Zeichen und Zeugnis
Samstag, Januar 28, 2006
Die Kirche liebt den Menschen, auch den Verfolger
Dass sie liebt, oder wie der Papst sagt, lieben "muss", das klingt geradezu unerhört. Erklären kann man das zum einen damit, dass die Kirche schon seit geraumer Zeit zulässt, dass die "Anderen", die Ungläubigen, ja sogar ihre Gegner den Menschen und der Welt erklären, was eigentlich Kirche ist. Siehe "Der Spiegel" oder Dan Browns "The Da Vinci Code". Wenn die Nachfahren einer antiklerikalen Aufklärung über zwei Jahrhunderte lang verkünden dürfen, dass die Kirche ein finsterer Hort des Widerstands gegen Fortschritt, Freiheit und Vernunft ist, dann hat das schon seine Wirkung.
Zum anderen ist die Beurteilung der Kirche nach rein weltlichen Maßstäben tief in diese selbst eingedrungen. Siehe Heiner Geißler oder Drewermann. Und wenn man manchmal den einen oder anderen Theologen hört - oder hören muss, wie den Hans Küng, den Medien so lieben und verehren - , dann beschleicht einen der Verdacht, dass auch diese Experten meinen, die Kirche sei im Grunde eine Moralanstalt.
Um diesen Unfug gleich von Anfang an wegzuwischen, beginnt Papst Benedikt seine Enzyklika mit folgendem Satz: "Am Anfang des Christseins steht nicht ein ethischer Beschluss oder eine große Idee, sondern die Begegnung mit einem Ereignis, mit einer Person, die unserem Leben einen neuen Horizont und damit seine entscheidende Richtung gibt." (cf. DT28-01-06) Laden Sie die Enzyklika des Heiligen Vaters in pdf Format herunter.
Labels: Glaube, Kirche, Verfolgung
Sonntag, Januar 22, 2006
Die Kriminalität im Vatikan
Wie Generalstaatsanwalt des Vatikans, Nicola Picardi, zu Eröffnung des Justizjahres in diesem Monat mitteilte, waren vatikanische Gerichte im Vorjahr mit insgesamt 472 Strafverfahren befasst.Dies sind fast soviel Strafverfahren, wie der Vatikan Bewohner hat. Doch dürfte kaum einer der 492 Vatikanbürger selbst in einen dieser Prozesse verwickelt sein. Die registrierten Verbrechen und Vergehen würden vielmehr von den rund 20 Millionen Besuchern begangen, die jährlich Petersdom, -platz und Vatikanische Museen besichtigten, führte der Chefankläger aus. Meist handle es sich um Handtaschendiebstähle oder andere Formen von Kleinkriminalität.
Picardi hatte jedoch auch Positives zu berichten:
So sei während des Tods von Papst Johannes Paul II., in der Woche vom 2. bis zum 8. April, als sich bis zu 3 Millionen Pilger auf den Weg nach Rom machten, im Kleinstaat kein einziges Verbrechen gemeldet worden. Dies wäre ein "außergewöhnliches Phänomen", da mit einem höheren Besucheraufkommen normalerweise auch die Kriminalität steige.
Das Wort "Wunder" nahm des Papstes Staatsanwalt in diesem Zusammenhang allerdings nicht in den Mund. Für solche Deutungen ist im wohlgeordneten Kirchenstaat ein anderes Gremium zuständig.
Donnerstag, Januar 19, 2006
Der deutsche Bundespräsident: ein Plädoyer für die Zukunft
Ohne Kinder keine Zukunft „Jedes Kind ist ein Geschenk - für mich und für viele Menschen ein Geschenk Gottes“, bemerkte der Bundespräsident. Er wolle „über das Glück sprechen, das jeder einzelne neue Erdenbürger seinen Mitmenschen bringen kann“. Kinder seien „eigentlich selbstverständlich. Ohne sie haben wir, hat unser Land keine Zukunft.“
Köhler hielt auch ein bemerkenswertes Plädoyer für die Familie. In ihr werde „das Fundament gelegt für unser aller Zusammenleben. Familie ist und bleibt für mich die Keimzelle der Gesellschaft. In lebendigen Familien wird geübt, was für den Zusammenhalt der Gesellschaft insgesamt wichtig ist: Fürsorge, Zuwendung, Verantwortung für andere, die Fähigkeit, verlässlich zu sein, Bindungen einzugehen und zu pflegen.“ (mehr)
Samstag, Januar 07, 2006
Geistliche Berufe?

Wer verstärkt um geistliche Berufe betet, hat bereits den ersten Schritt in die richtige Richtung getan. Auch setzt sich mehr und mehr die Erkenntnis durch, dass es keinen Sinn hat, die Latte für potenzielle Bewerber möglichst tief zu hängen. Von Statistiken allein geht keine missionarische Kraft aus.
Unverändert aktuell ist die Beobachtung von Ildefons Herwegen OSB, Abt von Maria Laach (1913 - 1946): Obwohl er nicht über Mangel an Bewerbern klagen konnte, äußerte er 1924: "Wer - wie ich - aus langer Erfahrung weiß, was zu einem guten Klosterberuf erforderlich ist und wie verhältnismäßig wenige diese Anforderungen erfüllen, der kann sich nicht vorstellen, wie die jetzt zahlreich auftretenden klösterlichen Gemeinschaften alle mit guten Berufen angefüllt sein sollen. In dem so genannten monastischen Frühling sehe ich eine ernste Gefahr für die Kirche Deutschlands."
Frohe Weihnachten, Ihr Atheisten
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Die Verfolgung in China geht weiter: Bischo 15 Jah...
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Einen Gott, den man braucht, braucht man nicht.
Was feiert die Kirche im Advent? Gedanken von P. M...
Sie konnten den Zwilling nicht umbringen. Er war z...
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