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Zeichen und Zeugnis
Sonntag, Oktober 26, 2008
 
auf dass Gott das erste Wort habe, ,,, auf dass Gott auch das letzte Wort habe.“
Botschaft, die die Teilnehmer der XI. Ordentlichen Vollversammlung der Bischofssynode zum Abschluss ihrer Beratungen über das Wort Gottes im Leben und in der Sendung der Kirche an die Gläubigen in aller Welt gerichtet haben.

Am Ende des Dokuments bekräftigen die Bischöfe mit Blaise Pascal: „Die Heilige Schrift hat - wie eine große Gestalt der christlichen Kultur sagte – ‚geeignete Mittel, um in allen menschlichen Lagen Trost zu spenden, und geeignete Mittel, um in allen Lebenslagen Furcht zu erwecken‘.“

Sie verweisen auf die vielen Zeugen und Märtyrer, die uns von der „Kraft des Wortes“ (Röm 1,16) erzählten - „dem Urgrund ihres Glaubens, ihrer Hoffnung und ihrer Liebe zu Gott und zu den Menschen“ -, und fügen hinzu: „Wir wollen nun in Stille verweilen, um andächtig das Wort des Herrn zu hören. Bewahren wir diese Stille auch nach dem Hören, damit es auch weiterhin unter uns wohnt und lebt und zu uns spricht. Lassen wir es zu Beginn des Tages erklingen, auf dass Gott das erste Wort habe, und lassen wir es am Abend in uns widerhallen, auf dass Gott auch das letzte Wort habe.“ (mehr)

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Donnerstag, Oktober 23, 2008
 
Nehmen wir an, niemand würde mehr an die Existenz Gottes glauben.
KATH.NET: Nehmen wir an, niemand würde mehr an die Existenz Gottes glauben. Wie lange würde eine solche Welt überleben?

Lütz: Es ist uns nicht prophezeit worden, dass am Ende der Tage alle Menschen den Glauben finden werden, sondern ganz im Gegenteil: Viele werden vom Glauben abfallen. Doch die Existenz der Welt hängt nicht von dem Glauben der Menschen ab. Auch eine Welt ohne Glauben an Gott würde gewiss in den guten Händen Gottes überleben.

Doch wie wollen Sie so sicher wissen, dass jemand nicht glaubt? Der Priester betet in der Heiligen Messe für „diejenigen, um deren Glauben niemand weiß als Du“. Die wissen noch nicht einmal selbst, dass sie glauben, aber sie leben auf der Suche nach Gott, den sie im Spruch ihres Gewissens vernehmen und auch sie, so formuliert das II. Vatikanum eine uralte katholische Glaubensüberzeugung, „können das ewige Heil erlangen“.

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Mittwoch, Oktober 22, 2008
 
Ägypten: Koptischer Pfarrer und Trauzeuge zu 5 Jahren Gefängnis verurteilt.
Ein koptischer Pfarrer ist von einem Kairoer Gericht wegen „Urkundenfälschung“ zu fünf Jahren Haft verurteilt worden. Das hat die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) erfahren. Matthias Wahba, Pfarrer der Santa Maria-Kirche bei Gise, hatte eine zum Christentum konvertierte Muslimin und einen Christen getraut und ihnen die Heiratsurkunde ausgestellt, unwissend, dass die Papiere der Braut gefälscht waren.

Den Verurteilten sei kein fairer Prozess gemacht worden und die Unkenntnis über die gefälschten Papiere sei nicht berücksichtigt worden, kritisiert die IGFM. Die Urteile seien von dem ägyptischen Gericht als Abschreckung für weitere Heiratswillige gedacht.

Die Eintragung von Religionszugehörigkeiten in den ägyptischen Personalpapieren führte immer wieder zu Diskriminierung und ungerechtfertigten Verfolgungen, wie das aktuelle Urteil beweise. „Wir fordern Justizminister Mamdouh Moheiddin Marei und Religionsminister Mahmoud Hamdi Zak-zouk auf, eine Neuverhandlung der Urteile zu veranlassen. Die Urteile stehen in keinem Verhältnis zu der Tat und widersprechen internationalen Rechtsnormen“, erklärt Martin Lessenthin, Vorstandssprecher der IGFM.

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Dienstag, Oktober 21, 2008
 
Jeder Christ muss es lernen, sein Ich zurückzusetzen und Christus in die Mitte treten zu lassen.

Kirche ist das Fenster, aus dem der göttliche Atem in die Geschichte der Welt weht. Und dieses Fenster droht, durch die Banalität der Christen und ihrer Hirten verdunkelt zu werden, die der Meinung sind, dass gerade dieses Göttliche als Göttliches nicht zumutbar ist und menschlich aufbereitet werden muss. Aber nur die göttlichere Kirche ist Prinzip und Fundament, kann Ort der Erneuerung des Glaubens sein. Alles andere ist Selbstbetrug. Die säkulare Welt braucht keine christliche Moral, wenn der Glaube an deren Basis ein Optional ist. Es gibt viele andere Moralsysteme, die ähnlich gut funktionieren und sich in den Reigen der relativen Umstände gut einordnen. So wird eine säkularisierte christliche Moral nicht nur zu einem irrationalen Instrument des Ausdrucks von mehr oder minder guten Gefühlen. Sie verliert sich einfach in der Pluralität der Meinungen, insofern sie selbst sich als ebensolche Meinung präsentiert.

Eine Kirche, die meint, sich durch von außen an sie herangetragene Konflikte in ihrem Handeln bestimmen zu lassen, indem sie diese Konflikte zum „Schlachtfeld“ um ihre eigene Identität benutzt, geht fehl und verliert sich. Die Dramatik der Kirche besteht darin, dass sie (wieder) in der Lage sein muss, die wahre, die einzige Frage des Glaubens zu stellen: die Gottesfrage, die Verkündigung des Reiches Gottes. Jeder Christ muss es lernen, sein Ich zurückzusetzen, einen Schritt zurückzugehen, um Christus in die Mitte treten zu lassen.

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Sonntag, Oktober 19, 2008
 
In Mosul töten sie die Christen und keiner tut etwas!
Islamistische Terroristen machen die Strassen der Metropole Mosul im Irak unsicher und kontrollieren die Identitätskarten von Passanten. Einige Christen wurden auf der Stelle durch einen Kopfschuss umgebracht

Christen zahlen gegenwärtig in der irakischen Stadt Mosul einen hohen Preis für Ihren Glauben. Islamistische Terroristen machen die Strassen der Metropole unsicher und kontrollieren die Identitätskarten von Passanten. Steht dort unter Religionszugehörigkeit "Christ", dann wird der Kartenbesitzer auf der Stelle durch einen Kopfschuss umgebracht. Dies berichtet "Open Doors" am Freitag. Vor fünf Jahren wohnten etwa 300'000 Christen in Mosul, vor einem Monat waren es nur noch 30'000.

Allein in den letzten Wochen haben weitere 1'600 christliche Familien (rund 10'000 Personen) die Stadt verlassen. Es ist zu befürchten, dass auch der Rest der christlichen Minderheit fliehen wird, wenn diese brutale Gewalt gegen Christen nicht aufhört.

Mindestens elf der ermordeten Christen (alle männlich) sind Open Doors namentlich bekannt: Bashar Nafia, ermordet am 28. Sept.; Evan Enwiya Adam (15) am 4. Okt.. Er spielte mit seinen muslimischen Freunden. Die Mörder isolierten ihn von seinen Freunden und töteten ihn vor seinem Haus. Hazim Thoma Yousif, ermordet am 4. Okt. in seinem Textilladen; Ziyad Kamal, behindert und im Rollstuhl, ermordet am 7. Okt. in seinem Ersatzteilladen; Amjad Hadi Petros und sein Sohn Husam, am 7. Okt. ermordet. Husam war Bauarbeiter und wurde auf der Arbeit umgebracht. Khalid Jarjis, Apotheker, ebenfalls am 7. Okt. ermordet auf dem Weg zur Arbeit; Rayan Nafia, Fahrrad-Mechaniker, am 8. Okt.; Jalal Mousa, am 9. Okt. in der Nähe seines Hauses; und Wartkes Alton und sein Neffe Ara in ihrem Aufnahmestudio am 12. Okt.. Ara starb im Spital an seinen Verletzungen.

Einer der Kontakte in der Region Mosul schreibt: "Liebe Geschwister in Christus, diese E-Mail ist ein Gebetsaufruf für die Menschen im Irak, für die Stadt Mosul und für die dort noch lebenden Christen. In den vergangenen fünf Tagen wurden zwischen 25 und 40 Christen auf offener Strasse ermordet. Vorher wurden Menschen entführt, bedroht und mussten sich durch Lösegeldzahlung freikaufen, aber jetzt werden sie ohne Vorwarnung umgebracht. Die Regierung und die amerikanischen Streitkräfte haben nichts dagegen unternommen. Die Medien berichteten erst darüber, als christliche Flüchtlinge in umliegende Dörfer und Städte strömten. Aber auch dort kämpfen sie ums Überleben. Familien übernachten im Auto, bereit, jederzeit loszufahren. Überall herrscht Angst. Wir bitten dringend um eure Gebete". (kath.net)

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Freitag, Oktober 17, 2008
 
Zelebrationsrichtung: Die Blickrichtung der Teilnehmer an der hl. Messe
„Der Gedanke, dass Priester und Volk sich beim Gebt gegenseitig anschauen sollten, ist erst in der Moderne entstanden und der alten Christenheit völlig fremd. Priester und Volk beteten ja nicht zueinander, sondern zum einen Herrn hin. Deshalb schauen sie beim Gebet in dieselbe Richtung: entweder nach Osten als kosmisches Symbol für den kommenden Herrn oder, wo dies nicht möglich war, auf ein Apsisbild Christi, auf ein Kreuz oder einfach gemeinsam nach oben, ...“

„Inzwischen setzt sich erfreulicherweise immer mehr der Vorschlag durch, ... nicht neue Umbauten zu machen, sondern einfach das Kreuz in die Mitte des Altares zu stellen, auf das Priester und Gläubige gemeinsam hinschauen, um sich so auf den Herrn hinführen zu lassen, zu dem wir alle miteinander beten.“ (Beneditk XVI)

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Donnerstag, Oktober 02, 2008
 
Bedarf der aggressiven Atheisten: 3 Standardargumente.

Es besteht wohl ein stabiler Bedarf bei aggressiven Atheisten nach zwei, drei Standardargumenten: Der Urknall knallte von selbst. Die Evolution ist zufällig. Irgendwann ist Schluss mit dem Zauber.

Vielleicht ist Thomas von Aquin tatsächlich gar nicht so antiquiert. Auch Jean Guitton rechnete 1991 in Dieu et la science mit dem Aufkommen eines neuen „Metarealismus“. Denn der von Thomas für gottfähig erklärte, gesunde Menschenverstand will anerkennen, dass Eier eben Eier sind und nicht „das Resultat eihafter Gedanken“, etwa im Hirn des Nesträubers (mehr)

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