Zeichen und Zeugnis
Montag, September 25, 2006
Gebet mit den Muslims

Am Ende seiner Ansprache an die muslimische Jugend 1986 in Marokko sprach Johannes Paul II. ein selbst formuliertes Gebet, in dem er das „wir“ des gemeinsamen Glaubens zu einem „wir“ des Gebetes zu machen suchte. Der Papst wählte tiefe, keineswegs oberflächliche Formulierungen, die Christen wie Muslime gläubig sprechen können.:
„Gott, Du bist unser Schöpfer. Du bist gut und Dein Erbarmen kennt keine Grenzen. Dich preisen alle Geschöpfe. Gott, Du hast den Menschen ein inneres Gesetz gegeben, nach dem wir leben müssen. Deinen Willen zu tun, heißt, unsere Pflicht erfüllen. Deinen Wegen zu folgen, heißt, den Frieden der Seele finden. Dir leisten wir unseren Gehorsam. Leite uns bei allen Initiativen, die wir auf der Erde unternehmen. Befreie uns von schlechten Neigungen, die unser Herz von Deinem Willen ablenken. Erlaube nicht, dass wir Deinen Namen anrufen und dabei die menschliche Unordnung rechtfertigen. Gott, Du bist der einzige, wir beten Dich an. Erlaube nicht, dass wir uns von Dir entfernen. Gott, Du Richter aller Menschen, hilf uns, am letzten Tag unter Deinen Erwählten zu sein.
Gott, Urheber der Gerechtigkeit und des Friedens, schenk uns wahre Freude und echte Liebe und eine bleibende Brüderlichkeit unter den Völkern. Mach uns reich an Deinen Gaben für immer. Amen.“
Labels: Glaube, Kirche, Verfolgung
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