Zeichen und Zeugnis
Freitag, Juni 30, 2006
 
Vollkommener Ablass auch für Sie

Papst Benedikt XVI. gewährt den Teilnehmern des V. Weltfamilientreffens in Spanien einen vollkommenen Ablass. Das gab der Vatikan bekannt. Eine entsprechende Verordnung wurde vom Apostolischen Großpönitentiar Kardinal James Stafford veröffentlicht.

Das Weltfamilientreffen findet vom 1. bis 9. Juli in Valencia statt. Am 8. Juli wird Benedikt XVI. zum Treffen dazu stoßen; am 9. Juli feiert er den großen Abschlussgottesdienst mit den Teilnehmern. Der vollkommene Ablass wird unter den üblichen Bedingungen gewährt: sakramentale Beichte, Eucharistie-Empfang, Gebet für die Anliegen des Papstes.

Eigens betont wird, dass auch jene Gläubigen den Ablass erlangen können, die „nicht in der Lage sind, an diesem Ereignis teilzunehmen“. Sie sollen den Teilnehmern des Treffens „geistig und in Gedanken verbunden sein und mit ihren Familien das Vaterunser, das Glaubensbekenntnis und andere Gebete sprechen“, heißt es in der Verordnung.

Könnten Sie den Ablass zufriedenstellend erklären?

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Donnerstag, Juni 29, 2006
 
Donum vitae(Geschenk des Lebens) müsste donum mortis (Geschenk des Todes) heissen





Bitte, bitte, Mami, bring mich nicht um!





Kirchliche Angestellte dürfen nach einer Entscheidung der deutschen Bischöfe nicht bei der Schwangerenhilfsorganisation Donum vitae mitarbeiten. In einer der Redaktion vorliegenden Erklärung der Bischöfe heißt es, bei Donum vitae handele es sich um eine Vereinigung außerhalb der katholischen Kirche. Wörtlich heißt es in den Dokument: "Die Beratungsstellen von Donum vitae sind weder von der Deutschen Bischofskonferenz noch von einzelnen deutschen Bischöfen anerkannt."

Auch der Austausch von Personal oder der Wechsel von Dienstverhältnissen ist dem Schreiben zufolge untersagt. Mit dem Deutschen Caritasverband und dem Sozialdienst katholischer Frauen seien keine institutionellen und personellen Kooperationen möglich. Auch sollen vom Deutschen Caritas-Verband und vom Sozialdienst katholischer Frauen getragenen Schwangerenberatungsstellen und Beratungsstellen von Donum vitae nicht im selben Gebäude untergebracht werden.

Die Entscheidung wurde dem Vernehmen nach vom Ständigen Rat der Bischofskonferenz getroffen. Die Bischöfe ersuchen zudem alle Katholiken, die in kirchlichen Räten und Gremien sowie Verbänden und Organisationen mitarbeiten, "zum Zwecke der größeren Klarheit des kirchlichen Zeugnisses auf eine leitende Mitarbeit in Donum vitae zu verzichten". So könnten die Unterschiede zwischen Donum vitae und Positionen der Kirche besser zur Geltung gebracht werden.

Donum vitae ist an 180 Stellen im Bundesgebiet vertreten. Papst Johannes Paul II. und der damalige Präfekt der Glaubenskongregation, Joseph Kardinal Ratzinger, hatten den Weg von Donum vitae unmissverständlich abgelehnt: Die Mitarbeiter geben nach Schwangerschaftskonfliktberatungen einen Schein aus, der nach deutschem Recht den Zugang zu einer straflosen Abtreibung eröffnet.

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Mittwoch, Juni 28, 2006
 
Fussball von unten - Volksbegehren

Gerüchteweise soll es künftig keine reinen Männermannschaften mehr geben. Bis zur völligen Gleichberechtigung müsse eine Frauenquote für schrittweise Emanzipation sorgen, heißt es....

Dogmen, die die Menschen noch nie verstanden haben, wie etwa Abseitsregeln, müssen verschwinden. Einig sind sich die Initiatoren der "Reformvision" über die Abschaffung der gelben und roten Karten. Der Schiedsrichter, der künftig nicht mehr in Schwarz gewandet ist, sondern einen farbenfrohen "Dalai Lama"-Dress bekommt, solle eine "Frohbotschaft statt Drohbotschaft" verkünden, heißt es.

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Sonntag, Juni 25, 2006
 
Evangelist wurde blutig geschlagen
Zwei Männer und drei Frauen wurden am 18. Juni bei einem Treffen in einem Privathaus im selben Dorf festgenommen. Polizeichef Nguyen Manh Hoe schlug im Polizeirevier persönlich auf die Männer ein. Sie sollten schriftlich erklären, daß sie sich nicht mehr privat treffen. Der Evangelist Nguyen Trung Ton wurde am Abend mit blutverschmierter Kleidung entlassen.

Die Bibelgruppe war 1999 gegründet worden. Bis April dieses Jahres konnten sich die Mitglieder ungestört treffen. Seit November 2004 wurden die Treffen aber offenbar von der Polizei überwacht. Damals war eine neue Verordnung über Glauben und Religion in Kraft getreten. Seit kurzem werden die Versammlungen gestört und aufgelöst und Teilnehmer in Polizeigewahrsam genommen. Der Gruppe wurde verboten, Ostern zusammen zu feiern. Sie beantragte darauf, daß ihre Aktivitäten nach den gesetzlichen Vorschriften anerkannt werden. Dies wurde aber abgelehnt.

Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) in Frankfurt am Main appellierte an Vietnam, die Religionsfreiheit zu achten. Die EU-Vertretung in Hanoi solle sich dafür einsetzen, daß die Christenverfolgung in Vietnam aufhöre.

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Samstag, Juni 24, 2006
 
Kirche und persönliche Beziehung zu Gott
Heribert Mühlen ist heimgegangen.

Mühlens großes Anliegen wurde es, dass Theologie nicht im akademischen Lehrgebäude eingesperrt bleibt, sondern in die Pastoral hinein eine dynamische Kraft entwickelt, zu einer neuen gläubigen Praxis führt. Ihre Mitte ist nach Mühlen „eine bundesgemäße Verpersönlichung der Beziehung zu Gott“. Diese geschieht in Freiheit, denn nicht moralische Appelle und Forderungen stehen im Mittelpunkt kirchlichen Handelns, sondern ihr Auftrag ist es, die Sehnsucht der Menschen nach Gott wach zu halten.

Aus Mühlens Anstoß erwuchsen die Reform- und Segnungsgottesdienste, 1994 erstmals im Paderborner Dom gefeiert, 1995 und 2000 wiederholt, auch in den Diözesen Osnabrück, Münster und Salzburg aufgegriffen, gehört diese Liturgie der Neuevangelisierung in den Regionen und Dekanaten des Erzbistums Paderborn ebenso wie auf Katholiken- und Kirchentagen zum festen Bestandteil des pastoralen Programms.

In seinem Werk „Kirche wächst von innen“ hat Mühlen seinen theologisch-pastoralen Weg reflektiert. Die Kirche könne nicht mehr auf gesellschaftliche religiöse Sozialisationsprozesse bauen, sondern müsse die Einzelnen persönlich ansprechen und zum Bund mit Gott hinführen.

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Mittwoch, Juni 21, 2006
 
Fussball in der Kirche...

In der Wiener Kapuzinerkirche wird am 9. Juni im Rahmen der "Langen Nacht der Kirchen" der Erzdiözese Wien die zweite Halbzeit des Eröffnungsspiels der Fußball-WM gezeigt. Dies berichtet "news.stjosef". In der offiziellen Ankündigung der Website der Veranstalter heißt es, dass man in der Kapuzinerkirche am Neuen Markt in Wien von 19 Uhr bis 19.45 die zweite Halbzeit des Eröffnungsspiels der Fußball-WM auf der großen Leinwand mitverfolgen könne. Die Veranstalter meinen in der Rechtefertigung dazu: "Auch das Profane hat seinen Platz im sakralen Raum."

Der Wiener Bischofsvikar Karl Rühringer hat am Mittwoch in einer Aussendung der Erzdiözese Wien die Übertragung des Eröffnungsspiel der Fußball-Weltmeisterschaft in Wiener Kirchen verteidigt und das ganze als positiv bewertet. Sport spiele im Leben vieler Menschen eine große Rolle, das gelte es, auch ernst zu nehmen. "Es werden auch Messen in großen Stadien gefeiert, warum soll dann nicht auch einmal ein Fußballspiel aus einem Stadion in einer Kirche übertragen werden?", so Rühringer wörtlich. (Komisch)

Bietet man auch ein Bier an? Singen die Fans die nicht so sauberen Songs?

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Dienstag, Juni 20, 2006
 
"Bäche von Tränen": Vor 375 Jahren erschien die "Cautio Criminalis"
Zwei Jahre schrieb Friedrich von Spee SJ (1591-1635) an seiner 400 Seiten starken Flammenschrift gegen den Hexenwahn, bis sie im Mai 1631 unter dem Titel "Cautio Criminalis" erschien. Durch "Bäche von Tränen" sei sie entstanden: Tränen, die ihm die seelsorgerliche Konfrontation mit den vielen unschuldigen Opfern des Hexenwahns über Jahre abgepreßt hatte. "Die Nächstenliebe verzehrt mich und brennt wie Feuer in meinem Herzen; sie treibt mich an, mich mit vollem Eifer dafür ins Mittel zu legen." Der protestantische Biograph Walter Nigg schreibt dazu: "Spee schrieb mit verwundetem Herzen; das heiße Feuer seiner Wahrheitsleidenschaft diktierte ihm die Sätze, weswegen die ‘Cautio Criminalis' so frisch wirkt, als wäre sie erst gestern geschrieben worden" ("Friedrich von Spee. Ein Jesuit kämpft gegen den Hexenwahn", Paderborn 21991). Wie Nigg ausführt, ging Spee mit "vier Ständen scharf ins Gericht":


Erstens die Fürsten als den Letztverantwortlichen für die schauerlichen Prozesse: "Wehe den Fürsten und zweimal wehe den Fürsten!"
Zweitens die Juristen, denen Gerüchte und fragwürdige Indizien genügten, um gegen die Opfer mit Folter vorzugehen und so das Geständnis zu erzwingen.
Drittens die Geistlichkeit, in der es zu viele Geistliche gibt, die ungeistlich gesinnt sind und Übereifer mit mangelnder Urteilsfähigkeit verbinden. Nigg hält es für erschreckend, "wie bereitwillig sie sich immer der Zeitströmung angepaßt haben" (S.66).
Viertens das Volk, denn der Hexenwahn war eine Volksbewegung. In diesem Zusammenhang schreibt Nigg: "Spee wußte um die Macht der allgemeinen, unkontrollierbaren Volksmeinung und stand ihr nicht weniger kritisch gegenüber als den Ansichten der tonangebenden Schichten. Er war unabhängig und schrieb: ‘Mir gefallen die Geister, die nicht immer alles für unzweifelhaft wahr halten, woran das gemeine Volk glaubt.'"


Auch Luther und die anderen Reformatoren glaubten an Hexen und befürworteten die Hexenverbrennung. Die Hexenverfolgung im großen Stil ging von den deutschen protestantischen Gebieten aus. Der Grund: "Die damalige protestantische Lehre, nach der der Teufel alle Gewalt über jede Kreatur habe, führte zur Entstehung einer eigenen Literatur, den sogenannten ‘Hexenpredigten'" (Ulrich Filler, "Deine Kirche ist ja wohl das Letzte!", Ulm 1997, S. 23). Der Hexenwahn griff dann auf die katholischen Gebiete über. Im katholischen Spanien allerdings schritt die Inquisition gegen die Hexenverfolgung ein und unterband sie. Auch in Rom ist nie eine Hexe verbrannt worden.


Schon vor Friedrich von Spee gab es Bekämpfer des Hexenwahns: z.B. der Calvinist Johannes Weyer, der katholische Theologieprofessor Kornelius Loos und die Jesuiten Adam Tanner und Paul Laymann. (http://www.kath-info.de)

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Dienstag, Juni 06, 2006
 
Für jeden etwas

„Die Lage ist aussichtslos, aber Gott ist allmächtig“ (P. Claret)

"Nicht die Nägel halten unseren Herrn am Kreuz fest, sondern die Liebe ist es, die ihn hält." Katharina von Siena

"Die bescheidenen Menschen wären die berufenen Politiker, wenn sie nicht so bescheiden wären." (Ernst R. Hauschka)

"Es ist keine Kunst, etwas kurz zu sagen, wenn man etwas zu sagen hat." (Georg Christoph Lichtenberg)

"Zu wissen das wir wissen was wir wissen und nicht zu wissen was wir nicht wissen ist wahres Wissen." Kopernikus

Ad Maiorem Dei Gloriam

Quoniam si reprehenderit, nos cor nostrum:
maior est Deus corde nostro, et novit omnia. (1 Joh 3,20)

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Freitag, Juni 02, 2006
 
Zwei Dinge sind unendlich



"Wer freudig mit der breiten Masse marschiert hat sich schon meine Verachtung verdient. Er wurde aus Versehen mit einem großen Gehirn ausgestattet, denn für ihn wäre Rückenmark bereits ausreichend gewesen."

"Die signifikanten Probleme, die sich uns stellen, können nicht mit dem gleichen Grad des Denkens gelöst werden, den wir hatten als wir sie kreiert haben."

"Wissenschaft ohne Religion ist lahm, Religion ohne Wissenschaft ist blind."

"Zwei Dinge sind unendlich: Das Universum und die menschliche Dummheit.....beim Universum bin ich mir allerdings nicht so sicher."

"Das wichtige ist das man nicht aufhört zu fragen. Neugierde hat ihren eigenen Existenzgrund. Man kann nicht anders als staunend über die Ewigkeit, das Leben und die wunderbare Struktur der Realität nachzudenken. Es ist mehr als genug wenn man lediglich versucht, die kleinen Mysterien des Tages zu verstehen. Verliere niemals diese heilige Neugierde." Albert Einstein

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Donnerstag, Juni 01, 2006
 
Benedikt XVI in Auschwitz

Während der Gebete von Papst Benedikt am Sonntag im Konzentrationslager Auschwitz hörte der Regen auf und ein Regenbogen zeigte sich über dem ehemaligen Lager.

"Die Menschheit hat in Auschwitz-Birkenau eine „finstere Schlucht“ durchschritten. So möchte ich gerade an dieser Stelle mit einem Gebet des Vertrauens schließen – einem Psalm Israels, der zugleich ein Gebet der Christenheit ist: „Der Herr ist mein Hirte, nichts wird mir fehlen. Er läßt mich lagern auf grünen Auen und führt mich zum Ruheplatz am Wasser. Er stillt mein Verlangen; er leitet mich auf rechten Pfaden, treu seinem Namen. Muß ich auch wandern in finsterer Schlucht, ich fürchte kein Unheil; denn du bist bei mir, dein Stock und dein Stab geben mir Zuversicht… Im Haus des Herrn darf ich wohnen für lange Zeit“ (Ps 23,1-4.6).

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