Zeichen und Zeugnis
Samstag, März 29, 2008
Das Wort als ein „hörbares Sakrament“

„Der Leib Christi“, so schreibt Bossuet, „ist nicht wirklicher im anzubetenden Sakrament gegenwärtig, als er dies in der Verkündigung des Evangeliums ist. Im Geheimnis der Eucharistie sind die Gestalten, die ihr seht, Zeichen, aber das, was in ihnen enthalten ist, ist der Leib Christi; in der Schrift sind die Worte, die ihr hört, Zeichen, aber der Gedanke, den sie überbringen, ist die Wahrheit des Sohnes Gottes.“
Die Sakramentalität des Wortes Gottes offenbart sich in der Tatsache, dass es manchmal ganz klar jenseits des Verstehens des Menschen wirkt, das begrenzt und unvollkommen sein kann, es wirkt fast allein durch sich, ex opere operato, wie man in der Theologie sagt.
In der Messe werden die Worte und die Episoden aus der Bibel nicht nur erzählt, sondern neu gelebt; das Gedächtnis wird Wirklichkeit und Gegenwart. Was „in jener Zeit“ geschah, geschieht „in dieser Zeit“, „heute“ (hodie), wie sich die Liturgie gern ausdrückt. Wir sind nicht nur Hörer des Wortes, sondern Gesprächsteilnehmer und Akteure in ihm. An uns, die wir dort anwesend sind, richtet sich das Wort; wir sind dazu aufgerufen, selbst den Platz der erinnerten Personen einzunehmen.
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Labels: Leib Christi, Scjrift, Wort Gottes, Zeichen
Mittwoch, März 26, 2008
Mein Volk, was habe ich dir getan, womit habe ich dich betrübt? Antworte mir. Was habe ich dir getan, dass du dieses Sakrament so unwürdig behandelst?
“Mein Volk, was habe ich dir getan, womit habe ich dich betrübt? Antworte mir. Was habe ich dir getan, dass du dieses Sakrament so unwürdig behandelst? Was habe ich dir getan, dass du über dieses Sakrament Lehren verbreitest, die nicht meiner Stiftung entsprechen; dass du sagst, dies sei gewöhnliches Brot und gewöhnlicher Wein, und es sei nicht denkbar, dass die Verwandlung des Brotes in meinen heiligen Leib und des Weines in mein kostbares Blut möglich sei? Ich selber habe doch gesagt: ‘Das ist mein Leib, das ist mein Blut.’ Warum glaubst du meinen Worten nicht?
Mein Volk, was habe ich dir getan, dass du die Kinder nicht mehr in Ehrfurcht und Liebe vor diesem heiligsten Sakrament erziehst; dass du ihnen nicht mehr die Wahrheit dieses Sakramentes vermittelst; dass du ihnen auch nicht mehr sagst, dass sie dieses Sakrament mit reinem, von Sünden freiem Herz empfangen sollen? Mein Volk, was habe ich dir getan? Antworte mir.
Was habe ich dir getan, dass du dieses Sakrament nicht mehr als das Sakrament meines Opfers am Kreuz anerkennen willst; dass du sagst, die heilige Messe sei nicht die Vergegenwärtigung des Kreuzesopfers; dass du das Wort Opfer vermeiden willst, obwohl ich gesagt habe: ‘Das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird?’
Was habe ich dir getan, dass du aus dieser heiligen Feier ein Mahl der Belustigung und deiner Selbstbestätigung gemacht hast? Mein Volk, antworte mir. Mein Volk, was habe ich dir getan, dass Dir das Messopfer so wenig wert ist; dass du alles andere tust, nur nicht am eucharistischen Opfer teilnimmst und dich Sonntag für Sonntag davon fern hältst?
Was habe ich dir getan, dass du meine Gegenwart im Tabernakel übersiehst und gering achtest? Was hätte ich für dich noch mehr tun können, als dir dieses Sakrament zu schenken und mein Kreuzesopfer auf diese Weise durch alle Zeiten und für alle Menschen wirksam bleiben zu lassen?
Was hätte ich mehr tun können als meinen Aposteln aufzutragen: ‘Tut dies zu meinem Gedächtnis?’ Mein Volk, was habe ich dir getan, womit habe ich dich betrübt? Antworte mir.” (Msgr. Huonder, Bischof von Chur)
Labels: Blut, Eucharistie, Feier, Fleisch, Kreuz, Opfer, Sakrament
Samstag, März 22, 2008
Der Herr ist auferstanden – Er ist in Wahrheit auferstanden
Die maßgebliche Antwort auf die Fragen der Auferstehung hat der Heilige Geist schon im Voraus im Evangelium gegeben: „Er ist wirklich auferstanden“, rufen die Apostel den Emmausjüngern zu, noch ehe diese erzählen können, was ihnen widerfahren ist (vgl. Lk 24, 34). Seine Auferstehung ist also Realität, er ist „wirklich“ auferstanden. Die Christen des Ostens haben diesen Satz: „Der Herr ist auferstanden“ zu ihrem Ostergruß gemacht, und wer in dieser Weise gegrüßt wird, der antwortet: „Er ist in Wahrheit auferstanden!“Wir sehen also, welchen Sinn es hat, sich der Auferstehung Christi auch auf historischem Wege zu nähern. Nicht, weil irgendjemand von uns es noch nicht glauben würde und auf diese Weise erst davon überzeugt werden müsste, sondern, wie Lukas es im Vorwort seines Evangeliums formuliert, „damit wir uns von der Zuverlässigkeit der Lehre überzeugen können, in der wir unterwiesen wurden“ (vgl. Lk 1, 4) (R. Cantalamessa).
Lesen Sie doch einmal, was einige Frauen dazu zu sagen haben.
Labels: Auferstehung, Emmaus, Historizität, Realität, Tod
Dienstag, März 18, 2008
Vorsicht mit Nicolás Gómez Dávila.
In der Politik ist der kürzeste Weg zwischen zwei Punkten nicht die Gerade, wie es der Progressive vermutet, sondern die Kurve.
Vertrauen wir nur auf das, was der Mensch nicht ändern kann.
Um zu erwarten, dass etwas Irdisches all unsere Erwartungen erfüllt, reicht es nicht, Atheist zu sein, man muss dazu auch noch dumm sein.
Als Christus starb, hinterließ er keine Dokumente, sondern Jünger.
Damit eine Gesellschaft blühen kann, sind ein schwacher Staat und eine starke Regierung vonnöten.
Viele können nicht mit einer Wahrheit schlafen, ohne sie mit Fehlern zu schwängern.
Die moderne Welt wird nicht bestraft werden. Sie ist die Strafe.
Nicht an Auszehrung stirbt manchmal der Geist, sondern an Übersättigung mit Trivialitäten.
Wir dürfen weder vor dem Instinkt kapitulieren noch ihn durch Regeln ersetzen. Sondern müssen ihn zivilisieren.
Langsamkeit ist die Gebärmutter der Qualität.
Marxist sein scheint darin zu bestehen, die kommunistischen Gesellschaften von marxistischen Interpretationen auszunehmen.
Kunstwerk ist heute jedes Ding, das sich teuer verkauft.
Die edle Seele zieht die Gefahr des Verrats dem Bewahren des Argwohns vor.
Aphorismen aus den Werken des kolumbianischen
Philosophen Nicolás Gómez Dávila
Aus: Das Leben ist die Guillotine der Wahrheiten, Eichborn
Verlag, Frankfurt am Main 2006
Labels: Aphorismen, Geistlicher, Glaube, Moderne, Qualität, Verrat, Wahrheit
Freitag, März 14, 2008
Video: War das eine Hexenjagd? Redefreiheit?
Eine Frau, die mutig ihre Meinung sagt.
Ein Aufreger-Buch von Arne Hoffmann über die Hintergründe der Kampagne gegen Eva Herman:
Mehrfach wurde Eva Herman zur beliebtesten Moderatorin Deutschlands gewählt. Nachdem sie aber im Frühjahr 2006 die Erfolge der feministischen Bewegung infrage stellte, lancierte „Emma“-Chefin Alice Schwarzer eine Kampagne, um Herman aus der „Tagesschau“ zu entfernen. Anderthalb Jahre später, nach einem inquisitorischen TV-Tribunal bei Johannes B. Kerner, titelt die „Bild“-Zeitung „Ist Eva Herman braun oder nur doof?“, auf den Seiten des „Focus“ heißt es, „dass man an ihre Bücher sofort mit dem Feuerzeug dran möchte“, und der „Neuen Zürcher Zeitung“ zufolge ist Eva Herman mittlerweile die „meistgehasste Frau Deutschlands“.
Wie kam es zu dieser rasanten Hexenjagd? Und was darf man im Deutschland eigentlich noch sagen, ohne sich in Gefahr zu begeben? In einer erschütternden Medienanalyse zeigt der liberale Journalist Arne Hoffmann, welche Entwicklung hier stattgefunden hat. Gleichzeitig ist dieses Buch ein flammender Appell für mehr Meinungsfreiheit in unserer Gesellschaft, ein Appell, der weit über das Thema „Eva Herman“ hinausreicht. (www.kath.net)
Labels: Eva Herman, Glaube, Hexenjagd, Kinderfreundlichkeit, Kirche
Donnerstag, März 06, 2008
Nehmen wir an, niemand würde mehr an die Existenz Gottes glauben.
KATH.NET: Herr Lütz, in Ihrem neuen Buch „Gott – Eine kleine Geschichte des Größten“ nennen Sie viele Beispiele von Versuchen, die Religion zu eliminieren... Nehmen wir an, niemand würde mehr an die Existenz Gottes glauben. Wie lange würde eine solche Welt überleben?
Lütz: Es ist uns nicht prophezeit worden, dass am Ende der Tage alle Menschen den Glauben finden werden, sondern ganz im Gegenteil: Viele werden vom Glauben abfallen. Doch die Existenz der Welt hängt nicht von dem Glauben der Menschen ab. Auch eine Welt ohne Glauben an Gott würde gewiss in den guten Händen Gottes überleben.
Doch wie wollen Sie so sicher wissen, dass jemand nicht glaubt? Der Priester betet in der Heiligen Messe für „diejenigen, um deren Glauben niemand weiß als Du“. Die wissen noch nicht einmal selbst, dass sie glauben, aber sie leben auf der Suche nach Gott, den sie im Spruch ihres Gewissens vernehmen und auch sie, so formuliert das II. Vatikanum eine uralte katholische Glaubensüberzeugung, „können das ewige Heil erlangen“.
Das Gute immer stärker als das Böse.
Interview: Adrienne Suvada
Labels: Existenz Gottes, Gewissen, Glaube, Heil
Samstag, März 01, 2008
Homosexuelle Partnerschaften - ein Schaden für die Menschheit
Kardinal Schönborn über Gleichstellung der homosexuellen Partnerschaften
Labels: Ehe, Familie, Homosexuelle, Partnerschaften
Das Wort als ein „hörbares Sakrament“
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Der Herr ist auferstanden – Er ist in Wahrheit auf...
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Homosexuelle Partnerschaften - ein Schaden für die...
Wir bitten um Erlaubnis für drei Wochen: Wir werde...
Psychotherapie und Glaube. Wie hast Du es mit der ...
Video: So oder so... Man kann es mit Gewalt verscu...

