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Zeichen und Zeugnis
Mittwoch, November 30, 2005
 
Die Leute kommen nicht zur Messe, um unterhalten zu werden

„Die Leute kommen nicht zur Messe, um unterhalten zu werden. Sie kommen zur Messe, um Gott anzubeten, ihm zu danken, ihn um Vergebung für die Sünden zu bitten und um andere Dinge, die sie brauchen. Deswegen gehen sie zur Messe. Wenn sie Unterhaltung wollen, wissen sie, wohin sie gehen müssen.“ Das meinte Kardinal Francis Arinze, Präfekt der vatikanischen Gottesdienstkongregation, im Interview mit „Inside the Vatican“. (mehr)

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Dienstag, November 29, 2005
 
Wieder einmal China: Ordensfrauen brutal überfallen
Bei einem gewaltsamen Überfall auf eine Schwesterngemeinschaft wurden über ein Dutzend Ordensfrauen schwer verletzt.

Hunderte Gläubige der Diözese Xian gingen am Sonntag auf die Straße, um gegen die Gewalt gegen Christen zu demonstrieren. Das meldete AsiaNews. Am 23. November waren 16 Ordensfrauen überfallen und teilweise schwer verletzt worden.

Eine Frau verlor ihr Augenlicht, eine andere ist noch in kritischem Zustand. Die Schwestern wollten die Zerstörung einer katholischen Schule verhindern. Die Schule war vom Bürgermeister verkauft worden. Die Ordensfrauen harrten tagelang in dem leeren Schulgebäude aus. Am Abend des 23. November kamen Jugendliche und prügelten auf die Schwestern ein.

Über die Gewalttat wurde eine Nachrichtensperre verhängt. In den offiziellen Medien war nichts davon zu hören. Nur einige katholische Websites verbreiteten die Nachricht.

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Montag, November 21, 2005
 
Reform der Kichenräte

Die renommierten Kirchenrechtler Klaus Mörsdorf und Georg May sprachen bezüglich des in Deutschland eingeführten plebiszitären Rätesystems von einer "anderen Hierarchie", die zur eigentlichen Hierarchie der Kirche in der heutigen Zeit sehr schnell in einen unguten Widerspruch geraten kann. (mehr)

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Samstag, November 19, 2005
 
Volksrepublik China: Katholiken werden dauernd verfolgt
Genug!Zehn Seminaristen und ein Priester der katholischen Untergrundkirche in China sind am 12. November in Xushui City in der Provinz Hebei festgenommen worden. Das meldete AsiaNews am Freitag. Die Polizei beschlagnahmte Bücher und Geld. Sechs Seminaristen wurden nach drei Tagen wieder entlassen.

Sie durften jedoch nicht mehr ins Seminar. Die anderen vier stehen nach wie vor unter Arrest. Wo sie genau sind, ist unbekannt. Auch der Priester Yang Jianwei ist nach wie vor in den Händen der Polizei. Jianwei wurde im Jahr 2000 zum Priester geweiht.

Erst vor kurzem war Bischof Julius Jia Zhiguo von Zhengding festgenommen worden – zum achten Mal innerhalb eines Jahres. (mehr)

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Freitag, November 18, 2005
 
Existiert Gott?
Du bist Atheist? Könnte eine universelle, unzweideutige Sprache - nämlich die der Mathematik - dabei helfen, eine Antwort auf die Frage zu finden? Genau das versucht Stephen Unwin in seinem verständlichen und geistreichen Buch.

Der Autor zeigt, wie sich mit einer vor mehr als 200 Jahren von dem englischen Philosophen Thomas Bayes entwickelten mathematischen Gleichung die Wahrscheinlichkeit berechnen lässt, das Gott existiert.

Unwins Werk liefert einen auch für Nicht-Mathematiker leicht verständlichen Ansatz einer "mathematischen Theologie" und eröffnet so einen ungewöhnlichen Zugang zu Glaubensthemen. Eine originelle, zeitgemäße Methode vor, sich mit Religion zu beschäftigen - egal, ob als Atheist, Zweifelnder oder Glaubender. (mehr)

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Dienstag, November 15, 2005
 
Ein echter Skandal ist der Umgang der Koalitionspartner mit dem Thema Abtreibung
Der Koalitionsvertrag von Union und SPD zeigt bedauerlicherweise wenig Licht und viel Schatten in aktuellen Lebensrechtsfragen.“ Das erklärte die Vorsitzende der Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA), Claudia Kaminski, heute in Köln nach Durchsicht des 191 Seiten umfassenden Vertrags.

„Ein echter Skandal ist der Umgang der Koalitionspartner mit dem Thema Abtreibung“, kritisiert Kaminski. „Zwar heißt es in dem Koalitionsvertrag zutreffend: ,Das Bundesverfassungsgericht hat dem Gesetzgeber im Jahr 1992 in seinem Urteil bezüglich der Gesetze zum Schwangerschaftsabbruch eine Beobachtungs- und eventuelle Nachbesserungspflicht auferlegt.’“

„Es demonstriert aber die unglaubliche Wirklichkeitsferne der Koalitionäre, wenn es weiter heißt: ,Wir werden dieser Verpflichtung auch in der 16. Legislaturperiode nachkommen.’ In Wahrheit hat die Politik unter Missachtung der Verfassung und des Karlsruher Urteils bei der Abtreibung zehn Jahre lang die Hände in den Schoß gelegt. Die Formulierung des Koalitionsvertrages lässt darauf schließen, dass sich daran auch in Zukunft nichts ändern soll“, bedauert Kaminski. (kompletter Artikel)

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Montag, November 14, 2005
 
Glaube
Welch tiefen und froh machenden Glauben haben uns junge Christen aus aller Welt vorgelebt und unsere Städte gleichsam dynamisiert. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus den ärmsten Ländern hatten uns die reichsten Glaubenserfahrungen mitgebracht. Wir dürfen uns über unsere Jugend freuen. Manche wollen gar nicht wahrhaben, dass die jungen Menschen wieder von einem echt christlichen Format gekennzeichnet sind, wie eine Tageszeitung in einer ihrer Schlagzeilen zum Weltjugendtag schreibt: "Die Mädchen auf dem Weltjugendtag sehen atemberaubend aus. Sie wirken wie befreit von der allgemeinen Pornografisierung. Sie sind unter das schützende Dach der Kirche geflüchtet." Dürfen wir nicht auf unsere Kirche stolz sein, die trotz aller sexuellen Revolution das Bild vom reinen Menschen bewahrt und gerettet hat, sodass sie anziehend geblieben ist für junge Menschen aus aller Welt? Kardinal Meisner)

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Mittwoch, November 02, 2005
 
Anbetung
"Eine lebendige Katechese" könnte ein wichtiges Ergebnis des Weltjugendtages 2005 in Köln sein. Das Motto des Weltjugendtages "Wir sind gekommen, um Ihn anzubeten" hat in der eucharistischen Anbetung sein beeindruckendes Echo gefunden. In vielen geistlichen Zentren von Köln, Düsseldorf und Bonn war Tag und Nacht Gelegenheit zur eucharistischen Anbetung, die von Zigtausenden genutzt wurde. Auch hatten wir erstmalig bei einem Weltjugendtag in der Vigilfeier eine eucharistische Prozession mit eucharistischer Anbetung erlebt. Viele hatten davon abgeraten, weil sie meinten, eine so große Millionengemeinde würde nicht die innere Ruhe aufbringen, um dem Herrn im Sakrament zu begegnen. Genau das Gegenteil war der Fall. Die tiefe Stille, die über dem Marienfeld lag, als die Monstranz auf dem Altar stand und der Heilige Vater vor ihr betete, wird mir unvergesslich bleiben. Übrigens sagte mir der Heilige Vater, dass für ihn diese Minuten anbetenden Schweigens vor der Monstranz das tiefste Erlebnis beim Weltjugendtag war. Ein junges Mädchen erzählte mir, sie habe sich inmitten der Millionengemeinde auf den Knien vor dem Herrn im Sakrament ganz persönlich angesprochen gefühlt. Ebenfalls war bei der Eucharistiefeier am Sonntag das Hochgebet der heiligen Messe von anbetendem Schweigen begleitet. Gerade in diesem Augenblick konnte man die geistliche Dichte dieses großen Gottesdienstes erspüren (Kardinal Meisner).

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