Zeichen und Zeugnis
Dienstag, März 18, 2008
Vorsicht mit Nicolás Gómez Dávila.
In der Politik ist der kürzeste Weg zwischen zwei Punkten nicht die Gerade, wie es der Progressive vermutet, sondern die Kurve.
Vertrauen wir nur auf das, was der Mensch nicht ändern kann.
Um zu erwarten, dass etwas Irdisches all unsere Erwartungen erfüllt, reicht es nicht, Atheist zu sein, man muss dazu auch noch dumm sein.
Als Christus starb, hinterließ er keine Dokumente, sondern Jünger.
Damit eine Gesellschaft blühen kann, sind ein schwacher Staat und eine starke Regierung vonnöten.
Viele können nicht mit einer Wahrheit schlafen, ohne sie mit Fehlern zu schwängern.
Die moderne Welt wird nicht bestraft werden. Sie ist die Strafe.
Nicht an Auszehrung stirbt manchmal der Geist, sondern an Übersättigung mit Trivialitäten.
Wir dürfen weder vor dem Instinkt kapitulieren noch ihn durch Regeln ersetzen. Sondern müssen ihn zivilisieren.
Langsamkeit ist die Gebärmutter der Qualität.
Marxist sein scheint darin zu bestehen, die kommunistischen Gesellschaften von marxistischen Interpretationen auszunehmen.
Kunstwerk ist heute jedes Ding, das sich teuer verkauft.
Die edle Seele zieht die Gefahr des Verrats dem Bewahren des Argwohns vor.
Aphorismen aus den Werken des kolumbianischen
Philosophen Nicolás Gómez Dávila
Aus: Das Leben ist die Guillotine der Wahrheiten, Eichborn
Verlag, Frankfurt am Main 2006
Labels: Aphorismen, Geistlicher, Glaube, Moderne, Qualität, Verrat, Wahrheit
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