Zeichen und Zeugnis
Montag, Mai 05, 2008
 
„Eine gottvergessene Gesellschaft ist eine Gesellschaft ohne Werte und damit wertlos.“

Der Fernsehjournalist Peter Hahne (Berlin) erwartet eine Trendwende im Umgang mit Werten. Gerade bei jungen Menschen gebe es eine Sehnsucht nach Ehe, Familie und neu belebten Tugenden, sagte Hahne, der auch EKD-Ratsmitglied ist, bei einem Besuch der Diakonieeinrichtung Himmelsthür in Hildesheim. Die „Wertefrage“ sei längst keine Domäne der Konservativen mehr, sondern habe sich auch bei den Linken etabliert.

Den Älteren warf Hahne vor, der jungen Generation weder Orientierung noch eine klare Richtung zu geben. Die „Generation ratlos“ zeichne sich durch Gottesferne und Maßlosigkeit aus. Bittere Beispiele seien die brutalen Morde an fünf Kindern in Darry bei Plön und die Äußerungen von Spitzenmanagern, die ihre Millionengehälter für „moderat“ hielten.

An der Kirche kritisierte Hahne, dass sie es lange versäumt habe, Gottes Wahrheit zum Leuchten zu bringen. In dieser Wahrheit aber liege die Wurzel, die es neu zu entdecken gelte: „Eine gottvergessene Gesellschaft ist eine Gesellschaft ohne Werte und damit wertlos.“

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