Zeichen und Zeugnis
Dienstag, August 29, 2006
 
Konsum macht nicht glücklich.
Konsum macht nicht glücklich.
Diese Meinung vertritt der Leiter der Auftragsforschung am BAT-Freizeit-Forschungsinstitut (Hamburg), Ulrich Reinhardt. Im Bundeswehrmagazin ‚Y’ (Berlin) schreibt er, Glück bestehe in einem Zustand eigener Zufriedenheit, in dem keine weiteren Bedürfnisse geweckt würden. Beispielsweise bedauere kein Urwaldbewohner einen fehlenden Internetanschluss, da ihm dieser Wunsch unbekannt sei.

In der Wohlstandsgesellschaft versuchten Konsumanbieter hingegen ununterbrochen, Wünsche zu erzeugen. Kurzweiliger Spaß und Lust würden gleichgesetzt mit Glück und Glückseligkeit. Das Verlangen, alle Wünsche verwirklichen zu müssen, berge ein Suchtpotenzial in sich, warnt Reinhardt.

Dies sei besonders in der jungen Generation festzustellen. Zwar gebe es keinen Königsweg, das eigene Glück zu finden, aber Reinhardt befürwortet eine Reduzierung der eigenen Wünsche auf ein realistisches und erreichbares Maß. Eine Ursache für das Streben nach Glück sieht Reinhardt in der Sehnsucht, die Sinnerfüllung des Lebens herauszufinden.

Für Konsumanbieter, die Glücks- und Erlebnisangebote verkaufen, sei dies eine große Herausforderung: „Sie müssten Ernst machen mit ihrem Anspruch auf eine Sinnerfüllung des Lebens, so dass Menschen wirklich glücklicher, zufriedener und sinnerfüllter leben können.“

Der Begründer der Logotherapie, der Wiener Psychiater Viktor Frankl (1905-1997), beschrieb das Glück als Nebenprodukt, „das dann entsteht, wenn wir uns an eine Sache, die außerhalb von uns selbst ist, verlieren“. Glück könne niemals auf direktem Wege „erzeugt“ oder angestrebt werden. Die Aufgabe des Menschen ist es, etwas Sinnvolles zu tun – dann wird das Glück dazu geschenkt…

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Montag, August 21, 2006
 
Mit der Bibel 9 Monate auf hoher See überlebt
Drei tot geglaubte mexikanische Fischer sind ein Jahr nach ihrer Ausfahrt zum Haifischfang 8.000 km von ihren Fischgründen an der Küste des mexikanischen Bundesstaates Nayarit entfernt aufgefunden worden. Am 14. August wurden sie bei den Marshall-Inseln am äußersten Ende des Pazifischen Ozeans gefunden und geborgen.

Die Betroffenen selbst gaben an, dass sie diese neunmonatige Irrfahrt auf Hoher See nur deshalb so gut überstanden hätten, weil sie täglich die Bibel gelesen hätten, die sie an Bord ihres kleinen Fischerkahns mitgeführt hatten.

Während der neun Monate verbrachten die Fischer zuweilen bis zu 15 Tage lang ohne zu essen. Sie ernährten sich unter anderem von fliegenden Fischen und tranken Regenwasser. (kath.net)

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Montag, August 14, 2006
 
Mysterium der Eucharistie

Es ist wunderbar, dass Gott für unsere Väter Manna regnen ließ und dass sie sich jeden Tag am Brot des Himmels sättigen konnten. Deshalb wurde gesagt: „Brot der Engel hat der Mensch gegessen“ (Ps 78,25). Trotzdem sind alle gestorben, die von diesem Brot in der Wüste gegessen haben. Hingegen schenkt diese Nahrung, die du empfängst, dieses lebendige Brot, das vom Himmel herabgestiegen ist, die Wirklichkeit des ewigen Lebens. Und wer es isst, wird niemals sterben. Denn es ist der Leib Christi…

Jenes Manna kam vom Himmel, dieser hier ist über dem Himmel. Jenes war ein Geschenk des Himmels, dieser kommt vom Herrn des Himmels. Jenes war dem Verderben unterworfen, wenn man es bis zum nächsten Tag aufbewahrte, dieses kennt kein Verderben: wer immer mit Ehrfurcht von ihm isst, kann nicht mehr von der Verwesung ergriffen werden. Für die Hebräer ist Wasser aus dem Felsen geflossen, für dich fließt das Blut Christi. Das Wasser hat ihnen für kurze Zeit den Durst gestillt, dich wäscht das Blut für immer rein. Die Hebräer haben getrunken und hatten Durst. Du jedoch, nachdem du einmal getrunken hast, kannst nie mehr Durst haben (vgl. Joh 4,14). Jenes war Schatten, dieses ist die Wahrheit in ihrer Fülle… Es war „der Schatten des Zukünftigen“ (Kol 2,17).

Höre, was unseren Vätern geoffenbart wurde: „Sie tranken aus dem Felsen, der mit ihnen zog. Der Fels aber war Christus.“ (1 Kor 10,4)… Du hast die Vollendung gekannt, hast das gleißende Licht geschaut, die vorausgebildete Wahrheit, den Leib des Schöpfers anstelle des himmlischen Manna… Was wir essen und trinken, davon sagt der Heilige Geist an einer Stelle: „Kostet und seht, wie gut der Herr ist. Selig, die auf ihn vertrauen“ (Ps 33,9).

Hl. Ambrosius von Mailand (um 340 - 397), Bischof von Mailand, Kirchenlehrer
Über die Mysterien, 47-49

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Freitag, August 11, 2006
 
Länger single und 11,7 Partnerschaften im Schnitt
"Wir werden in Zukunft bis zu 15 Jahre unseres Lebens als Single verbringen." Das prognostiziert der Zukunftsforscher Matthias Horx. Zudem werde die Zahl eingegangener Partnerschaften deutlich ansteigen.

Alleinsein als zentraler Lebensbestandteil"Die durchschnittliche Zeit, die wir als Singles verbringen, hat sich in der Vergangenheit von fünf auf zehn Jahre verdoppelt und wird sich in den kommenden zehn bis 20 Jahren noch mal mindestens auf 15 Jahre erhöhen", prophezeit der Gründer und Leiter des Zukunftsinstituts Horx in Frankfurt, der heute in Wien lebt.

Eine weitere Entwicklung ist die durchschnittliche Zunahme der ernsthaften Beziehungen pro Person. "Stadtbewohner werden im Schnitt 11,7 Partnerschaften in ihrem Leben eingehen, gegenüber rund 2,5, die ihre Eltern und Großeltern hatten", verdeutlichte Horx die Veränderungen.

Um den oder die Richtige zu finden, würden erst einmal verschiedene Typen durch Beziehungen auf Zeit ausprobiert werden, bevor man sich auf den Lebensgefährten festlegt.

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Montag, August 07, 2006
 
„Gott liebt es, belästigt zu werden“
„Gott liebt es, belästigt zu werden“, sagte der heilige Jean-Marie Vianney (1786-1859), der Pfarrer von Ars, einmal. Am 4. August feiert die Kirche seinen Gedenktag. 1925 wurde er heilig gesprochen, 1929 zum Patron der Pfarrer ernannt. Wir präsentieren ausgewählte Gedanken des Heiligen zum Gebet:

„Das Gebet ist für unsere Seele, was der Regen für das Land ist. Düngt ein Land, soviel ihr wollt, wenn der Regen fehlt, nützt eure ganze Arbeit nichts. Ebenso tut gute Werke, soviel ihr wollt, wenn ihr nicht oft und wie es sich gehört betet, werdet ihr nie gerettet werden.“

Beten öffnet die Augen der Seele

„Das Gebet öffnet die Augen unserer Seele, es lässt uns die Größe unseres Elends fühlen, es zeigt uns, dass wir uns an Gott um Hilfe wenden müssen und lässt uns unsere Schwäche fürchten. Der Christ rechnet bei allem auf Gott allein und nicht auf sich selbst. Ja, durch das Gebet haben alle Gerechten durchgehalten ... Im Übrigen bemerken wir selbst, dass wir sofort den Geschmack an den Dingen des Himmels verlieren, kaum dass wir unsere Gebete unterlassen. Wir denken dann nur an die Erde.“

„Wenn wir aber das Gebet wieder aufnehmen, fühlen wir den Gedanken an die Dinge des Himmels und den Wunsch nach ihnen wieder wachwerden. Ja, wenn wir das Glück haben, in der Gnade Gottes zu sein, dann halten wir uns entweder an das Gebet, oder wir werden sicher nicht lange auf dem Weg des Himmels verbleiben.“

Schwalben statt Hühner

„Wer wenig betet, gleicht den Hühnern, die große Flügel haben und mit ihnen nichts Rechtes anfangen können. Wer innig und ausdauernd betet, wird einer Schwalbe ähnlich, die sich vom Winde tragen lässt.“

„Ja, wären wir noch so schwere Sünder und wir nähmen Zuflucht zum Gebet und würden beten, wie man beten muss, Gott würde uns ganz sicher vergeben. Ach, meine Brüder, wundern wir uns nicht über die Tatsache, dass der Teufel alles tut, was er kann, damit wir unsere Gebete unterlassen oder schlecht verrichten. Er versteht viel mehr als wir, wie sehr das Gebet in der Hölle gefürchtet wird und dass Gott unmöglich verweigern kann, was wir von ihm durch das Gebet erbitten.“

Gebete aus dem Grunde des Herzens

„Es sind nicht die schönen und nicht die langen Gebete, auf die Gott achtet, sondern jene, die aus dem Grunde des Herzens kommen, mit einer großen Ehrfurcht und einer wahren Sehnsucht, Gott zu gefallen. Hier ein schönes Beispiel dafür. Im Leben des heiligen Bonaventura, des großen Lehrers der Kirche, wird berichtet, dass ein recht einfacher Ordensmann ihm sagt:

,Pater, denken Sie, dass ich zu Gott beten und ihn lieben kann, wo ich so ungebildet bin?’ Der heilige Bonaventura gab ihm zur Antwort: ,Ach, mein Freund, solche Leute liebt Gott besonders, und sie gefallen ihm am meisten.’ Der brave Ordensmann war ganz verwundert über diese gute Nachricht.

Er stellte sich an die Klosterpforte und sagte zu allen, die er vorbeigehen sah: ,Kommt, Freunde, ich habe eine gute Nachricht für euch. Der gelehrte Bonaventura hat mir gesagt, dass wir alle, auch wenn wir ungebildet sind, Gott lieben können so gut wie die Gelehrten. Was für ein Glück für uns, dass wir Gott lieben und ihm Freude bereiten können, ohne gelehrt zu sein.’ Darum sage ich euch, es gibt nichts Leichteres, als zu Gott zu beten, und es gibt nichts Tröstlicheres.“ (kath.net)

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Donnerstag, August 03, 2006
 
China verfolgt die Katholiken immer wieder...
Ein Bischof, ein Priester und 90 Katholiken wurden von der Polizei in der Stadt Zhangjiakou in der chinesischen Provinz Hebei festgenommen. Das teilte die Kardinal-Kung-Stiftung mit. Der 82-jährige Weihbischof Yao Liang wurde bereits zum zweiten Mal fest genommen.

Der Aufenthaltsort des 33-jährigen Priesters Li Huisheng, der am 1. August inhaftiert wurde, ist unbekannt. Rund 90 Katholiken der chinesischen romtreuen Untergrundkirche protestierten am 2. August gegen die Festnahmen. Sie legten eine Petition vor, in der sie die sofortige Freilassung der beiden forderten.

Die Antwort der Polizei kam noch in der Nacht desselben Tages: Rund 500 Beamte nahmen 90 Katholiken fest. Dabei gingen sie nicht zimperlich vor: Zwei Personen wurden verletzt, eine schwangere Frau erlitt einen Abortus. Mittlerweile sind 70 Menschen wieder frei gelassen, 20 sind nach wie vor im Gefängnis.

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