Zeichen und Zeugnis
Mittwoch, März 29, 2006
Papa?
Ein vierjähriger Junge wurde zu Tode geprügelt, weil er sich weigerte, die Freundin seiner lesbischen Mutter „Papa“ zu nennen. Über diesen Fall, der gerade vor Gericht gekommen ist, berichtet die südafrikanische Zeitung „The Star“.
Am Mittwoch befand Richterin Rita Willemse die beiden Frauen Engeline de Nysschen (33) und die Mutter des Jungen Hanelie Botha (31) für schuldig. Während Nysschen das Kind verprügelte, schritt Botha nicht ein. Sie log, um ihre Lebensgefährtin in Schutz zu nehmen, lautete das Urteil.
Sonntag, März 26, 2006
Gorillaschrei des Glaubens

Die Olympischen Spiele haben es uns erneut gelehrt. Heute kann ein Sportler nicht mehr siegen, wenn er vor dem entscheidenden Kraftakt nicht einige Grimassen reißt und anschließend aus dem tiefsten Grund seiner Seele einen Urschrei herauspresst. Nur so vermag der Sieger offenbar seine äußersten Leibeskräfte zu entfesseln und die notwendige Muskelspannung zu erreichen.
Es ist schon lange ein offenes Geheimnis, dass die Welt heute genau von jenen Mitteln zum Erfolg geführt wird, welche die Kirche in der Vergangenheit hinter sich gelassen hat. Der genannte Gorillaschrei der Olympiasieger ist dafür ein Beispiel.
Wir brauchen nicht lange in den Psalmen oder Evangelien zu wühlen, um der Urausgabe dieses Gorillaschreis zu begegnen. In der Bibel wird auf Schritt und Tritt ins Angesicht Gottes und hinter seinen eingeborenen Sohn her geschrieen, gerufen und gebrüllt. Besonders berühmt ist die Stelle in Psalm 130: „Aus der Tiefe rufe ich, Herr, zu dir. Herr, höre meine Stimme!“
Solche Formulierungen werden heute beim üblichen Überlesen oder Überhören der Heiligen Schrift fast automatisch ausgeblendet: „So sagt die Bibel das halt eben, semitische Übertreibungen, altorientalische Gefühlsausbrüche, nichts für vernünftige moderne Leute.“ Diese schreien vielleicht noch bei Fußballspielen, an der Börse oder unter Alkoholeinfluss.
Ein dünn gewordener Glaube schlägt heute den genau entgegengesetzten Weg ein. Er schreit nicht mehr wie ein Olympiasieger, sondern hat sich zu einer eher als peinlich empfundenen Privatsache gewandelt, die jeder besser schweigend für sich behält. Private Dinge brüllt man nicht durch die Gassen.
Darum werden dem zeitgemässen Glauben gerne so zweifelhafte Eigenschaftswörter wie „privat“, „intim“, „persönlich“, „individuell“ angehängt. In der sterilen Quarantäne dieses weltabgeschiedenen Privatgrundstücks hat der Glaube nicht mehr viel zu berichten und braucht seine Stimme nicht zu erheben. Folgerichtig verstummt er.
Wenn jemand in unserer kleinlauten Glaubenswelt trotzdem noch schreit, ist das ein sicherer Beweis dafür, dass bei ihm die Beruhigungsmittel nicht richtig eingestellt sind. Brüllen ist sozial auffällig und darum verdächtig. Es widerspricht auch dem obligatorischen Heilsoptimismus. Da wir seit neuestem alle in den Himmel kommen, gibt es ja überhaupt keinen Grund mehr, sich aufzuregen und die Stimme vor Gott zu erheben.
Anlass zum Schreien hat man vielleicht noch bei irdischen Dingen, um deren Ausgang man bangen muss. Doch wer will in unserer heilsbewußten Zeit noch zum Himmel schreien, als ob er vorkonziliär an seiner Erlösung zweifeln würde? Wo alles unter Kontrolle ist, wird nicht geschrieen.
Doch das Ergebnis dieses neuen Christentums, das seiner Stimme beraubt wurde, ist ein trauriges. Der Glaube verkümmert zu einer stummen Idee und zu einer Größe, die schon im Vorfeld des Lebens aus der Welt geschafft und deshalb lebensfremd wird. Der Glaube, der zu schreien aufgehört hat, verfällt in ein dumpfes Schweigen und in eine noch dumpfere Vergessenheit. Eine solche dumme und stumme Wortlosigkeit ist kein Zeichen einer besonderen Gottesverbundenheit, sondern das Symptom jenes, der zum Schweigen gebracht wurde.
Der Ausweg: Wir müssen die angebrochene Fastenzeit für ein geistliches Stimmentraining verwenden und uns in den nächsten Wochen darin üben, zum Himmel zu heulen. Denn beim wahren Gläubigen, der seine Stimme noch besitzt, ist es wie beim Olympiasieger: Er schreit mit der Überzeugung und Gewissheit eines Hochleistungssportlers Richtung Sieg.
Der Christ praktiziert den Gorillaschrei des Glaubens aus zwei Gründen: Erstens, weil er im Angesicht des Riesenkampfes um die Heiligkeit und der unfehlbaren Gewissheit seiner Schwäche die Hosen voll hat. Und zweitens, weil er den Siegesschrei trotz der hoffnungslosen Ausgangslage aber wegen der unfehlbaren Gewissheit des Glaubens nicht unterdrücken kann.
Wer nur aus dem ersten Grund schreit, kann sich die Schlacht sparen, weil er in seinem passiven, vollgemachten Pessimismus sowieso schon verloren hat. Wer nur aus dem zweiten Grund schreit, ist ein billiger Jakob, der den Fisch verkauft, bevor er sich den Hosenboden nass gemacht hat.
Die Fastenzeit ist die große Gelegenheit für den von der Not seines Lebens unterdrückten und von den Beschwichtigungen der Welt betäubten Katholiken seinen Urschrei wieder zu finden.
Mögen darum die bevorstehenden Bußtage zu einer fruchtbaren Zeit des Wehklagens und des zum Himmel Heulens werden. ( Don Reto Nay Amici News)
Die „Amici News“ erscheinen monatlich per E-mail und können gratis bei Amici di Dio bestellt werden.
Samstag, März 25, 2006
Deutschland, ein Asyl für alte Leute?

Durchschnittlich nur noch 1,36 Kinder bringe jede Frau in Deutschland derzeit zur Welt, heißt es in einer neuen Studie des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung. Berechnet auf 1000 Einwohner liegt in Deutschland die Zahl der Neugeborenen – verglichen mit den USA, Spanien, Südkorea und Polen – auf dem letzten Platz.
Institutssprecher Hans Fleisch dazu: „Die negative demographische Entwicklung Deutschlands nimmt an Geschwindigkeit noch zu.“ In den vergangenen zwei Jahren habe der negative Trend endgültig eingesetzt, geht aus der Studie hervor. Die ohnehin schon niedrige Geburtenrate sei weiter gesunken.
Die neuen Länder werden nach den Erwartungen des Instituts vom Bevölkerungsrückgang besonders betroffen sein. Hier gebe es die verstärkte Tendenz, dass junge und gut ausgebildete Frauen in den Westen abwanderten, sagte Klingholz. Zurück blieben arbeitslose und schlecht qualifizierte Männer, die als Familiengründer weitgehend ausfielen.
Spätestens im Jahr 2015 werde der Osten den „zweiten demographischen Wendeschock“ erleben, weil dann eine wegen des Geburtenrückgangs nach 1990 halb ausgefallene Generation als Eltern fehlen werde. Nach der Wiedervereinigung war die Geburtenrate in den neuen Ländern auf durchschnittlich 0,77 Kinder pro Frau zurückgegangen. „Das war weltweit die niedrigste Geburtenrate mit Ausnahme des Vatikan“, sagte Klingholz.
Donnerstag, März 23, 2006
Jene zum Schweigen bringen, die keine Stimme haben
Benedikt XVI während der Audienz für die ständigen Beobachter des Heiligen Stuhls bei internationalen Regierungsorganisationen: „Beziehungen zwischen Staaten und innerhalb eines Staates sind insoweit gerecht, als sie die Wahrheit respektieren ... Wird die Wahrheit aber verletzt, so ist der Frieden bedroht und die Ordnung des Gesetzes gefährdet.“ Als logische Konsequenz komme dann Ungerechtigkeit auf.
„Diese Ungerechtigkeiten können viele Gesichter haben. Zum Beispiel das Gesicht von Desinteresse und Unordnung, die sogar so weit gehen können, dass die Struktur der Keimzelle der Gesellschaft zerstört wird, die Familie. Oder vielleicht das Gesicht der Arroganz, die zu Missbrauch führen kann, indem sie jene zum Schweigen bringt, die keine Stimme haben oder sich nicht verständlich machen können, wie es bei der schwerwiegendsten Ungerechtigkeit der heutigen Zeit der Fall ist, nämlich wenn man beginnendes menschliches Leben zerstört“.
Labels: Abtreibung, Frauen, Glaube, Kirche, Religion, Verfolgung
Sonntag, März 19, 2006
Deutsche Bundesfamilienministerin: Mit Kindern beten

Die deutsche Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen hat in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (FAS) Eltern aufgerufen, mit Kindern zu beten. Von der Leyen betonte, dass solche Rituale hilfreich sind und zur Festigung der eigenen Identität dienen, und meinte wörtlich: „So selbstverständlich, wie wir den Kindern die Muttersprache mitgeben, müssen wir ihnen Religion mitgeben.“ Ursula von der Leyen ist Mitglied der CDU (kath.net)
Freitag, März 17, 2006
Deutschland, trauriger Weltmeister
Deutschland leidet unter einer doppelten Kinderarmut: es gibt zu wenige Kinder, und diese wenigen Kinder sind zu arm. Jürgen Borchert, Familienrichter am Hessischen Landessozialgericht und Berater des Deutschen Bundestags, spart auch bei Vorträgen in Graz und Wien nicht mit Kritik an der deutschen Familien- und Steuerpolitik. Und er kann seine Vorwürfe gut belegen: Binnen eines Jahrzehnts - von 1965 bis 1975 - fiel die Geburtenrate in Deutschland von 2,4 auf 1,35 Kinder pro Frau. Dramatisch ist der Blick auf die aktuelle Situation: Wurden 1965 noch 1,325 Millionen Kinder geboren, waren es im Jahr 2005 einer aktuellen Prognose zufolge nur noch 676 000. Bei den 1965 Geborenen liegt der Anteil der lebenslang Kinderlosen bei dreißig Prozent - ein trauriger Weltrekord.
Die Konsequenzen sind: Deutschland ist das am schnellsten alternde Land der Welt. Nur wegen der vergleichsweise hohen Immigration steht Deutschland im Ältestenvergleich der Nationen noch nicht auf Platz Eins, sondern auf Platz Zwei. (mehr)
Donnerstag, März 16, 2006
20 Jahre im Gefängnis

Ich bin der Priester Petrus Han. Ich bin 86 Jahre alt und wurde 1946 zum Priester geweiht. 1949 bin ich bei der Machtübernahme der Kommunisten nach Hongkong gegangen. Mein Bischof hat mich zurückgeschickt, denn er hat gemeint, in China braucht es Menschen, die sich für die Herde verantwortlich fühlen. Ich ging zurück, aber die Kirche hatte damals kein Geld. Das Bankkonto der Diözese war gesperrt. Es hieß, ich sollte arbeiten gehen.
Ich habe Medizin studiert und eine kleine Praxis gehabt, und so konnte ich mich über Wasser halten. Als die Kommunisten übernommen hatten, warfen sie mir vor, ich habe in Hongkong eine von den USA geförderte spezielle Ausbildung erhalten, um als Spitzel der Gegner Operationen zu unternehmen. Ich wurde nach China zurück gebracht und in Einzelhaft gehalten. Man warf mir, konterrevolutionär gewesen zu sein.
In der Haft wurde ich schikaniert. Vor allem das Essen war sehr schlecht. Wir bekamen einen klebrigen Brei mit etwas Kohl zu essen. Es war sehr schlecht, wir konnten uns kaum über Wasser halten. Wir waren über zehn Leute in eine enge Zelle hineingepfercht. Manchmal erlaubte man uns einen Rundgang außerhalb der Zellen. Ich habe im Gefängnis viel gebetet, aber ganz verborgen. Ich habe nichts zu sagen gewagt, geschweige denn, den Glauben zu verbreiten.
Im selben Gefängnis war auch eine über 50-jährige Frau, eine eifrige Katholikin, die ständig laut den Rosenkranz gebetet hat. Sie hat ständig über den Glauben geredet. Man hat ihr den Mund zugestopft und sie in einen Eisenkäfig hineingestellt, tagelang schikaniert und nach ein paar Tagen sie erschossen. Nach acht Jahren im Gefängnis fielen mir die Haare aus, der Körper schwoll an wegen der schlechten Nahrung und der üblen Zustände.
In dieser Situation sagte ich: „Wenn ich schuldig bin, dann erschießt mich.“ In den acht Jahren gab es nämlich ständig Verhöre, aber keine Verurteilung. Daraufhin bekam ich eine offizielle Verurteilung wegen Konterrevolution mit einer Haftstrafe von 20 Jahren. Von der Einzelhaft wurde ich in ein Arbeitslager geschickt, in eine Grube. Ich hatte keine Erfahrung und war sehr geschwächt. Der Wärter dort schimpfte und schlug mich.
Im Bergwerk musste ich intensiv arbeiten und sollte umerzogen werden. Jeden Tag machte ich politische Indoktrination mit. Das hat an mir sehr gezehrt. 1978 war die Kulturrevolution schon vorbei, da wurde es etwas besser. Die ganze Haltung der Kader hat sich geändert – von Feindseligkeit zu Mitleid und zu Respekt. Ich habe mich nicht gewehrt oder protestiert. Da wurde die Lage besser für mich. Im Lager wurde bald bekannt, dass er medizinische Kenntnisse hatte. Er musste lateinische Ausdrücke erklären.
Am Schluss wurde ich rehabilitiert und musste die 20 Jahre nicht voll absitzen. Vier Monate wurden mir geschenkt. Nach 19 Jahren konnte ich wieder in die kirchliche Arbeit zurückkehren. Jetzt sage ich, dass ich mittlerweile für die Jahre der Unfreiheit sehr dankbar bin. Sie haben mir einen Sinn dafür geschenkt, wie kostbar mein Leben als Priester und mein Dienst ist, den ich jetzt mehr als zuvor schätze. Ich möchte den Organisatoren danken, dass sie mich eingeladen haben.
Labels: Glaube, Kirche, Verfolgung
Mittwoch, März 15, 2006
100-prozentig wirksam

„Ich bin immer ein bisschen irritiert, wenn ich die Kritik an der Enthaltsamkeit höre, denn Enthaltsamkeit ist absolut 100-prozentig wirksam in der Bekämpfung von sexuell übertragbaren Krankheiten.“ Das sagte die Frau von George W. Bush Laura Bush, die zur Amtseinführung der ersten gewählten Präsidentin Liberias, Ellen Johnson-Sirleaf, nach Afrika gereist ist.
„In einem Land oder einem Teil der Welt, wo einer von drei Menschen an einer sexuell übertragbaren tödlichen Krankheit leidet, muss man über Enthaltsamkeit sprechen“, sagte die First Lady. „In vielen Ländern, in denen die Mädchen sich verpflichtet fühlen, den Wünschen der Männer nachzukommen, sollen sie wissen, dass es die Möglichkeit der Enthaltsamkeit gibt.“ Das habe nichts mit einem „christlichen Moralismus“ zu tun, betonte sie. (Monrovia - www.kath.net / LifeSiteNews)
Dienstag, März 14, 2006
Auch wer gesund stirbt, ist definitiv tot

Wir leben im Zeitalter der real existierenden Gesundheitsreligion: Halbgötter in Weiß, Wallfahrten zum Spezialisten, Krankenhäuser als die Kathedralen unserer Zeit,
...die religiöse Ursehnsucht der Menschen nach ewigem Leben und ewiger Glückseligkeit richtet sich heute unbewusst, aber um so machtvoller an die Medizin und die Psychotherapie.
... dabei ist das Gesundheitswesen mit derlei Begehrlichkeiten völlig überfordert, zumal niemand genau weiss was Gesundheit eigentlich genau sei. Gesundheit ist zu einer Art „Ersatzreligion“ geworden. Keine Geburtstagsansprache kommt ohne die Bemerkung aus, dass die Gesundheit doch „das höchste Gut“ ist.
... Ein ewiges Leben auf Krankenschein gibt es nicht.
Die heutige Gesundheitsreligion ist eine gigantische Anleitung zum Unglücklichsein. Um den Tod zu vermeiden hetzen Menschen von Arzt zu Arzt, quälten sich bei Stadtmarathons oder eßen unschmackhafte Sättigungsbeilagen – kurzum, Menschen nehmen sich das Leben, nämlich unwiederholbare Lebenszeit.
Es gibt Menschen, die von morgens bis abends nur noch vorbeugend leben, um dann gesund zu sterben. Doch auch wer gesund stirbt, ist definitiv tot. Nur dadurch dass wir sterben wird jeder Moment unseres Lebens unwiederholbar wichtig und kostbar
Die unvermeidlichen Grenzsituationen annehmen, das ist wahre Lebenskunst (Psychotherapeut und Theologe Manfred Lütz, Akademietag der Pallottinerin Vallendar)
Dienstag, März 07, 2006
Wenigstens 46 Millionen Morde jährlich
Viele Kinder müssten heutzutage mit einer Verteidigungswaffe schon vor der Geburt ausgestattet werden. Der lebensgefährlichste Ort auf der Welt ist zur Zeit im Leib der Mutter zu finden.In der Regel werden Frauen nicht über die psychischen und physischen Folgen nach einer Abtreibung aufgeklärt. Internationale Untersuchungen, wie gerade an der Universität Oslo und in Australien veröffentlicht, belegen den engen Zusammenhang zwischen psychischen Erkrankungen – wie posttraumatischen Störungen – und Abtreibungen.
Fast jede zweite Frau unter 25 entwickelt nach einer vorgeburtlichen Kindstötung schwere Depressionen. Ebenso können bleibende gesundheitliche Folgen auftreten, wie höhere Quoten bei Entzündungen und Fehlgeburten oder Sterilität (bei ca. vier Prozent). Allein diese negativen medizinischen Konsequenzen, unter denen Millionen Frauen leiden, müssten Anlass genug sein, Abtreibungen nicht als positives Frauenrecht zu deklarieren und einzufordern.
„Der weltweit häufigste medizinische Eingriff, den Frauen über sich ergehen lassen, ist leider eine Abtreibung“, berichtete die Bundesvorsitzende der Christdemokraten für das Leben (CDL), Mechthild Löhr, in Münster anlässlich des Weltfrauentages am 8. März. Aktuelle Berechnungen der UN-Organisation gehen von 46 Millionen Abtreibungen jährlich aus. (kath.net)
Und da machen sie Gesetze, um das Rauchen in der Öffentlichkeit zu verbieten. Es ist gesundheitsschädlich.
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Montag, März 06, 2006
Die Mutter vergibt dem Mörder ihres Sohnes

Die Mutter des in der Türkei ermordeten Priesters P. Andrea Santoro hat dem Mörder ihres Sohnes vergeben. „Mit ihrem ganzem Herzen vergibt die Mutter von Pater Andrea der Person, die sich selbst bewaffnete, um ihren Sohn umzubringen, und sie fühlt großen Schmerz für ihn, weil er auch ein Sohn des einen Gottes ist, der die Liebe ist“, sagte Kardinal Camillo Ruini, Generalvikar der Diözese Rom, bei der Beerdigung Santoros. Er kündigte an, die Seligsprechung für Pater Santoro einzuleiten.
Der 60-Jährige wurde am 5. Februar erschossen als er in seiner Kirche „Santa Maria“ in Trabzon am Schwarzen Meer kniete und betete. Sein Mörder war der 16-jährige Oberschüler Ouzhan Akdin. Als zwei Patronen aus einer neun Millimeter-Pistole in den Rücken des Paters trafen, schrie er „Allahu akbar”, „Allah ist groß“.
Der Vater des Mörders, Hikmet Akdin (58). Gegenüber der italienischen Tageszeitung „Corriere della Sera“ sagte er: „Seit ich jene Worte gehört habe, habe ich einen Wunsch in meinem Herzen. Ich will genug Geld sparen, um nach Italien zu fahren und als Zeichen der Dankbarkeit die Hände dieser Frau zu küssen. Bitte sagen Sie ihr, wie sehr ich ihre Güte schätze, die mich berührt hat. Ich will sie umarmen. Sie ist eine mutige Frau, und ich bin sicher, sie ist eine großartige Mutter.“
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Freitag, März 03, 2006
Zeit des geistlichen Kampfes

Die Fastenzeit ist vor allem eine Zeit des „Kampfs“ gegen das Böse. Das sagte Papst Benedikt XVI. in seiner Predigt am Aschermittwoch. Er begann die Fastenzeit mit einer Bußprozession und einer Messfeier in der römischen Basilika Santa Sabina auf dem Aventin.
„Der Christ muss jeden Tag, besonders aber in der Fastenzeit, einen Kampf kämpfen“, erklärte Benedikt XVI. „Es handelt sich um einen geistlichen Kampf, der sich gegen die Sünde und im Letzten gegen Satan richtet.“ Es sei ein „Kampf, der die ganze Person fordert und eine aufmerksame und ständige Wachsamkeit verlangt“.
Der heilige Augustinus habe einmal gesagt: Wer in der Liebe Gottes und in seinem Erbarmen wandeln will, darf sich nicht damit zufrieden geben, sich von schweren und tödlichen Sünden zu befreien. Er muss die Wahrheit tun, indem er auch die weniger großen Sünden bekennt und wahrhaft würdige Taten tut, denn auch die weniger großen Sünden führen – wenn man sie übergeht – den Tod herbei.
„Die Fastenzeit erinnert uns daran, dass die christliche Existenz ein unablässiger Kampf ist, in dem die ,Waffen’ des Gebetes, des Fastens und der Buße gebraucht werden“, betonte Benedikt XVI. „Gegen das Böse zu kämpfen, gegen jede Form des Egoismus und des Hasses, und sich selbst zu sterben, um in Gott zu leben, das ist der asketische Weg, den jeder Jünger Jesu in Demut und Geduld, Großmut und Ausdauer zu gehen berufen ist.“
Diese innere Haltung zeige, „wie die christliche Antwort auf die Gewalt aussehen muss, die heute den Frieden in der Welt bedroht“, nämlich: „Sicherlich nicht die Rache, sicher nicht der Hass und auch nicht die Flucht in einen falschen Spiritualismus. Die Antwort dessen, der Christus folgt, ist vielmehr jene, dem Weg dessen zu folgen, der sich – angesichts der Übel seiner Zeit und aller Zeiten – ohne Zögern zum Kreuz bekannt hat und den längeren, aber auch wirksameren Weg der Liebe gegangen ist. Auf seinen Spuren und mit ihm verbunden müssen wir alle uns einsetzen, um dem Bösen mit dem Guten entgegenzutreten, der Lüge mit der Wahrheit, dem Hass mit der Liebe.“
Die berühmte Rede von Benedikt XVI in Würzburg
Atheisten verplempern kostbare Zeit für irrational...
Sie schaufeln das Grab der Menschheit und verbreit...
Wider die "oben ohne"-Theologie
Unsere Liebe Frau von Guadalupe
"Bei allem Bemühen um die Liturgie muss der Blick ...
Wir sind viel schlimmer als Herodes: 1 ,202,000 Ab...
Der Krebs ist für mich wie mein 'kleiner Engel'
Frohe Weihnachten, Ihr Atheisten
Die dringende Aufgabe der Kirche in Europa: Wieder...

