Weint Christus über dich? Opfer und Selbstverneinung: wahrhaft und liebevoll
Jerusalem, Jerusalem...!Und beim Opfer sollten nicht die oft säuerlichen Gedanken an Triebverzicht oder -beherrschung um Vordergrund stehen, sondern Liebe und Freude. Denn beim Triebverzicht blickt man nur auf sich selbst, bei Liebe und Freude dagegen auf das Gemeinsame und das Gegenüber. Im übrigen aber ist es immer hilfreich, sich für das Verhältnis zu Gott an die Erste Liebe zu erinnern. Was tut einer oder eine nicht alles, um auf dem Weg zum Ziel einen Schritt weiterzukommen.
Aber warum sollte man Gott lieben? Weil Gastfreundschaft seine erste Tugend ist, indem er die Menschen einlädt in eine reiche und schöne Schöpfung, die noch reicher ohne die Misswirtschaft der Menschen wäre. Weil er jedem Menschen, garantiert jedem, besondere Fähigkeiten als Alleinstellungsmerkmale gegeben hat. Weil er uns begleitet von der Wiege bis zur Bahre. Weil er im Brot und Wein der Eucharistie uns leibhaftig nahekommt und andeutet, dass er uns im Ganzen sanieren, auferwecken und verwandeln will. Weil sein Inneres reine Freude ist. Die Liebe zu Gott ist nicht einfach, sie braucht tausend Bilder, die einander aufheben und ergänzen. Bibel und Liturgie zählen uns diese Bilder auf. Das authentische und definitive Foto von Gott ist Jesus Christus selbst. Klaus Berger
Labels: Eucharistie, Gott, Heroische Liebe, Opfer, Welt
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