tief verwurzelt. Die Organisation der Islamischen Konferenz (OIC) hat heute 60 Mitglieder. Unter ihnen gibt es etwa vier (Albanien, Malaysia, Indonesien und die Türkei), die man mit Mühe als demokratisch bezeichnen kann. Vielleicht werden es in zehn Jahren mehr sein, sicher ist es nicht, und in jedem Falle wird es ein langsamer Prozeß sein. Demokratien westlicher Prägung sollte man nicht erwarten.
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Dienstag, März 15, 2005
Weltmeister: Deutschland (Gewissenserforschung)
Weltmeister sind wir Deutschen bei den Urlaubs und Feiertagen: im Schnitt 43 Tage. In den USA gibt es nur 23! Auch das Einstiegsalter in die Rente ist bei uns (noch!) illusorisch niedrig: im Durchschnitt 60,3 Jahre. In England geht man mit 62,6, in Japan sogar erst mit 68,5 Jahren in Rente. Bedenkt man, dass Deutschland mit die längsten Ausbildungszeiten der Welt hat, so braucht man sich über den Zerfall der Sozialsysteme nicht zu wundern. Und darüber, dass wir inzwischen Schlusslicht der europäischen Entwicklung sind.In Sachen Arbeit sind wir zu einer reinen DI-M1DO-Gesellschaft verkommen, wie Experten vorrechnen. Freitags muss man rechtzeitig nach Hause, um nicht in den ersten Stau zu geraten. Und montags muss man sich erst mal vom Stress des randvoll ausgefüllten Wochenendes erholen. Bereits die ersten Zeitungsausgaben im neuen Jahr laden uns mit hübschen Schaubildern zu herrlichen Feiertagsbrücken ein, an denen man mit wenig Urlaubstagen viel Freizeit herausschinden kann. Ellenlange Staumeldungen für die Blechlawine der neuen Armut füllen an solchen Tagen die Radioprogramme.(Peter Hahne. „Schluss mit Lustig“)
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Montag, März 14, 2005
Einigkeit und Recht auf Freizeit
Freiheit war eine der großen Forderungen (der 68er). Oder Selbstbestimmung. Doch die Freiheit pervertierte schnell zur Freizeit. Kein Land der Erde arbeitet so wenig wie wir Deutschen. Wir haben uns daran gewöhnt und uns wohlig im Freizeitpark Deutschland eingerichtet, während es mit der Konjunktur rasend bergab geht. Kein Wunder, dass ein Aufschrei durchs Land geht, wenn man ein, zwei Stunden in der Woche mehr arbeiten soll. »Einigkeit und Recht auf Freizeit«, ironisiert der Kanzler-Imitator Elmar Brand unsere Nationalhymne.Während wir uns nämlich bereits beim Feierabendbierchen entspannen, legen unsere schärfsten Konkurrenten auf dem Weltmarkt erst so richtig los: Die Amerikaner arbeiten 1805 Stunden, die Japaner 1859, die Koreaner sagenhafte 2447 Stunden im Jahr. Unsere Bilanz: 1446 Stunden in West- und 1467 Stunden in Ostdeutschland, so die amtliche OECD-Studie von September 2003. (Peter Hahne. „Schluss mit Lustig“)
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Sonntag, März 13, 2005
Klonen = Atombombe?
„Das berühmte Klon-Schaf Dolly (...) verkörpert eine Bedrohung der Menschheit, die allenfalls vergleichbar ist mit der Erfindung der Atombombe.“ Diese Ansicht vertrat niemand Geringeres als der Physiker und Friedensnobelpreisträger Józef Rotblat. Der Pole mit britischem Pass wusste wovon er sprach... Dass übermorgen in der Frankfurter Paulskirche im Beisein von Bundespräsident Horst Köhler ausgerechnet jener Wissenschaftler, dessen Schöpfung Rotblat mit der Atombombe auf eine Stufe stellt, mit einem der begehrtesten Wissenschaftspreise der Welt ausgezeichnet werden soll, belegt eindrucksvoll, welchen Wandel die Welt in der zurückliegenden Dekade erfahren hat. Geradezu fassungslos muss jedoch machen, dass mit Ausnahme der Lebensschutzbewegung, dem Kolpingwerk und einzelnen Politikern niemand die Stimme gegen diesen epochalen Skandal erhebt. Nicht nur, dass mitten in Deutschland ein Forscher prämiert wird, der im Ausland praktiziert, was hierzulande bei Strafe verboten ist. Nicht nur, dass dieses Tun mit Steuergeldern deutscher Bürger gesponsert werden soll – nein, die geladene Prominenz aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft wird auch noch Beifall klatschen,,,
Es wird höchste Zeit, dass die Politik aufhört, wie das Kaninchen die Schlange anzustarren. Man ist nicht wissenschaftsfeindlich, wenn man Forschern, die sich auf die „Freiheit der Wissenschaft“ berufen und dann behaupten, schließlich würden sie nur harmlose Grundlagenforschung betreiben, die Worte des jüdischen Technikphilosophen Hans Jonas entgegenhält: „Das Experiment ist die wirkliche Tat und die wirkliche Tat ein Experiment.“ Man ist nicht wirtschaftsfeindlich, wenn man daraufhin hinweist, dass im so genannten „Board of Trustees“ der Paul Ehrlich-Stiftung mit Aventis, Bayer, Boehringer Ingelheim Grünental, Hofmann-La Roche, Pfizer, Novartis, Sanofi und Schering nahezu die gesamte deutsche Pharmaindustrie vertreten ist. Konzerne, die ein vitales Interesse daran haben, dass Forschung nicht Theorie bleibt, sondern anwendbar und damit rentabel wird. Man muss nur zwei und zwei zusammenzählen.
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Samstag, März 12, 2005
Debatte über Homosexualität
Kritisch äußerte sich Laun zu einer von manchen Theologen verbreiteten "Theologie der Homosexualität", die das ganze als "Variante der Schöpfung" betrachte. Er merkte an, dass die Kirche lehre, dass es "letztlich auf den Abfall von Gott zurückgeht und das ganze auch eine Folge der Erbsünde" sei. Zu der Frage des Ausstiegs aus der Homosexualität meinte Andreas Laun an, dass eine "Veränderung prinzipiell möglich" sei, was auch Psychologen, wie zum Beispiel der Holländer Gerhard van den Aardweg bestätigen. Weihbischof Laun beendete sein Statement mit der Bemerkung, dass es "sicher auch Heilige mit homosexueller Neigung gegeben" habe.
Den größten Widerspruch im Publikum erntete Rolf Sauer, der Abteilungsleiter des Referates "Ehe und Familie" in der Diözese Linz, der durch sehr zweideutige Aussagen sich einerseits zum Lehramt der Kirche bekannte, andererseits aber in der Frage der Homosexualität doch eine Auffassung vertrat, die klar gegen die Lehre der Kirche gerichtet ist. Dies beweist auch ein vor kurzem herausgegebener Folder seines Familienwerkes, in dem zum Beispiel behauptet wird, dass "homosexuelle Orientierung weder Perversion, Sünde noch Krankheit ist, sondern eine Veranlagung".
Nach dem Ende der Referate kam es zu heftigen Diskussionen unter den Teilnehmern und auch zwischen den Referenten und dem Publikum. Gleich am Beginn der Diskussion forderte der Salzburger Weihbischof den De-Facto-Rücktritt von Rolf Sauer aufgrund seiner Äußerungen. "Sie sind untragbar in einem kirchlichen Dienst", so der Salzburger Weihbischof, der anschließend Sauer "Unehrlichkeit" und "Schizophrenie" vorwarf, weil er in einem kirchlichen Posten sitze und gleichzeitig das Gegenteil von dem vertrete, was die Kirche sage. Das Publikum reagierte mit stürmischem Applaus. Weiters warf Laun dem Leiter des Familien-Referates vor, dass dieser "eine protestantische Theologie" vertrete und dass er einen Missbrauch des Wortes "mündig" betreibe: "Was Sie mündig nennen, nenne ich Unglaube", so Laun. (cf. Kath.net. Lesen Sie den ganzen Bericht)
Lesen SieÜber homosexuelle Lebensgemeinschaften. Lesenswert ist auch
MENSCHLICHE SEXUALITÄT: WAHRHEIT UND BEDEUTUNG
Labels: Abtreibung, Glaube, Kirche, Religion, Verfolgung
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„Heute klonen – morgen heilen?“ Mord ist Mord
„Der angebliche ,Zellhaufen‘ trägt von Anfang an das volle Lebensprogramm für die Entwicklung eines Menschen in sich“.Meiner Meinung nach sollte die Menschenwürde nicht an das Vorhandensein von irgendwelchen Eigenschaften, wie etwa das Bewusstsein, gebunden sein. Person und daher Träger unabwägbarer Menschenwürde ist jedes Individuum der Spezies Mensch, unabhängig davon, ob er seine prinzipiell zukommende moralische Fähigkeit noch entwickeln muss (Embryo), zwischenzeitlich nicht aktualisiert (Mensch in Schlaf oder Koma) oder nicht mehr aktualisieren kann (Demenz).
Eine Einschränkung der Menschenwürde in den Perioden der nicht aktualisierten moralischen Fähigkeit entbehrt jeder konsistenten Grundlage und widerspricht den wohlbegründeten Argumenten der Potenzialität, Identität und Kontinuität. In diese Kategorie fällt auch der künstlich von Gynäkologen eingeführte Begriff „Prä-embryo“. Dieser Begriff soll den Verbrauch von mittels künstlicher Befruchtung hergestellten Embryonen rechtfertigen. Hier muss festgestellt werden, dass es keinen ethisch relevanten Unterschied zwischen „Prä-embryo“ und Embryo gibt. Die Verwendung von Embryonen zu therapeutischen Zwecken ist daher nicht zulässig (Gute Gründe „Nein“ zu sagen: Warum die Aussicht auf mögliche Erfolge längst nicht jedes Mittel rechtfertigt – Anmerkungen eines Wissenschaftlers
DT vom 12.03.2005, Von Professor Lukas Kenner).
Lesen Sie auch ERKLÄRUNG ÜBER DIE HERSTELLUNG SOWIE DIE WISSENSCHAFTLICHE UND THERAPEUTISCHE VERWENDUNG VON MENSCHLICHEN EMBRYONALEN STAMMZELLEN (PÄPSTLICHE AKADEMIE FÜR DAS LEBEN).
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Freitag, März 11, 2005
Die heilige Messe
Feiere jede heilige Messe so, als sei es deine erste, deine einzige und deine letzte.enlaces con este mensaje
Barrabas-Darsteller bekehrte sich durch Mel Gibsons ‚Passion’
„In Jesus habe ich das endgültige Ziel dieser Suche gefunden“, sagt der Schauspieler Pedro Sarubbi. Der Barrabas-Darsteller in Mel Gibsons Film „Die Passion Christi“ bekehrte sich während der Dreharbeiten. Das berichtet das Magazin der Erzdiözese Madrid „Alpha und Omega“ in seiner jüngsten Ausgabe. Pedro Sarubbi erklärte in einem Interview mit der italienischen Zeitschrift „Avvenire“, er habe noch nie etwas Vergleichbares bei Dreharbeiten erlebt. „Gibson bat mich, nicht auf Jim Caviezel zu schauen, der den Jesus spielte, bis zur letzten Szene, wo wir beide gemeinsam erscheinen“, erzählte er. „Barrabas ist wie ein wilder Hund“, habe Gibson zu ihm gesagt, „aber einen Moment lang wird er wieder ganz klein: Wenn er dem Sohn Gottes begegnet und gerettet wird. Ich möchte, dass dein Blick wie einer eines Menschen ist, der Jesus zum ersten Mal sieht.“
Pedro Sarubbi versuchte, die Anweisungen Gibsons in die Tat umzusetzen: „Ich tat, wie er gesagt hatte, und als sich unsere Augen trafen, fühlte ich eine Art Stromstoß. Es war so, als ob ich Jesus wirklich sehen würde. Ich habe niemals in all den Jahren der Schauspielerei so etwas erlebt.“
Der Film „Die Passion Christi“ sei nicht nur eine „professionelle, sondern vor allem eine menschliche Erfahrung“ gewesen, teilte der Schauspieler mit. „Es ist mir nicht peinlich zu sagen, dass ich während dem Dreh eine Bekehrung erlebte. Alle Schauspieler, die mitmachten, veränderten sich ein bisschen nach dieser Erfahrung, aber ich habe von diesem Film viel mehr gelernt als von irgendeinem Vortrag.“
Pedro Sarubbi bekannte, viele spirituelle Erfahrungen gemacht zu haben, ehe er ans Ziel gelangte: „Ich habe sechs Monate lang in einem tibetischen Kloster gelebt, mit einem Schweigegelübde. Ich war in Indien meditieren. Ich habe am Amazonas gelebt. In Jesus habe ich nun das endgültige Ziel dieser Suche gefunden.“
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Donnerstag, März 10, 2005
Wir vergreisen...
"Dass wir eine vergreisende Gesellschaft sind, pfeifen die Spatzen von den Dächern. Seit dem „Pillenknick“, der die Geburtenraten innerhalb von zehn Jahren von 2,4 Kindern pro Frau (1965) auf 1,4 Kinder (1975) fallen ließ, war das vorherzusehen, aber niemand wollte wahrhaben, dass dies Probleme mit sich bringt, die das Fundament unserer Kultur zum Einsturz bringen. Wir vergreisen, weil sich die Lebenserwartung im letzten Jahrhundert fast verdoppelt hat und weil wir Frauen uns massenhaft „der Sklaverei der Mutterschaft“ entziehen. Dieser Begriff stammt von Simone de Beauvoir, der Lebensgefährtin von Jean Paul Sartre, die den Frauen der westlichen Welt mit ihrem Buch „Das andere Geschlecht“ Ende der sechziger Jahre Kopf und Herz verdrehte.
Sie sprach vom Fötus als einem „Parasit“ und „Fleischklumpen“ und richtete in ihrem Pariser Salon eine Abtreibungsambulanz ein. Jenseits der Sklaverei winkte das Schlaraffenland der sexuellen Befreiung. Wer nicht dreimal die Woche einen Orgasmus habe – so hatte Wilhelm Reich verkündet –, der entwickle einen autoritären Charakter, der für die nationalsozialistische Schreckensherrschaft verantwortlich sei.
Diese Ideologien sind in gut dreißig Jahren gesellschaftliche Realität geworden: zerbrochene Familien, Bildungsverfall, Frühsexualisierung der Jugend als staatliches Programm, pornographische Jauche aus den Medien". (Gabriele Kuby, Lesen Sie mehr)
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Mittwoch, März 09, 2005
Man muss auch löschen, wenn das Nachbarhaus brennt.
"Retten Sie den Planeten. Bringen Sie sich um!"„Man muss auch löschen, wenn das Nachbarhaus brennt. Man darf nicht warten, bis der eigene Dachstuhl Feuer gefangen hat“, äußerte Dominikanerpater Odilo Braun zu Clemens August Graf von Galen im Vorfeld von dessen Predigt zum Euthanasie-Programm des Naziregimes vom 3. August 1941. Darin sagte Kardinal von Galen: „Wehe den Menschen, wehe unserem deutschen Volke, wenn das heilige Gottesgebot: ‚Du sollst nicht töten‘ ... nicht nur übertreten wird, sondern wenn diese Übertretung sogar geduldet und ungestraft ausgeübt wird!“
Auf die Folgen einer solchen Übertretung hat Manfred Spieker anhand der Untersuchungen über die Euthanasiepraxis in den Niederlanden jüngst hingewiesen: „Die Legalisierung der aktiven Sterbehilfe muss unvermeidlich dazu führen, dass aus dem Recht zum assistierten Selbstmord eine Pflicht wird“ (LebensForum 1/2005).
Die diesjährige Oscarverleihung prämiierte den Tod. Lesen Sie: Kann töten Liebe sein?
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Montag, März 07, 2005
Die ganz normale heilige Messe
C. S. Lewis sagt einmal in einem Brief an einen Freund, was er sich als Laie vom Zelebranten wünscht. Er sagt in etwas Folgendes: Was ich mir als Laie wünsche, ist nur dieses eine, dass ich während des Gottesdienstes nicht ständig denken muss: „Was um Gottes Willen geht jetzt dem Zelebranten schon wieder durch den Kopf?“ Es ist etwas Wunderbares, wenn der Gottesdienst in Treue zu seiner kirchlichen Gestalt, aber mit echter Innigkeit, Anteilnahme und Freude über die Gegenwart Christi in unsere Mitte gefeiert wird. Ich kann mir nichts Lebendigeres und Aktuelleres vorstellen als „die ganz normale heilige Messe“.enlaces con este mensaje
Sonntag, März 06, 2005
Das öde Kreisen um sich selbst
Das Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz hat in Kooperation mit dem Weltjugendtagsbüro in Köln vor einigen Wochen eine „Geistliche Hilfe zur Vorbereitung auf den XX. Weltjugendtag 2005“ herausgegeben. Verantwortlich dafür zeichnet Prälat Heiner Koch, der Generalsekretär des Weltjugendtages.Kurz gesagt: Diese Arbeitshilfe ist größtenteils eine Enttäuschung. So gut wie allen Materialien fehlt der Bezug zu den Weltjugendtagen. Die einzelnen Beiträge kranken durchweg an der anthropozentrischen Ausrichtung der bundesdeutschen Pastoral. Zum Einstieg wird daher meist ein Kreisen um sich selbst empfohlen: Wie geht es mir, wo komme ich jetzt her, was empfinde ich und so weiter. Im weiteren Verlauf beziehen sich die Beiträge zwar auf die eine oder andere Weise auf das Gebet. Doch geschieht dies meist in einer verkrampft-bemühten Art, die kaum geneigt sein dürfte, das Gebetsleben zu vertiefen, geschweige denn, Freude am Gebet zu wecken.
So scheint – um nur ein Beispiel zu nennen – ein Gedicht aus der Blütezeit der Befreiungstheologie von Kurt Marti (S. 53), das Jesus als Sozialrevoluzzer feiert, wohl eher dem Nostalgiebedürfnis hauptamtlicher kirchlicher Mitarbeiter als der Lebenswirklichkeit heutiger Jugendlicher zu entsprechen. (aus "Das öde Kreisen um sich selbst". Enttäuschende „Geistliche Hilfe“ zur Vorbereitung auf den Weltjugendtag DT vom 05.03.2005 Von Thomas Steimer) Lesen Sie weiter
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Freitag, März 04, 2005
Schaffe Schweigen
Wenn ich Arzt wäre und mich jemand fragte: „Was glaubst du; soll getan werden?" - dann würde ich antworten: „Das erste, die unbedingte Bedingung dafür, daß etwas getan werden kann, das erste also, was getan werden muß: Schaffe Schweigen, führe Schweigsamkeit ein. Gottes Wort kann nicht gehört werden, und will man es durch lärmende Mittel hinausschreien, damit es durch das Getöse hindurch gehört wird, so wird es nicht Gottes Wort. Schaffe Schweigen! - Alles lärmt; und wie man von einem hitzigen Getränk sagt, 'es bringe das Blut in Aufruhr, so ist in unserer Zeit alles, selbst das unbedeutendste Unternehmen, jede, selbst die nichtssagendste Mitteilung, nur darauf berechnet, die Sinne zu erschüttern oder die Masse zu erregen, die Menge, das Publikum, den Lärm! Und der Mensch, dieser kluge Kopf, ist gleichsam schlaflos geworden, um neue, immer neue Mittel zu erfinden, den Lärm zu vermehren, um möglichst schnell im größten Maßstab das Getöse und das Nichtssagende auszubreiten. Was wird schneller ausposaunt und was wird weiter verbreitet als Klatsch? O schaffe Schweigen!" (Söreiz Kierkegaard aus: „Die Kostbarkeit der Seele")
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Die Rechnung der 68er
Bei der Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels 2001, einen Monat nach den Anschlägen von New York, sprach Jürgen Habermasin seiner Dankesrede über das Verhältnis von Glauben und Wissen. Der liberale Verfassungsstaat sei auf die Sinn-Ressource der Theologie dringend angewiesen und in den christlichenGemeinden sei »etwas intakt geblieben, was andernorts verloren gegangen ist«.In einer Begegnung mit Kardinal Ratzinger zeigt sich der prominenteste Philosoph der liberalen, säkularen Demokratie fasziniert von der heilenden Prägekraft des Religiösen für eine Gesellschaft, die sich angesichts einer »entgleisenden Modernisierung« vor sich selbst fürchtet.
So sagt die Münchner Trendforscherin Felizitas Romeiß-Stracke den »Abschied von der Spaßgesellschaft« voraus: In den nächsten zehn Jahren werde die egozentrische Selbstverwirklichung als Maß aller Dinge abgelöst durch eine Renaissance existenzieller Wert- und Sinnfragen. Vor allem der christliche Glaube werde wieder »auf fruchtbaren Boden fallen«. Die Rechnung der 68er ist nicht aufgegangen -nachdem damaligen Juso-Motto à la Gerhard Schröder: »Ich will eine Gesellschaft, die Kirche überflüssig macht.«
Labels: Abtreibung, Glaube, Kirche
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Mittwoch, März 02, 2005
Armes Deutschland, hast Du kleine Füchse!
Geissler hat anlässlich der ARD-Sendung "Menschen bei Maischberger" die katholische Kirche verunglimpft. Wörtlich sagte er: "Wenn ich Papst wäre, würde ich Kardinal Ratzinger und Kardinal Meisner zu Dorfpfarrern machen." Der 75-jährige Geißler war jahrelang CDU-Generalsekretär und meinte weiters, dass die katholische Kirche die Priesterweihe für Frauen ermöglichen solle. An der Diskussion war neben Daniel Cohn-Bendit auch Eugen Drewermann beteiligt. Der Politiker Cohn-Bendit (Grüne) meinte im Rahmen der Sendung: "Die größte Volkskrankheit sind ja Depressionen". Gleichzeitig meinte er auch: "Die Forderung, das Beste im Leben zu wollen, hat sehr oft zum Schrecklichsten geführt", und bekannte, dass er "zu sehr Hedonist ist", um wirklich noch für die Wahrheit zu streiten. Der "Spiegel online" meinte am Mittwoch in einer Glosse zu der Diskussion: "So sind sie wohl, Deutschlands Rebellen. Weise, reif und traurig - bis an den Rand der Banalität." Und die Nicht-Rebellen Deutschlands?
Sie sind Relativisten.
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