Zeichen und Zeugnis
Samstag, April 30, 2005
 
Reaktionen auf die Wahl von Benedikt XVI
Es muss auch die Spitze des Zentralkomitees nachdenklich stimmen, dass die Kardinäle des Konklaves ihren Mitbruder aus Bayern mit einer so großen Mehrheit zum Papst gewählt haben.

Warum war es dem „Senat“ der Purpurträger wichtig, dass genau dieser Mann die Nachfolge von Johannes Paul II. antritt, während derselbe Kardinal in manchen Kreisen des deutschen Laienkatholizismus wie das Krebsgeschwür der Kirche behandelt wurde? Ratzinger, das haben Vorkonklave, Wahl und die ersten Tage seines Pontifikats gezeigt, steht für eine selbstbewusste und überzeugte Vertiefung der katholischen Identität, die gleichzeitig bereit ist, mit jedem einen vernünftigen Dialog zu führen, vor allem über die Verständigung und den Frieden zwischen den Menschen. Die letzten Tage erweisen es bereits, dass Benedikt XVI. aufgrund seiner bescheidenen und herzlichen Art besonders dafür geeignet ist.

Kann es also nicht sein, dass auch dem deutschen Zentralkomitee in Sachen Ratzinger einige Nachhilfestunden gut zu Gesicht stehen würden – es sei denn, man hat etwas gegen katholische Identität?

Spätestens beim Weltjugendtag in Köln werden die Karten neu gemischt. Die Mitglieder der Kirche sind wie ein Volk, das keine Spaltungen erträgt, wenn es nach außen hin ein werbendes Zeugnis für die Botschaft Jesus Christi ablegen will. Der Sündenfall des katholischen Zentralkomitees heißt „Donum vitae“. Hier wird sich entscheiden, ob der deutsche Gremienkatholizismus zur Einheit mit dem Papst zurückfinden wird. (Der Papst und das Zentralkomitee DT vom 30.04.2005 Guido Horst)

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Mittwoch, April 27, 2005
 
Stehen Sie im Abseits?
Dieser Papst ist unser Papst... Der Lehre unserer Kirche folgend, ist er der Stellvertreter Christi auf Erden, der Pontifex Maximus. Nicht wir wählen den Stellvertreter Christi auf Erden, sondern Christus selbst erwählt seinen Stellvertreter, den Nachfolger des Heiligen Petrus, durch die Kraft und das Wirken des Heiligen Geistes. Wer dies nicht glaubt, hat bereits die Gemeinschaft unserer Kirche verlassen.

Warum tun sich nun so viele mit dieser Papstwahl so schwer? Haben denn nicht alle um eine gute Papstwahl gebetet? Haben denn nicht alle um den Beistand des Heiligen Geistes für die Kardinäle gebetet, damit ein guter und würdiger Papst erwählt wird? Weit mehr als zwei Drittel der Kardinäle stehen hinter Papst Benedikt XVI. Haben wir bereits den Glauben an das Wirken des Heiligen Geistes verloren? Oder stehen wir mit unseren Forderungen und Wünschen Abseits von dem, was unserer Kirche ihre Identität gibt? (Karber, kath.net)

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Freitag, April 22, 2005
 
Ausgerechnet ein Deutscher!
"Joseph Ratzinger gilt als bescheiden und prinzipienfest. Er ist damit ein Ärgernis für viele, die Prinzipienfestigkeit als unmodernes Ärgernis sehen, und die ihn deshalb Gottes Rottweiler nannten. Der Heilige Geist hat sich da tatsächlich eine mächtige Pointe geleistet, den Papst ausgerechnet bei denen zu rekrutieren, die ihn am nötigsten haben: bei den Deutschen. Das Drama der Modernität begann schließlich in Deutschland, und es sind die Deutschen, die es am weitesten getrieben haben." (Spiegel)
FAZ:
"So wählten ihn die Kardinäle aus West und Ost, Nord und Süd nicht trotz, sondern wegen seiner Festigkeit in einem der kürzesten Konklave der Kirchengeschichte zum neuen Papst Benedikt XVI. Daß Ratzinger aus Deutschland stammt, jenem Land, welches in der Geschichte der Kirche auf immer das Land der Reformation ist, das sprach am Ende nicht gegen, sondern für ihn. Ratzinger, das ist die Gegen-Reformation in Person - nicht mit Feuer und Schwert, sondern mit der Macht des Geistes. Eins soll die Kirche sein - das ist die Botschaft des Konklaves, zum Segen für die Stadt und den Erdkreis."
OBERÖSTERREICHISCHE NACHRICHTEN:
"Der Papst aus Bayern hat theologisch fast das Format eines Kirchenlehrers."

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Donnerstag, April 21, 2005
 
Unsere Päpste.
Kennen Sie die Namen der letzten acht Päpste?



Benedikt XV Pius XI Pius XII Johannes XXIII
Paul VI Johannes Paul I Johannes Paul II Benedikt XVI

Der Herr hat wahrlich die Kirche gesegnet.

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Mittwoch, April 20, 2005
 
Benediktus XVI
Der apostolische Segen «Urbi et Orbi» (Der Stadt und dem Erdkreis) ist eines der feierlichsten und weltweit bekanntesten Riten der römisch-katholischen Kirche. Offiziell kennt die Kirche den Segen seit dem 13. Jahrhundert. Seine lateinische Formel erinnert aber an die Antike, als Rom als Mittelpunkt der Welt galt. Damals bildete sich unter den Herrschern ein Reichsbewusstsein heraus, das die Stadt Rom (urbs) mit dem Erdkreis (orbis) gleichsetzte.

Heute wird der Segen an Weihnachten und Ostern erteilt sowie nach einer Papstwahl. Er muss vom Papst als Bischof von Rom und als Oberhaupt der Weltkirche selbst gespendet werden - nach gängiger Auslegung kann dies allerdings «gesprochen oder stumm» geschehen. […]

Die deutsche Formel lautet: «Der Segen des allmächtigen Gottes, des Vaters des Sohnes und des Heiligen Geistes komme auf Euch herab.» - Die Zeremonie auf dem Petersplatz ist mit einem Sündenablass für alle Menschen verbunden, die den Segen in in gläubiger Haltung direkt in Rom aber auch am Radio oder am Fernsehen verfolgen.

Benedikt XVI hat die längere Formel benützt. Darin erbittet er für die Kirche "eine Zeit (spatium) wirklicher Busse" und "die Treue bis zum Ende (perseverantia finalis)".

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Freitag, April 15, 2005
 
Für Friederike
BOTSCHAFT VON JOHANNES PAUL II ANLÄSSLICH DES TAGES DES GEWEIHTEN LEBENS
Bei der Eucharistiefeier im Petersdom hat der Präfekt der Kongregation für die Institute geweihten Lebens und die Gesellschaften apostolischen Lebens, Erzbischof Franc Rodé, die Botschaft von Papst Johannes Paul II. verlesen. Zuvor sagte er zur Einführung:

Am Fest der Darstellung des Herrn im Tempel, dem Tag, an dem der vor aller Zeit gezeugte Sohn Gottes vom Heiligen Geist als »Herrlichkeit für das Volk Israel« und als ein »Licht, das die Heiden erleuchtet«, verkündet wird, sind wir versammelt, um unsere Weihe an den Herrn zu erneuern. Euch allen, liebe Brüder und Schwestern, überbringe ich den persönlichen Gruß des Heiligen Vaters, der euch für die ihm bekundete Verbundenheit und für das eifrige Gebet dankt. Er ist in diesem Augenblick durch sein Gebet unter uns präsent und sendet uns seinen Segen. Hören wir mit dankbarem Herzen seine Botschaft an die gottgeweihten Personen in aller Welt.



Liebe Brüder und Schwestern!

1. Heute wird der Tag des geweihten Lebens begangen. Das ist eine günstige Gelegenheit, um dem Herrn zusammen mit denen zu danken, die von Ihm zu einem Leben nach den evangelischen Räten berufen sind und »dieses aufrichtig geloben« und sich »in besonderer Weise dem Herrn [weihen], indem sie Christus nachfolgen, der selbst jungfräulich und arm gelebt (vgl. Mt 8,20; Lk 9,58) und durch seinen Gehorsam bis zum Tod am Kreuz (vgl. Phil 2,8) die Menschen erlöst und geheiligt hat« (Perfectae caritatis, 1). In diesem Jahr erhält diese Feier ganz besondere Bedeutung, denn es ist der 40. Jahrestag der Veröffentlichung des Dekretes Perfectae caritatis, mit dem das Zweite Ökumenische Vatikanische Konzil die Leitlinien für die Erneuerung des geweihten Lebens dargelegt hat.

Indem sie in den vergangenen 40 Jahren den Richtlinien des Lehramtes der Kirche gefolgt sind, haben die Institute des geweihten Lebens und die Gesellschaften apostolischen Lebens einen fruchtbaren Weg der Erneuerung zurückgelegt. Er war einerseits beseelt von dem Wunsch, dem vom Heiligen Geist durch die Gründer und Gründerinnen empfangenen Geschenk treu zu bleiben, und anderseits von dem Bestreben, die Lebensweise, das Gebet und die Arbeit »den körperlichen und seelischen Voraussetzungen der Menschen von heute« anzupassen, »aber auch – soweit die Eigenart des Instituts es verlangt – den Erfordernissen des Apostolats, den Ansprüchen der Kultur, der sozialen und wirtschaftlichen Umwelt zu entsprechen« (Perfectae caritatis, 3).

Sollte man nicht danken für dieses angemessene »Aggiornamento« des geweihten Lebens? Ich bin sicher, daß sich auch dadurch die Früchte der Heiligkeit und des missionarischen Eifers vermehren werden, vorausgesetzt, daß die geweihten Personen ihren ungebrochenen asketischen Eifer bewahren und ihn in apostolische Werke umsetzen.

2. Das Geheimnis dieser spirituellen Leidenschaft ist die Eucharistie. In diesem Jahr, das ihr besonders gewidmet ist, möchte ich alle geweihten Männer und Frauen aufrufen, mit Christus eine immer tiefere Gemeinschaft herzustellen durch die tägliche Teilnahme am Sakrament, das Ihn im Opfer gegenwärtig werden läßt, wenn es das Liebesgeschenk auf Golgota aktuell macht, im Gastmahl, das das pilgernde Volk Gottes nährt und schützt. Im Apostolischen Schreiben Vita consecrata bekräftigte ich, daß »die Eucharistie aufgrund ihrer Natur im Zentrum des geweihten Lebens, des persönlichen und des kommunitären«, steht (Nr. 95).

Jesus schenkt sich als »gebrochenes« Brot und »vergossenes« Blut, damit alle »das Leben haben und es in Fülle haben« (vgl. Joh 10,10). Er opfert sich für das Heil der ganzen Menschheit. Die Teilnahme an seinem Opfermahl bedeutet nicht nur, die von Ihm vollzogene Geste zu wiederholen, sondern von dem gleichen Kelch zu trinken und an seinem Opfer teilzuhaben. Wie Christus sich zum »gebrochenen Brot« und »vergossenen Blut« macht, so ist jeder Christ – und noch mehr jede geweihte Person – berufen, für die Brüder das Leben in Einheit mit dem des Erlösers zu opfern.

3. Die Eucharistie ist die unversiegbare Quelle der Treue zum Evangelium, weil sich in diesem Sakrament, der Herzmitte des kirchlichen Lebens, die innere Eingliederung in Christus und die vollkommene Gleichgestaltung mit Ihm voll verwirklichen, zu denen die geweihten Personen berufen sind. »Hier treffen alle Formen des Gebets zusammen, hier wird das Wort Gottes verkündigt und angenommen, hier sind wir aufgerufen zu einer Beziehung zu Gott, zu den Brüdern und zu allen Menschen. Es ist das Sakrament der Kindschaft, der Geschwisterlichkeit und der Sendung. Als Sakrament der Einheit in Christus ist die Eucharistie gleichzeitig Sakrament der kirchlichen Einheit und der Einheit der Geweihten. Letztlich erscheint sie als die ›Quelle der Spiritualität für den Einzelnen und für das Institut‹« (Instruktion Neubeginn in Christus, 26). Durch die Eucharistie erlernen die geweihten Personen »in der Ausübung des Apostolats eine größere Freiheit, eine bewußtere Ausstrahlung, eine Solidarität, die es versteht, sich durch Nähe zu den Menschen auszudrücken, sich ihrer Probleme anzunehmen, um dann in großer Wachheit für die Zeichen der Zeit auf ihre Bedürfnisse zu antworten« (ebd., 36).

Liebe Brüder und Schwestern, von der seligen Jungfrau geführt und ihrem Beispiel folgend, treten wir in das Geheimnis der Eucharistie ein. Maria, die Frau der Eucharistie, helfe allen, die zu einer besonderen Vertrautheit mit Christus und zum häufigen Besuch der heiligen Messe berufen sind, und erwirke ihnen das Geschenk eines bereitwilligen Gehorsams, einer treuen Armut und einer fruchtbaren Jungfräulichkeit; sie mache sie zu heiligen Jüngern des eucharistischen Christus.

Mit diesen Gefühlen, während ich ein Gedenken im Gebet zusichere, segne ich alle geweihten Personen und die christlichen Gemeinschaften, in denen sie berufen sind, ihre Sendung zu erfüllen.

Aus dem Vatikan, am 2. Februar 2005

JOHANNES PAUL II.

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Donnerstag, April 07, 2005
 
Eher kommt Jesus Christus wieder, als daß die katholische Kirche Priesterinnen bekommt.
Der Papst begrüsst Manuela deren Mutter er kannonisiert hat. Sie zog es vor Manuela das Leben zu schenken auch wenn es ihr Leben kosten würde.

So sehr Papst Johannes Paul II. auch humorvoll, ehrlich und sympathisch war, so hat er doch gleichzeitig "am Alleinvertretungsanspruch der katholischen Kirche knallhart" festgehalten. Diese Ansicht vertrat der Fernsehmoderator Peter Hahne in der ZDF-Sendung "Johannes B. Kerner" am 5. April. Gleichzeitig habe der Papst jedoch stets die Bedeutung Jesu Christi hervorgehoben.

Weil er als "echt" empfunden wurde, habe er viele Jugendliche fasziniert. Mit seinen vielen als ethisch zu konservativ erscheinenden Positionen stieß er, so Hahne, junge Leute nicht weg, sondern habe sie zur Kirche "geradezu hingezogen". Hätten sie unter der katholischen Morallehre gelitten, müßten die evangelischen Kirchen eigentlich einen riesigen Zulauf verzeichnet haben. Statt dessen träten mehr Protestanten aus ihren Kirchen aus als Katholiken aus der katholischen Kirche. Zur Frage des verbotenen Frauenpriestertums äußerte bei "Kerner" die zur katholischen Kirche übergetretene Direktorin des NDR-Landesrundfunkhauses Hamburg, Maria von Welser, sie hoffe, daß beim neuen Papst Frauen zu Geistlichen geweiht würden.

Dazu Hahne: "Eher kommt Jesus Christus wieder, als daß die katholische Kirche Priesterinnen bekommt." (Lesen Sie mal nach) Statt sich auf die Frauenfrage zu fixieren, sollte man die katholische Kirche lieber ermutigen, Laien wesentlich stärker Verantwortung zu übertragen.

Der ZDF-Korrespondent in Rom, Stefan Kulle, meinte in der von fast zwei Millionen Zuschauern verfolgten Sendung, die Frage der Frauenordination spiele außerhalb Deutschlands kaum eine Rolle. Während hier die Kirchen Rückgänge zu verzeichnen hätten, wüchsen sie besonders in Asien und Afrika (cfr. kath.net)

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Dienstag, April 05, 2005
 
Ruhe in Frieden
(kath.net)

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Samstag, April 02, 2005
 
Beten wir für den heiligen Vater

Der hl. Pfarrer von Ars legt den Gläubigen ans Herz, vertrauensvoll dieses
Gebet in schweren Anliegen zu beten:

"O Mutter Jesu, durch deine unermeßlichen Schmerzen beim
Leiden und Sterben Deines göttlichen Sohnes und um der
bitteren Tränen willen, die du vergossen hast, bitte ich dich,
opfere den heiligen, mit Wunden und Blut bedeckten Leib
unseres göttlichen Erlösers in Vereinigung mit deinen
Schmerzen und Tränen dem Himmlischen Vater auf zur Rettung
der Seelen und um die Gnade zu erlangen, um die ich dich bitte..."

Zum Schluß dreimal:
"Jesus und Maria, ich liebe Euch, rettet Seelen, rettet die Gottgeweihten!"


"Liebe Kinder", sagte eins Tages der hl. Pfarrer von Ars,
nachdem er in seiner Predigt von diesem Gebet gesprochen
hatte, "denkt immer daran: Jedesmal, wenn mir eine besondere Gnade zuteil wurde, habe ich sie mit diesem Gebet erfleht."

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