Zeichen und Zeugnis
Donnerstag, Januar 04, 2007
Papst Johannes Paul II „Vorreiter für die Frauenrechte

ZENIT: Sie haben Papst Johannes Paul II. einmal als „Vorreiter für die Frauenrechte“ bezeichnet. Was genau meinen sie damit? Welche Rechte gehören besonders verteidigt beziehungsweise gestärkt?
Gloria Fürstin von Thurn und Taxis: Denken Sie nur an die „Theologie des Leibes“. Da hat Johannes Paul II. doch Bahnbrechendes, ja geradezu Revolutionäres geäußert. Der Mann soll die Frau ehren und lieben und sie sozusagen auf dem Silbertablett durchs Leben tragen. Weil Sie die Trägerin des Lebens ist.
Der Papst geht sogar soweit, dass er dem Mann im Detail erklärt, worauf er achten muss, damit die Würde der Frau während des Zeugungsaktes nicht verletzt wird. Mehr Einsetzen für Frauenrechte geht doch eigentlich gar nicht!
Die moderne westliche Welt hat die Gleichbehandlung von Mann und Frau so weit getrieben, dass die Frauen entscheidende Rechte gegenüber dem Mann verloren haben. Da, wo sich die Gleichstellung radikalisiert und als Gleichmacherei äußert, werden Mann und Frau ihre authentischen, Gott gewollten Unterschiede abgesprochen.
Ich denke besonders an das Recht, Kinder zu bekommen. Tausende von Frauen beklagen in der Schwangerschaftsberatung, dass es der Mann ist, der „das Kind nicht möchte“.
Labels: Familie, Frau, Glaube, Gleichberechtigung, Kinder, Kirche
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