"Bei allem Bemühen um die Liturgie muss der Blick auf Gott maßgebend sein".

Bei seinem Besuch im österreichischen Zisterzienserstift Heiligenkreuz im September diesen Jahres gab der Papst den dort versammelten Gläubigen – den anwesenden damaligen Päpstlichen Zeremonienmeister eingeschlossen – eine kurze, aber überaus prägnante und richtungsweisende Katechese:
„Bei allem Bemühen um die Liturgie muss der Blick auf Gott maßgebend sein. Wir stehen vor Gott; er spricht mit uns, wir mit ihm. Wo immer man bei liturgischen Besinnungen nur darüber nachdenkt, wie man Liturgie attraktiv, interessant, schön machen kann, ist Liturgie schon verfallen. Entweder sie ist opus Dei mit Gott als dem eigentlichen Subjekt oder sie ist nicht ... Gestaltet die heilige Liturgie aus dem Hinschauen auf Gott in der Gemeinschaft der Heiligen, der lebendigen Kirche aller Orte und Zeiten so, dass sie zu einem Ausdruck der Schönheit und Erhabenheit des menschenfreundlichen Gottes wird!“
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Wir sind viel schlimmer als Herodes: 1 ,202,000 Abtreibungen monatlich
Schauen Sie sich einmal die Liste de Weltmeister in Kindestötung an.TOTAL: 1920 - 2006:
804,000,000 Abtreigungen - öffentlich zugegeben
Gechätzt 929,000,000 Abtreibungen
Wieviel Einnwohner hat China?
Geschätzte Abtreibungen weltweit
Monatlich weltweit: 1,202,000 abortos
Das Folgende ist kein Witz, das ist tödlicher Ernst
Ein Mann ruft zum Himmel: "Oh Gott, warum schickst Du un nicht Menschen die Aids und Krebs heilen, die den Hunger aus der Welt schaffen, die für den Frieden einstehen". Antwort vom Himmel:"Ich habe sie geschickt". Nachfrage: "Wo sind sie denn?" Antwort: "Ihr habt sie umgebracht, Ihr habt sie abgetrieben".
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Der Krebs ist für mich wie mein 'kleiner Engel'
Der 84-jährige Kardinal Shan Kuo-hsi aus Taiwan hat Lungenkrebs – Verzweifeln möchte der Kirchenmann nicht - Sein Vorbild im Leiden ist Johannes Paul II.Seitdem Kardinal Paul Shan Kuo-hsi weiß, dass er Lungenkrebs hat, wartet er nicht einfach nur verzweifelt auf seinen Tod, sondern er bemüht sich, andere zu ermutigen, dem Leben zuversichtlich zu begegnen. Der emeritierte Bischof von Kaohsiung und ehemalige Vorsitzende der chinesisch-regionalen Bischofskonferenz in Taiwan, der der Gesellschaft Jesu angehört, trat im Oktober unter dem Titel „Meinem Leben ein Lebewohl“ seine persönliche „Missionsreise“ an.
Sein erstes Ziel war Hsinchu an der nordwestlichen Küste von Taiwan. Seither hat er sechs weitere Diözesen dieser Insel besucht.
„Der Krebs ist für mich wie mein ‚kleiner Engel‛“, erklärte der Kardinal in einem Telefoninterview mit ZENIT. Er veranlasse ihn dazu, „den Leuten zu sagen, dass wir den Herausforderungen unseres Lebens mutig entgegentreten sollen.“ Er Im Alter von 84 Jahren sei er „glücklich, ein Zeuge des Evangeliums zu sein“, so der Kardinal.
In einem Zentrum für Drogenabhängige in Taitung hob der Kardinal hervor, der Krebs habe ihm gezeigt, dass er in der Endphase seines Lebens versuchen sollte, „der Gesellschaft mein Bestes zu geben". Er betete für die Drogenabhängigen und rief sie dazu auf, die Probleme des Alltags mit „Liebe“ zu lösen. Kardinal Shan Kuo-hsi offenbarte, er sei von seiner Diagnose im Juli 2006 und von der damals berechneten Lebenserwartung von vier bis fünf Monaten schockiert gewesen. Zunächst habe er sich an den Herrn gewandt und ihn gefragt: „Warum ich?" Dann habe er aber erkannt, dass dies der Wille Gottes sei.
„Er wollte, dass ich anderen helfe, indem ich meine persönliche Erfahrung mit ihnen teile.“ So habe sich die Frage gewandelt in: „Warum nicht auch ich?“ Ein Kardinal habe schließlich kein Sonderrecht darauf, ewig gesund zu bleiben. Nach seinem Tod werde sich sein Körper in Dünger für die Erde Taiwans verwandeln, seine Seele jedoch werde zum Herrn gehen. Der chinesische Kardinal pries das heroische Beispiel von Papst Johannes Paul II., der stets danach getrachtet habe, auch die letzten Augenblicke seines Lebens mit Würde zu leben. Die letzte Station seiner Rundreise führe den Kardinal am Mittwoch in die Katholische Universität Fu Jen in Taipei, wo ihm in Anerkennung seiner Liebe zum Leben eine Auszeichnung überreicht wurde.
Kardinal Shan Kuo-hsi wurde in der nordchinesischen Provinz Hebei geboren. Nachdem er 1946 dem Jesuitenorden beigetreten war, verließ er China. 1955 wurde er auf den Philippinen zum Priester geweiht. 24 Jahre später wirkte er als Bischof in Hualien (Taiwan) und ab 1991 in Kaohsiung. 1998 erhob ihn Papst Johannes Paul II. in das Kardinalskollegium. Im Januar 2006 trat Kardinal Shan Kuo-hsi schließlich in den Ruhestand. (Zenit.org)
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Frohe Weihnachten, Ihr Atheisten

Was Christen von Atheisten lernen können und was wir ihnen dann schuldig sind (mehr).
Das Christentum glaubt daran, dass Gott Mensch geworden ist: in Jesus von Nazareth. Und der hat gesagt, dass man in jedem Menschen Gott begegnen kann. Für den humanistischen Atheisten mag das nicht weit von seiner Überzeugung entfernt sein. Doch ist die Zusage Gottes, dass er selbst alle Menschen zum Glück führen will, etwas anderes, als in einer sinnlosen Welt unbeirrt Sinnvolles zu tun. Auf diese Zusage Gottes vertrauen zu können, heißt glauben.
Das ist viel mehr als bloß Wissen. Wenn Ihre Frau Ihnen sagt, Sie könnten ihr vertrauen und Sie antworten, Sie würden aber gerne genau wissen, ob das Vertrauen gerechtfertigt sei, dann werden Sie nichts zu wissen bekommen und das Vertrauen und die Liebe zerstören. Denn Sie haben nicht gemerkt, dass Vertrauen viel mehr ist als Wissen. Es ist eine Gewissheit, die wie die Glaubensgewissheit ein Leben trägt.
Und so sind Gottesbeweise wie Liebesbeweise: Sie sind nicht zwingend, aber es sind die wichtigsten Beweise unseres Lebens. Wie aber die Liebe nach christlicher Überzeugung auf die Verbindlichkeit der Ehe ausgerichtet ist, so der Glaube auf die Verbindlichkeit der Kirche. Es ist nicht gleichgültig, ob man getauft ist oder nicht.
„Es ist nicht der Atheismus, der herrscht, sondern die große allgemeine Verunsicherung, die große Suche, die bereit ist, auf der Stelle alles und jedes zu glauben“
„Gläubige dürfen nicht alle Atheisten für böswillig halten und Atheisten nicht alle Gläubigen für dumm.“ Zumal, so könnte man ergänzen, die Christen nicht den Auftrag haben, in einem Stellungskrieg mit den Atheisten zu verharren oder zu resignieren.
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Die dringende Aufgabe der Kirche in Europa: Wiederentdeckung des Mysteriums
Im Kontext der heutigen Gesellschaft, die – allzu oft für die Transzendenz verschlossen und von konsumistischem Verhalten erstickt – zur leichten Beute alter und neuer Formen von Götzendienerei wird und zugleich nach etwas dürstet, das über das unmittelbar Gegebene hinausgeht, ist die Aufgabe, welche die Kirche in Europa erwartet, zugleich anspruchsvoll und erhebend. Sie besteht darin, den Sinn für das “Mysterium” wiederzuentdecken, die liturgischen Feiern zu erneuern, damit sie ausdrucksstärkere Zeichen für die Gegenwart Christi, des Herrn, sind, außerdem der Stille, dem Gebet und der Kontemplation neuen Raum zu geben und zurückzukehren zu den Sakramenten – besonders der Eucharistie und der Buße – als Quellen der Freiheit und neuer Hoffnung.
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„Ich möchte niemanden haben, der mich liebt“? - Auch Atheisten wollen nicht in die Hölle
Wer bringt den Satz über die Lippen „Ich möchte niemanden haben, der mich liebt“? Der Kölner Erzbischof ist überzeugt, dass niemand in so einer Hölle leben will – auch kein Atheist. Weihnachten geht auch Atheisten an. Davon ist Kardinal Joachim Meisner überzeugt. In einem von der „Bunten“ veröffentlichten Interview erklärte er, jeder Mensch wolle geliebt sein.
„Gott lässt keinen Menschen los. Deshalb gibt es – wenigstens von Gott her – keine Gottlosen“, betonte Meisner. Wer sich tatsächlich von Gott lossagen wolle, der sage sich los von der Liebe.
Meisner: „Auf die Frage, ob ein Mensch den Satz über seine Lippen bringt: ,Ich möchte niemanden haben, der mich liebt’, habe ich meistens die Antwort erhalten – auch von Atheisten: ,Das wäre ja die Hölle!’ Woher kennen diese Menschen denn diese theologische Definition der Hölle?“
Kein Mensch könne „ungeliebt sein wollen“, ist der Kölner Erzbischof überzeugt. Im Weihnachtsfest sammeln sich die tiefsten Sehnsüchte der Menschen und alle „angespannten Erwartungen an Harmonie, Liebe und Frieden“.
Meisner: „Die Antwort von Weihnachten ist aber gerade nicht ein gefühliger Seelenbalsam, sondern die Unbequemlichkeit der Krippe: In diesem Kind hat Gott am eigenen Leib erfahren, was Menschsein heißt. Er macht sich damit gerade mit den Notleidenden gleich, und er appelliert an die Betrachter der Krippe: Lasst euch im Herzen bewegen von diesem Anblick!“
Weihnachten lehre uns, so wie die drei heiligen Könige „vor dem Kind in die Knie“ zu gehen. „Auch wir müssen uns auf Augenhöhe mit diesem Kind begeben, um weihnachtliche Menschen zu werden. Dann können wir auch Engel für unsere Mitmenschen werden, gerade für die Schwächsten.“
Glaube wolle immer „in der Liebe aktiv werden“, betonte der Kölner Erzbischof. „Glaube erweist sich darin eben nicht als eine folgenlose Vertröstung, sondern als konkrete Lebenshilfe mit Hand und Fuß.“
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Darum richte ich an dich, (bitte fügen Sie hier ihren Namen ein...........) eine dringende Aufforderung:
"Darum richte ich an dich, (bitte fügen Sie hier ihren Namen ein...........) eine dringende Aufforderung: Sei eine Kirche, die betet, Gott lobt, seinen absoluten Vorrang anerkennt, ihn mit frohem Glauben preist. Entdecke wieder den Sinn für das Mysterium: Lebe es mit demütiger Dankbarkeit, bezeuge es mit zutiefst empfundener Freude, die ansteckend wirkt. Feiere das Heil Christi. Nimm es als Geschenk an, das dich zu seinem “Sakrament” macht: Mache dein Leben zu einem wahren Gottesdienst, der Gott gefällt (vgl. Röm 12,1)! Gewisse Symptome lassen ein Schwinden des Sinnes für das Mysterium sogar in den liturgischen Feiern erkennen, die doch gerade in das Mysterium einführen sollten. Es ist daher dringend nötig, dass in der Kirche wieder ein echtes Gespür für die Liturgie erwacht. Die Liturgie ist, wie von den Synodenvätern in Erinnerung gerufen, ein Hilfsmittel zur Heiligung; sie ist Feier des Glaubens der Kirche und Medium zur Weitergabe des Glaubens. Zusammen mit der Heiligen Schrift und den Lehren der Kirchenväter ist sie die lebendige Quelle echter, solider Spiritualität. Durch sie treten die Gläubigen – wie dies auch die Tradition der ehrwürdigen Ostkirchen deutlich hervorhebt – in Gemeinschaft mit der Heiligsten Dreifaltigkeit, und erfahren ihre Teilhabe an der göttlichen Natur als Gnadengabe. Die Liturgie wird so zur Vorwegnahme der endzeitlichen Seligkeit und zur Teilhabe an der himmlischen Herrlichkeit.
71. In den liturgischen Feiern müssen wir Jesus wieder in den Mittelpunkt stellen, um uns von ihm erleuchten und leiten zu lassen. Hier können wir eine der stärksten Antworten finden, die unsere Gemeinden auf eine vage und inhaltslose Religiosität zu geben berufen sind. Der Zweck der Liturgie der Kirche liegt nicht in der Befriedigung der Wünsche und der Besänftigung der Ängste des Menschen, sondern im Hören und Empfangen Jesu, des Lebendigen, der den Vater ehrt und preist, um so mit Jesus den Vater zu lobpreisen und zu ehren. Die kirchlichen Gottesdienste verkünden, dass unsere Hoffnung von Gott her zu uns kommt, und zwar durch unseren Herrn Jesus.
Es geht darum, die Liturgie als Werk der Dreifaltigkeit zu leben. Der Vater handelt für uns in den gefeierten Geheimnissen; er ist es, der zu uns spricht, uns vergibt, uns anhört, uns seinen Geist schenkt. An ihn wenden wir uns, auf ihn hören wir, ihn preisen wir und ihn rufen wir an. Jesus setzt sich für unsere Heiligung ein, indem er uns an seinem Mysterium teilhaben lässt. Der Heilige Geist wirkt mit seiner Gnade und macht uns zum Leib Christi, zur Kirche.
Die Liturgie muss als Ankündigung und Vorwegnahme der künftigen Herrlichkeit, als End- und Zielpunkt unserer Hoffnung, gelebt werden. Denn wie das Konzil lehrt, “nehmen wir in der irdischen Liturgie vorauskostend an jener himmlischen Liturgie teil, die in der heiligen Stadt Jerusalem gefeiert wird, zu der wir pilgernd unterwegs sind [...], bis Christus erscheint als unser Leben und wir mit ihm erscheinen in Herrlichkeit” (Johannes Paul II "Ecclesia in Europa").
Labels: Aufforderung, Europa, Johannes Paul II, Liturgie, Mysterium
Die Verfolgung in China geht weiter: Bischo 15 Jahre im Gefängnis
Der 73-jährige Julius Jia Zhiguo hat mittlerweile über 15 Jahre seines Lebens im Gefängnis verbracht. Nach fast viermonatiger Haft ist der chinesische Bischof Julius Jia Zhiguo von der Diözese Zhengding (Provinz Hebei) am 14. Dezember vorübergehend freigelassen worden. Das meldete AsiaNews. Informanten berichten: „Die Familie des Bischofs hat die Regierung gebeten, ihn freizulassen, da sein Onkel sehr krank ist und ihn vor seinem Tod noch sehen möchte.“
Der 73-jährige Bischof hat mittlerweile über 15 Jahre seines Lebens im Gefängnis verbracht. Er hatte die Behörden mehrfach gebeten, zu Weihnachten freigelassen zu werden, damit er den Festgottesdienst am 25. Dezember in seiner Kathedrale in Wuqiu feiern könne.
Ob diesem Wunsch entsprochen wird, ist unklar, berichtet ein Katholik: Ein Vertreter der Regierung habe angekündigt, „dass der Bischof in wenigen Tagen erneut verhaftet wird, weil er einige Vorlesungen besuchen muss“. Unklar ist, ob diese „Gehirnwäschen“ vor oder nach Weihnachten stattfinden.
Bischof Jia war am 23. August verhaftet worden, nachdem er ein Plakat der Patriotischen Vereinigung von der Fassade seiner Kathedrale entfernt hatte. Er war außerdem gerade dabei, einen Hirtenbrief zu schreiben, in dem er den Brief des Papstes an die chinesischen Katholiken kommentierte.
Die Diözese Zhengding liegt 270 Kilometer südlich von Peking. Sie beheimatet rund 110.000 Gläubige der chinesischen Untergrundkirche. Die Gemeinde ist bekannt durch ihre sozialen Aktivitäten. Bischof Jia gründete ein Waisenhaus für behinderte Kinder, das von Ordensfrauen betreut wird. Seit einigen Tagen steht auch diese Einrichtung unter Beobachtung der Polizei.
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Wir haben jedenfalls genau so viele echte Priester (und Ordensleute), wie wir echte Gläubige haben
Wir haben zu viel von dem, was man nicht braucht. Wahrscheinlich haben wir zu wenig Gläubige. Wir haben jedenfalls genau so viele echte Priester (und Ordensleute), wie wir echte Gläubige haben.Das ist ein mystisches Gesetz in der Kirche. Gott lässt seine Kinder nicht alleine, niemals! Mit überreicherHand sät er Berufungen über uns aus. Sie sind da, in ausreichenderMenge. Er berührt die Herzen vonMenschen, die auf einem ganz anderen Trip sind. Er zieht an sich. Er ruft. Wir meinen bloß, wir müssten mehr Priester haben, weil wir an der Fiktion einer machtvollen Kirche festhalten, die es längst nicht mehr gibt. Es ist so viel Kirche in der Welt, so viel Kirche in den Herzen ist.
Wir irren, wenn wir das, was die Kirche ist, zuerst an einer Jahrtausende alten Geschichte, an der Menge ihres Grundbesitzes, an den riesigen Bauten, an den Kristallisationen der Kunst, am mächtigen Kirchensteueraufkommen und den weit reichenden Verbindungen festmachen. In Wahrheit sind wir ganz klein. Wir sind ein paar Leute, die sich für das Evangelium frikassieren lassen. Das genügt. Wir sind ganz und gar nicht ohne Hoffnung; im lebendigen Glauben an Gott ist man niemals ohne Hoffnung.
Venceremos! Wir werden siegen! Nicht weil wir so gut sind.Wenn uns etwas gelingt gegen den mainstream der Gottesvergessenheit, so ist es Gott selbst, der durch uns seine Sache betreibt … Wenn wir nur leer genug sind, dass er sein Leben in uns führen kann, wenn wir nur fein genug sind, dass er uns als seine Werkzeuge gebrauchen kann.
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Einen Gott, den man braucht, braucht man nicht.
KATH.NET: Herr Lütz, in Ihrem neuen Buch „Gott – Eine kleine Geschichte des Größten“ nennen Sie viele Beispiele von Versuchen, die Religion zu eliminieren. Auch nach Jahrhunderten ist dieses Phänomen nicht totzukriegen. Warum brauchen wir Religion und Glauben? Lütz: Einen Gott, den man braucht, braucht man nicht. Wenn man nur an Gott glaubt, damit es in der Gesellschaft besser läuft, ist das bloß eine gescheite Form des Atheismus. Wir sollten uns der Gesellschaft nicht als die Saubermänner anbiedern. Die entscheidende Frage ist doch, ob es Gott gibt oder nicht. Dass der Glaube an Gott dann auch nützliche Folgen hat, steht auf einem anderen Blatt.
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Was feiert die Kirche im Advent? Gedanken von P. Michael Luxbacher LC über den Advent: Still, eucharistisch, marianisch, biblisch und liebevoll
Es ist wirklich so, dass wir durch die Liturgie der Kirche immer neu dazu eingeladen sind, das Wesen unserer „Froh-Botschaft“ neu zu entdecken. Durch die verschiedenen Feiern des Kirchenjahres lernen wir, die Tiefe unserer Erlösung immer wieder neu zu schätzen. Das Wort „Advent“ selbst zeigt uns schon, worum es geht. Eigentlich heißt „Advent“ nicht „Erwartung“, wie wir das vielleicht vermuten könnten, sondern eher hat es etwas mit einer „Ankunft“ zu tun. Joseph Ratzinger, unser jetziger Heiliger Vater, hat in einer Adventspredigt einmal dargelegt, dass in der Antike das Wort die Anwesenheit eines Königs oder Herrschers oder auch des Kultgottes bezeichnete, der den Seinen die Zeit seiner Anwesenheit schenkt. Wir können auch sagen, die Adventszeit ist eine Zeit der Gnade, in der eine mächtige und hoch stehende Person mich beschenkt, indem sie einfach bei mir und bei uns weilt. (mehr)
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Sie konnten den Zwilling nicht umbringen. Er war zu stark.
London (www.kath.net / LifeSiteNews.com) Gabriel Jones sollte sterben, damit zumindest sein Zwillingsbruder eine Chance hatte zu überleben. So lautete der Plan, den die Ärzte der schwangeren Rebecca Jones mitteilten, wie die „Daily Mail“ berichtete.
Gabriel wog in der 20. Schwangerschaftswoche nur halb so viel wie sein Bruder, außerdem war sein Herz vergrößert. Sein Zustand könne das Leben seines Bruders bedrohen, und er werde außerhalb des Mutterleibs wohl nicht überleben, deswegen sei es humaner, ihn gleich sterben zu lassen, meinten die Mediziner.
Fünf Wochen nach den Eingriffen wurden die Babys mit Kaiserschnitt auf die Welt geholt. Sie sind jetzt sieben Monate alt und ganz gesund. Ein Foto in der „Daily Mail“ zeigt, wie sie einander die Hände halten. Mama Rebecca staunt: „Sie sind so stark miteinander verbunden. Sie halten einander ständig an den Händen, und wenn einer weint, dann tröstet ihn der andere. Die Ärzte haben versucht, dieses Band im Mutterleib zu zerreißen, aber die beiden haben bewiesen, dass es nicht zerrissen werden kann.“
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"Es gibt nichts Schöneres als warten"
Freunde, Gäste und Internet-User im deutschen Sprachraum! Zumindest in einem sind wir den meisten von Ihnen hier in Russland ganz sicher voraus, nämlich in der Uhrzeit. Das neue Jahr beginnt bei uns, je nach Region, bis zu elf Stunden früher als nach der mitteleuropäischen Zeit. Da wo ich wohne, an der Wolga, schlägt es zwei Stunden früher Zwölf als zum Beispiel in Basel, Wien oder Berlin.
Fängt also der Advent bei uns auch ein wenig früher an als bei Ihnen? Nicht unbedingt. Denn der Advent ist eine Zeit der Kirche. Ihre Uhren gehen manchmal anders. Das meine ich nicht abfällig – im Gegenteil! Weder ein Funksignal, noch Quarz oder kleine Federwerke zeigen an, wo „Advent“ beginnt, sondern … ? „Die erste Vesper“, würde mir mein guter alter Heimatpfarrer jetzt schnell antworten. Aber auch das Stundengebet meine ich nicht.
Für viele wird der Advent nicht anfangen, weil sie von neuem der Versuchung erliegen, ihn überspringen zu wollen. „Weihnachten“ ist in den glitzernden Schaufenstern angesagt. Im Grunde jedoch überspringen sie gar nichts. Sie treten vielmehr auf der Stelle. Keinen Schritt gehen sie dem entgegen, der da kommt. Oder doch? Könnte die Adventszeit in diesem Jahr eine Zeit des Zugehens auf Christus werden?
Ich möchte Ihnen eine echte Adventgeschichte aus meinem Leben erzählen. Es war im Jahr 1978. Im Priesterseminar hing vor der Nacht zum ersten Adventssonntag ein Plan aus: „Nachtanbetung“. Man konnte sich für eine bestimmte Uhrzeit eintragen.
Zum ersten Mal habe ich Stille und Dunkelheit so gespürt. Ich fand eine Freude in meinem Herzen, die ich vorher nicht kannte. Aufstehen, still sein und Dunkelheit ein bisschen aushalten – auch im nicht wörtlichen Sinne – das könnten wir probieren, nicht wahr? Der Rest liegt schon nicht in unserer Hand. Ich verspreche nichts, aber ich weiß, dass Er kommt.
Zwanzig Jahre nach jenem nächtlichen Gebet, im Jahr 1998, traf es mich aus heiterem Himmel, als mir der Nuntius in Moskau meine bevorstehende Bischofsweihe ankündigte. Auf all meine Gegenargumente antwortete er mit erhabener Ruhe.
Es gibt den festen Brauch, dass Bischöfe einen Wappenspruch wählen. Meinen nahm ich von der letzten Seite der Bibel: „Komm, Herr Jesus!“ (Offb 22,20) Ich verstand, dass ein Bogen gespannt war: Über die letzten 20 Jahre hinweg war Advent geblieben. Und ich hoffe, dass es so bleibt. Mein Leben soll sagen: Der Herr kommt. Mein Herz soll sagen: Komm, Herr Jesus!
Advent fängt an, wenn wir anfangen zu warten. In unseren Religionsbüchern lesen wir, dass „Advent“ ein lateinisches Wort ist und mit „Ankunft“ übersetzt wird. Ankunft beginnt also, wenn wir anfangen zu warten? Ja, antworte ich mit einer inneren Gewissheit, die ich Ihnen gern weiterschenken würde, wie das Licht der ersten Kerze am Kranz.
Kurz vor dem Zusammenbruch der Sowjetunion schrieb ein junger Franziskanerpater aus Sibirien an verschiedene Adressen in Europa, dass er der einzige katholische Priester in ganz Sibirien sei und bat um Hilfe. Dem Zeitungsredakteur, der mir den Brief in Deutschland zum Lesen gab, waren Zweifel und Misstrauen ins lächelnde Gesicht geschrieben.
Es war aber die Wahrheit. Ich flog ein paar Tage vor Weihnachten nach Sibirien, um dem Franziskaner zu helfen. So kam es dann, dass ich den Heiligabend mit Christen feierte, die 50 Jahre lang ihre Weihnachtslieder ohne Priester gesungen hatten. In einem überfüllten Lehmhäuschen zitterten die Scheiben, so schien mir, nicht vom klirrenden Frost der sibirischen Winternacht, sondern von den Liedern „aus Herzens Grunde“.
Die Leute hatten nicht nur gewartet, dass eines Tages wieder ein Pater käme. Jenes Warten war gefährlich. Sie haben riskiert. Jeder von ihnen hatte Verwandte oder Freunde, die mit dem Leben dafür bezahlen mussten.
Auf einer Dorfstraße, tief in Russland, begegnete ich einer schon gebeugt stehenden Großmutter, die mich von oben bis unten musterte und nachdenklich in deutschem Dialekt murmelte: „Der letschte Patr hier bei uns im Dorfe, der war hier vor 63 Johr.“ Die Frau war damals ein Kind …
Hätten Sie, liebe Leser, so lange ausgehalten? Ich nicht. Wo liegt das Geheimnis dieser Menschen? Die einleuchtendste Antwort, die ich fand, liegt im Advent, eben darin, dass die Ankunft Gottes beginnt, wo jemand anfängt zu warten.
Mit anderen Worten: „Wer glaubt, ist nie allein.“ (Benedikt XVI., Bayern, September 2006) Ist es so einfach? Zu schwer ist es nicht. Wir lächeln über Naturvölker, die böse Geister mit Lärm verjagen. Wenn jene wüssten, wer im Stillen auf uns wartet, müssten sie lachen und weinen – über unseren Lärm.
Ich nehme Weihnachten nicht vorweg, wenn ich an die Gegenwart Gottes im Warten des Advents glaube. Warten ist schwer, erst recht, wenn es mit Liebe zu tun hat. Gott ist die Liebe. Darum kenne ich nichts Schöneres als Warten. Aber ich hoffe, dass es eines Tages zu Ende geht, weil der ganze Advent unseres Lebens nur der Moment der Ankunft ist, bevor die Ewigkeit des Bleibens folgt.
Ein bekanntes Wortspiel möchte ich Ihnen auf die Schwelle des ersten Adventssonntags legen, in der Hoffnung, dass Sie es aufheben, statt darüber hinweg zu gehen: „Fange nie an aufzuhören. Höre nie auf anzufangen.“ –
Was das konkret für Sie heißen könnte, müssen Sie selbst klären und formulieren. Ein praktischer Tipp dazu: Schreiben Sie es sich auf, kurz, in der alten Weise: mit einem Stift auf Papier!
Und wenn Sie in den kommenden Tagen zur Kirche gehen und da – in den Liedern oder Gebeten – plötzlich das Wort „komm“ entdecken, dann möge sich Ihr Herz sehr freuen! Das wünsche ich Ihnen in meinem Herzen.
Ihr + Clemens Pickel
Bischof in Saratow (Südrussland)
Labels: Advent, Glaube, Hoffnung, Kirche, Russland, Warten, Weihnacht
"Bei allem Bemühen um die Liturgie muss der Blick ...
Wir sind viel schlimmer als Herodes: 1 ,202,000 Ab...
Der Krebs ist für mich wie mein 'kleiner Engel'
Frohe Weihnachten, Ihr Atheisten
Die dringende Aufgabe der Kirche in Europa: Wieder...
„Ich möchte niemanden haben, der mich liebt“? - Au...
Darum richte ich an dich, (bitte fügen Sie hier ih...
Die Verfolgung in China geht weiter: Bischo 15 Jah...
Wir haben jedenfalls genau so viele echte Priester...
Einen Gott, den man braucht, braucht man nicht.

