Zeichen und Zeugnis
Montag, September 26, 2005
 
Bevölkerungskatastrophe in Deutschland unaufhaltbar!
Die Bevölkerungskatastrophe in Deutschland ist nicht mehr aufzuhalten. Das erklärte der emeritierte Professor für Demographie, Herwig Birg (Bielefeld), am 22. September auf einer gemeinsamen Tagung der „Christdemokraten für das Leben“ (CDL) und der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung in Berlin. „Das heutige Deutschland hat sich bevölkerungspolitisch aufgegeben.“ Der stellvertretende Leiter des Instituts für Demoskopie Allensbach, Wilhelm Haumann, verwies auf Umfragen, wonach der Zeitraum zum Kinderkriegen für die Deutschen immer kürzer wird. 86 Prozent der 18- bis 23jährigen und 48 Prozent der 24- bis 29jährigen hielten sich für zu jung für Nachwuchs.

Früher hätten viele Deutsche in diesem Alter mehrere Kinder gehabt. 47 Prozent der unter 30jährigen verzichteten aus finanziellen Gründen auf Kinder. Auch das Fehlen eines geeigneten Partners oder einer stabilen Beziehung seien Gründe für die Kinderlosigkeit.

Labels: ,


Freitag, September 23, 2005
 
Früchte des Weltjugendtags

Ich darf noch einmal zusammenfassen, was uns der Weltjugendtag für die nächste Zeit mit auf den Weg gibt: Die Aneignung eines soliden Glaubenswissens, die Wiederentdeckung des Bußsakramentes, die Sorge um eine Atmosphäre in unseren Gemeinden, die geistliche Berufungen ermöglicht, das Erschließen von Vorbereitungswegen für junge Menschen auf Ehe und Familie hin und die weitere Pflege der Gastfreundschaft (Kardinal Meisner). Lesen Sie von Kardinal Schönborn: "Johannes Paul II und die Mission".

Labels: ,


Mittwoch, September 21, 2005
 
Babykiller legal in Holland

In den Niederlanden soll künftig auch an Babys Sterbehilfe geleistet werden können. Die Pläne dazu arbeitet gerade das Justizministerium aus, meldete das „NRC Handelsblad“. Babys, die an einer unheilbaren oder „unerträglichen“ Krankheit leiden, sollen legal getötet werden können.

Seit dem Jahr 2002 sind in den Niederlanden aktive Sterbehilfe und Beihilfe zum Selbstmord unter bestimmten Bedingungen straffrei gestellt: Der Patient müsse „freiwillig und nach reiflicher Überlegung“ um Sterbehilfe bitten, seine Lage müsse „aussichtslos“ und sein Leiden „unerträglich“ sein. Außerdem muss ein zweiter Mediziner konsultiert werden. Aktive Sterbehilfe darf nur für über 16-Jährige geleistet werden, in Ausnahmefällen ab Zwölf. Überwacht werden die Ärzte von regionalen Kontrollkommissionen. Sie registrierten im Vorjahr insgesamt 1886 Euthanasie-Fälle.

Die niederländische Entwicklung zeige, „dass die Dammbruchtheorie stimmt“, meinte der Präsident der Bundesärztekammer, Jörg-Dietrich Hoppe im Januar 2005, nachdem bekannt wurde, dass auch an Babys aktive Sterbehilfe geleistet wurde. Hier seien keine Mitleids-, sondern vielmehr materielle Aspekte entscheidend, sagte Hoppe dem „Deutschen Ärzteblatt“.

Labels: , ,


Dienstag, September 20, 2005
 
"Herrjemine": Religiöser Wortschatz unter der Lupe

Religiöser Wortschatz unter der Lupe
Religion hat auch die Sprache geprägt. Eine Grazer Germanistin hat Entlehnungen aus der Religion erhoben, die in der heutigen Alltagssprache zu finden sind. Sie ist auf über 400 Beispiele gestoßen.

99 Prozent der Menschen würden diese Ausdrücke unbewusst verwenden, erklärt Cornelia Schlagbauer vom Institut für Germanistik der Universität Graz. "Heute haben wir von der Bedeutung der Phrasen oft nur eine vage Vorstellung", so die Forscherin.

Man denke nur an die Stoßseufzer "Ach Gott!, "Du lieber Himmel!" "Jesus und Maria!" oder "Oje mine" bzw. "Herrjemine!". Hinter letzterem Klageruf, der seit dem beginnenden 18. Jahrhundert verwendet wird, verbirgt sich übrigens das lateinische "Jesus domine", also "Herr Jesus", weiß Schlagbauer.

Wenn jemand sehr scharf getadelt und somit "abgekanzelt" wird, wird er das kaum mit einer ursprünglich gottesdienstlich und religiös motivierten Handlung - der Verkündigung von der Kanzel herab - in Verbindung bringen. Im 18. Jahrhundert sei dann "abkanzeln" im Sinne der Sittenpredigt in die Gemeinsprache übernommen worden.

In dieselbe Zeit fällt der Ursprung der "Beweihräucherung". Die religiöse Wurzel gehe über die Geschichte der katholischen Kirche hinaus und knüpft an die altrömische Sitte an, dass Senatoren bei Eintritt in den Senat auf den Altar, neben dem Standbild der Göttin stand, Weihrauch streuten.

Schlagbauer hat auch erhoben, dass ein "eingefleischter" Optimist einiges mit Christus gemein hat. "Das Wort ist eine Lehnübersetzung von lateinisch "incarnatus" und bedeutet zu Fleisch geworden. Ursprünglich wurde es nur für Christus, dem Fleisch gewordenen Sohn Gottes, gebraucht. Als Umschreibung für einen Menschen, der von seiner Haltung nicht abzubringen ist, ist sie seit 1700 in Gebrauch.

Eine relativ junge, auf biblische Personen Bezug nehmende Wortschöpfung ist das "Adamskostüm", das seit der Wende des 19. zum 20. Jahrhundert die Nacktheit "als eine andere Form von Bekleidetsein" umschreibt.

Labels: ,


Donnerstag, September 15, 2005
 
Benediktus XVI, der Gesegnete

Neidische Gemüter haben dem Weltjugendtag vorgeworfen, er sei ein Papstjugendtag gewesen. Man dürfe nicht Menschen so in den Mittelpunkt stellen. Ein Mädchen hat auf Anfrage im Radio erklärt: "Wenn der Papst da ist, fühle ich mich Gott besonders nahe." Daraufhin packte heller Zorn die in unserer Runde anwesenden Nicht-Katholiken: "Da sieht man es ja, wohin der katholische Glaube führt, zur Menschenanbetung."

Was würde Paulus dazu sagen? - Paulus würde vermutlich sagen: "Ja, es gibt Menschenanbetung, zum Beispiel in Rom, wo sich die Kaiser wie Götter anbeten lassen. Auch bei mir haben sie es versucht, laut Apostelgeschichte 14 wollten die guten Leute in der Türkei Barnabas und mich als Götter verehren. Aber wir haben das abgelehnt." "Ihr müsst wissen", würde Paulus wohl sagen: "Man kann alles pervertieren, auch das Kostbarste, nicht nur Liebe, sondern auch die Inkarnation, die Menschwerdung Gottes. Auch den Apostolat, dass Christus in uns Aposteln so wirkt, dass jeder Apostel rechte oder linke Hand Jesu Christi ist."

Doch im übrigen gilt: Der Papst hat eindeutig Jesus Christus verkündigt und wurde nicht selbst angebetet. Schon sein Name "Benedetto", "der Gesegnete", weist auf den, der ihn gesegnet hat. Aber das Wichtigste: Es geht gar nicht anders, als dass man an einem Menschen Christus erkennt. Das gilt für den Papst, für jeden Priester, für jeden Christen.

Wenn die Kirche einig sein will, braucht sie die Orientierung an einzelnen (apostolischen) Gestalten. Für heute gesagt: Eine einige Kirche ohne den Papst ist gar nicht vorstellbar. Die Bibel ist leider immer nur Anlass für widerstreitende Einzeldeutungen. Ausgerechnet Paulus, der "Apostel der Reformation", schärft uns ein: "Ihr müsst und dürft mich persönlich haftbar machen für das Evangelium." (Klaus Berger). Lesen Sie über die Mission des Nachfolger Petri: Papst, Garant für Einheit und Freiheit der Kirche.

Labels: ,


Mittwoch, September 14, 2005
 
Keine Einheitsübersetzung
Jetzt wächst auseinander, was nicht zusammengehört. Die Ablehnung der Evangelischen Kirche in Deutschland, gemeinsam mit der katholischen Kirche die so genannte Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift zu revidieren, zeigt, wo Katholiken und Protestanten einfach nicht unter einen Hut zu bringen sind.

Für die katholische Seite ist es die Kirche, die den Kanon der inspirierten Schriften definiert, bewahrt, interpretiert und seine Übersetzungen approbiert. Die evangelische Seite kommt ohne Kirche aus. Nach den kritischen Kommentaren führender Protestanten zum Weltjugendtag mit dem Papst - obwohl viele einfache evangelische Gläubige von dem Ereignis beeindruckt und ergriffen waren - erweist sich einmal mehr, wo Ökumene den Boden wirklicher Gemeinsamkeiten verlässt und zur Luftnummer wird. Eine Konsensrhetorik, die das verwischen wollte, ist letztlich brüchig und nicht fähig, Einigung tatsächlich zu erzielen.
... Man soll nicht nur das Verbindende kennen, sondern auch das Trennende. Ehrlichkeit gehört mit zum ökumenischen Dialog. Hätte man diese Ehrlichkeit mehr gepflegt, wüssten manche Pfarrer und Gläubige besser, warum Interkommunion glatte Schummelei ist, die nur eine brüchige Gemeinsamkeit im Glauben herzustellen vermag.

Labels: ,


Dienstag, September 13, 2005
 
Neuer Generalsuperior: P. Mark McDonald msc


Heute haben die Kapitulare P. Mark Macdonald von der amerikanischen Provinz zum Generalsuperior gewählt. Wir beten, dass der Herr ihn segnen und führen möge.

Labels: ,


Montag, September 12, 2005
 
Abtreibung tödlich für die Mutter

Eine neue internationale Untersuchung hat folgendes ergeben: Wenn die bei der Untersuchung der Todesursachen von Frauen ihre Abtreibungen berücksichtigt werden, dann ist die Todesrate verbunden mit Abtreibung dreimal höher als die Todesrate bei Geburt! Wenn Sie english verstehen, lesen Sie weiter hier und hier.
Dazu noch eine Meldung:
Pro Tag werden in Deutschland zwölf Schulklassen abgetrieben. Darauf machte die „Aktion Lebensrecht für Alle e. V.“ (ALfA) am Montag aufmerksam, nachdem das Statistische Bundesamt in Wiesbaden die Abtreibungszahlen für das 2. Quartal 2005 veröffentlicht hatte.

Dem Amt wurden für die Monate, April, Mai und Juni insgesamt rund 32.000 vorgeburtliche Kindstötungen gemeldet.

Labels: , , ,


Sonntag, September 11, 2005
 
Generalkapitel der Herz-Jesu-Missionare
Julius Chevalier, Gründer der Herz-Jesu-Missionare Bestimmt betet unser Pater Stifter, Julius Chevalier msc vom Himmel aus für alle Mitglieder der Kongretation.

Wir begleiten im Gebet unsere Mitbrüder, die in Rom im Generalkapitel darüber nachdenken, wie die MSC-Gemeinschaft im Geist des Herzens unseres Herrn wachsen und gedeihen mögen. Wir beten auch darum, dass der Heilige Geist sie in der Wahl des neuen Generalsuperiors erleuchten mögen. Wenn Sie das Generalkapitel durch Internet begleiten möchten, dann klicken Sie hier. Verstehen Sie english, französisch oder spanisch?

Labels: ,



Powered by Blogger

Frohe Weihnachten, Ihr Atheisten
Die dringende Aufgabe der Kirche in Europa: Wieder...
„Ich möchte niemanden haben, der mich liebt“? - Au...
Darum richte ich an dich, (bitte fügen Sie hier ih...
Die Verfolgung in China geht weiter: Bischo 15 Jah...
Wir haben jedenfalls genau so viele echte Priester...
Einen Gott, den man braucht, braucht man nicht.
Was feiert die Kirche im Advent? Gedanken von P. M...
Sie konnten den Zwilling nicht umbringen. Er war z...
"Es gibt nichts Schöneres als warten"