Zeichen und Zeugnis
Sonntag, August 31, 2008
Weint Christus über dich? Opfer und Selbstverneinung: wahrhaft und liebevoll
Jerusalem, Jerusalem...!Und beim Opfer sollten nicht die oft säuerlichen Gedanken an Triebverzicht oder -beherrschung um Vordergrund stehen, sondern Liebe und Freude. Denn beim Triebverzicht blickt man nur auf sich selbst, bei Liebe und Freude dagegen auf das Gemeinsame und das Gegenüber. Im übrigen aber ist es immer hilfreich, sich für das Verhältnis zu Gott an die Erste Liebe zu erinnern. Was tut einer oder eine nicht alles, um auf dem Weg zum Ziel einen Schritt weiterzukommen.
Aber warum sollte man Gott lieben? Weil Gastfreundschaft seine erste Tugend ist, indem er die Menschen einlädt in eine reiche und schöne Schöpfung, die noch reicher ohne die Misswirtschaft der Menschen wäre. Weil er jedem Menschen, garantiert jedem, besondere Fähigkeiten als Alleinstellungsmerkmale gegeben hat. Weil er uns begleitet von der Wiege bis zur Bahre. Weil er im Brot und Wein der Eucharistie uns leibhaftig nahekommt und andeutet, dass er uns im Ganzen sanieren, auferwecken und verwandeln will. Weil sein Inneres reine Freude ist. Die Liebe zu Gott ist nicht einfach, sie braucht tausend Bilder, die einander aufheben und ergänzen. Bibel und Liturgie zählen uns diese Bilder auf. Das authentische und definitive Foto von Gott ist Jesus Christus selbst. Klaus Berger
Labels: Eucharistie, Gott, Heroische Liebe, Opfer, Welt
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Freitag, August 29, 2008
Studie: Kinder verlängern das Leben
Wissenschaftler werten Lebensläufe von 1,5 Millionen Norwegern ausWer Kinder hat, kann sich über ein längeres Leben freuen. Das hat die Auswertung der Lebensläufe von 1,5 Millionen Norwegern im Alter zwischen 45 und 68 Jahren ergeben. Wissenschaftler der Universitäten London und Oslo fanden dabei heraus, dass Mütter von zwei Kindern in dieser Altersgruppe ein halb so hohes Sterberisiko haben wie kinderlose Frauen. Auch bei den Vätern lag die Wahrscheinlichkeit, in diesem Alter zu sterben, um 35 Prozent niedriger als bei den Männern ohne Kinder, heißt es in einem Bericht der aktuellen Ausgabe der im Wort und Bild-Verlag (Baierbrunn bei München) erscheinenden „Apotheken Umschau“. Auch die Eltern von einem Kind haben demnach eine längere Lebenserwartung: Das Sterberisiko lag bei den Frauen um 31 Prozent, bei den Männern um 20 Prozent unter dem der Kinderlosen.
Labels: Alter, Kinder, Langes Leben, Mutterschaft, Vater
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Montag, August 25, 2008
Inseln der Ruhe und des Gebets inmitten der Stadt
Benedikt XVI: „Die Städte, in denen ihr lebt und wirkt, sind oft hektisch und laut, die Menschen laufen und verlieren sich, man lebt, als ob es Gott nicht gäbe. Gerade dort sollt ihr Orte und Gelegenheiten zum Gebet schaffen, an denen der Mensch Gott treffen kann.“ (mehr)
Labels: Anbetung, Gebet, Gott, Hektik, Kirche, Menschen
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Montag, August 18, 2008
Respekt vor der jüdisch-christlichen Tradition: Das hl. Tetragramm
Der hebräische Gottesname „Jahwe“ soll nicht mehr in Liedern oder Texten für den Gottesdienst vorkommen. Dieses Anliegen aus dem Vatikan teilte der zuständige US-Bischof für Liturgiefragen, Arthur J. Serratelli von Paterson (Bundesstaat New Jersey) seinen Mitbrüdern vergangenen Freitag mit, wie CNS am Mittwoch berichtete.
Der Name Gottes aus dem Alten Testament wird auch als heiliges Tetragramm bezeichet, da er aus vier hebräischen Buchstaben besteht, die häufig als „JHWH“ transskribiert werden. In den USA sind nun einige populäre Gottesdienstgesänge davon betroffen.
Die vatikanischen „Direktiven zum Gebrauch des Gottesnamens in der Liturgie“ wurden als Brief der Kongregation für Gottesdienst und Sakramentenordnung am 29. Juni von Kardinal Francis Arinze und Erzbschof Malcolm Ranjith an die Bischofskonferenzen aller Welt gerichtet.
Die jüdische Tradition habe das Aussprechen dieses heiligsten Namens immer schon aus Respekt vermieden, begründete der Vatikan: „Als Ausdruck für die unendliche Größe und Erhabenheit Gottes wurde der Name als unaussprechbar betrachtet und wurde während des Lesens der heiligen Schrift durch einen alternativen Namen ersetzt: durch ‚Adonai‘, das ‚Herr‘ heißt.“ Auch griechische und lateinische Bibel-Übersetzungen haben dies respektiert und das hebräische Tetragramm mit den jeweiligen Ausdrücken für ‚Herr‘ wiedergegeben: ‚kyrios‘ und ‚dominus‘.
„Dass die Kirche also vermeidet, das Tetragramm des Gottesnamens auszusprechen, hat seine Gründe: Außer einem bloß philologischen Motiv geht es auch darum, der kirchlichen Tradition treu zu bleiben, dass von Anfang an das heilige Tetragramm in christlichem Kontext weder ausgesprochen noch übersetzt … wurde.“
Auch die Instruktion „Liturgiam Authenticam“ von 2001, die Hinweise zur Übersetzung lateinischer liturgischer Texte in die Muttersprachen gibt, habe festgehalten, dass das hebräische Tetragramm, das auf Lateinisch mit ‚dominus‘ wiedergegeben wird, auch in die heutigen Sprachen mit ‚Herr‘ übersetzt werden müsse.
„Ungeachtet dieser klaren Norm hat sich in den letzten Jahren die Praxis eingeschlichen, den wahren Namen des Gottes Israels auszusprechen“, beklagt das vatikanische Schreiben. In Lesungen, Gebeten oder Gesängen seien verschiedene Vokalisierungen vorgenommen worden.
Labels: Existenz Gottes, Gottesname, Herr, Respekt, Tetragramm
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Freitag, August 01, 2008
"Humanae vitae" - das Hohelied der ehelichen Liebe katholische Sicht der Sexualität
In einem kürzlich wieder entdeckten Brief bittet Papst Paul VI. kurz vor der Veröffentlichung von „Humanae vitae“ eindringlich alle Bischöfe, mit ihm an einem Strang zu ziehen. Rund eine Woche, bevor die umstrittene Enzyklika Pauls VI. „Humanae vitae“ 1968 veröffentlicht wurde, erging ein Brief mit einer Kopie des Dokuments an alle Bischöfe der Welt. Dieser Brief, datiert auf 19. Juli 1968 und signiert von Staatssekretär Kardinal Amleto Giovanni Cicognani, wurde erst kürzlich wieder entdeckt.
Die dringende innerkirchliche Einigkeit zu diesem Thema war das Anliegen des Schreibens. „… Seine Heiligkeit hat nachdrücklich empfohlen, dass ich Sie auf seine Bedeutung aufmerksam mache und auf die Notwendigkeit eines übereinstimmenden Bestrebens von Seiten des gesamten katholischen Episkopates.“
Der Papst bittet die Bischöfe aller Welt inständig um ihre Unterstützung in der „heiklen“ Frage des Verbots künstlicher Empfängnisverhütung: „Und nun wendet Er sich an Seine Brüder, die Bischöfe der katholischen Welt, und bittet sie, fester denn je auf Seiner Seite zu stehen in dieser Situation, und Ihm zu helfen, diesen heiklen Punkt der kirchlichen Lehre dem christlichen Volk zu präsentieren und seine tiefen Gründe zu erklären und zu rechtfertigen.“
„… Jede notwendige pastorale Anstrengung soll unternommen werden, damit es keine Unklarheit unter den Gläubigen oder in der öffentlichen Meinung gibt bezüglich der Position der Kirche in dieser ernsten Sache.“
So kann der neu entdeckte Brief ein „Gewissensspiegel“ sein. Das 40-Jahr-Jubiläum der Enzyklika gibt Hoffnung, dass dieses erbetene Bemühen wieder neu auflebt und die Katholiken über diese Lehre und ihre guten Konsequenzen informiert werden. (kath.net)
Sie finden den Text hier
Labels: Enzyklika, Episkopat, Humanae vitae, Papst, Paul VI
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