Zeichen und Zeugnis
Dienstag, September 19, 2006
,Gott, der Herr, wird mir helfen‘ Jesaia und Benedikt XVI
Papst Benedikt rief am Sonntag zu „einem offenen und aufrichtigen Dialog“ auf, „in hohem gegenseitigen Respekt“. Aber den Ernst des Vorfalls kann das nicht mindern. In deutscher Sprache sagte er in Castelgandolfo: „,Gott, der Herr, wird mir helfen‘ (Jes 50, 9). Diese Gewissheit des Propheten Jesaja aus den Texten der Sonntagsliturgie soll unser Denken und Handeln bestimmen. Ja, wir dürfen stets auf Gottes Hilfe vertrauen!“ Und hier fügte er ein, was nicht im Redemanuskript zu lesen war: „Auch in dunkler Zeit.“ Gott, so fuhr er fort, „ergänzt unsere guten Werke mit seiner Gnade und verleiht ihnen Wert für die Ewigkeit“.
Die Krise zwischen Rom und der islamischen Welt scheint offenbar nicht weiter zu eskalieren. Aber der oft so irenisch geführte interreligiöse Dialog hat einige Knackpunkte erhalten, über die die führenden Intellektuellen noch lange nachzudenken und zu debattieren haben.
War es ein Zufall, dass Papst Benedikt im weiteren Verlauf seiner Ansprache vor dem Angelus-Gebet über den gekreuzigten Herrn sprach? „Für die Juden ein Ärgernis, für die Heiden eine Torheit“. Manchem dämmert es bereits, dass Papst Benedikt in Regensburg genau gewusst hat, was er tat (Tagespost).
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