Zeichen und Zeugnis
Montag, Mai 05, 2008
 
„Eine gottvergessene Gesellschaft ist eine Gesellschaft ohne Werte und damit wertlos.“

Der Fernsehjournalist Peter Hahne (Berlin) erwartet eine Trendwende im Umgang mit Werten. Gerade bei jungen Menschen gebe es eine Sehnsucht nach Ehe, Familie und neu belebten Tugenden, sagte Hahne, der auch EKD-Ratsmitglied ist, bei einem Besuch der Diakonieeinrichtung Himmelsthür in Hildesheim. Die „Wertefrage“ sei längst keine Domäne der Konservativen mehr, sondern habe sich auch bei den Linken etabliert.

Den Älteren warf Hahne vor, der jungen Generation weder Orientierung noch eine klare Richtung zu geben. Die „Generation ratlos“ zeichne sich durch Gottesferne und Maßlosigkeit aus. Bittere Beispiele seien die brutalen Morde an fünf Kindern in Darry bei Plön und die Äußerungen von Spitzenmanagern, die ihre Millionengehälter für „moderat“ hielten.

An der Kirche kritisierte Hahne, dass sie es lange versäumt habe, Gottes Wahrheit zum Leuchten zu bringen. In dieser Wahrheit aber liege die Wurzel, die es neu zu entdecken gelte: „Eine gottvergessene Gesellschaft ist eine Gesellschaft ohne Werte und damit wertlos.“

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Samstag, Januar 12, 2008
 
Atheisten verplempern kostbare Zeit für irrationale Bedenken

KATH.NET: Herr Lütz, in Ihrem neuen Buch „Gott – Eine kleine Geschichte des Größten“ nennen Sie viele Beispiele von Versuchen, die Religion zu eliminieren... In der Einleitung steht der Satz: „Atheisten verplempern kostbare Zeit für irrationale Bedenken und leben manchmal so, als gäbe es Gott vielleicht ein bisschen doch. Und Gläubige leben oft die meiste Zeit ihres Lebens so, als gäbe es Gott nicht.“ Was müssen die Gläubigen denn tun, um diesen Zustand zu ändern?

Lütz: Sich bewusster auf Gott hin orientieren und entschiedener leben.

KATH.NET: Sie schreiben, dass wir erheblich von dem beeinflusst sind, was man so denkt und man so glaubt. Was muss man tun, um den Menschen klarzumachen, dass der Glaube viel mehr ist als nur ein Trend auf Zeit?

Lütz: Weisen Sie hin auf die Unwiederholbarkeit jedes Moments und auf die Unwiederholbarkeit jeder Person. Leben Sie Ihren Glauben überzeugend vor. Das beginnt schon mit dem Tischgebet im Restaurant.

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Sonntag, Januar 06, 2008
 
Wider die "oben ohne"-Theologie
Der Atheismus hat auch da seinen Platz gefunden, wo man ihn eigentlich nicht vermutet: An den theologischen Fakultäten – Die Folgen sind verheerend.

"Piep, piep, piep, wir haben uns alle lieb". Dieses Tischgebet zum Mittagessen hörte ich kürzlich in einer kirchlichen Akademie. Der begleitende und verantwortliche Geistliche gab in einem heftigen Gespräch, das wir daraufhin führten, zu erkennen, dass er genau mit dieser Formel auch Abendmahl feiern könnte. Ich sei wohl etwas altmodisch geraten. In der Tat. Denn nicht hochgeistige Gespräche über Hegel und Nietzsche, sondern solche Tischgebete sind die praktische, ganz konkrete Auswirkung einer Theologie, die sich hochtrabend Gott-ist-tot-Theologie oder eben atheistische Theologie nennt. (mehr)

Von Professor Klaus Berger
DT vom 29.12.2007

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Mittwoch, Dezember 26, 2007
 
Frohe Weihnachten, Ihr Atheisten

Was Christen von Atheisten lernen können und was wir ihnen dann schuldig sind (mehr).

Das Christentum glaubt daran, dass Gott Mensch geworden ist: in Jesus von Nazareth. Und der hat gesagt, dass man in jedem Menschen Gott begegnen kann. Für den humanistischen Atheisten mag das nicht weit von seiner Überzeugung entfernt sein. Doch ist die Zusage Gottes, dass er selbst alle Menschen zum Glück führen will, etwas anderes, als in einer sinnlosen Welt unbeirrt Sinnvolles zu tun. Auf diese Zusage Gottes vertrauen zu können, heißt glauben.

Das ist viel mehr als bloß Wissen. Wenn Ihre Frau Ihnen sagt, Sie könnten ihr vertrauen und Sie antworten, Sie würden aber gerne genau wissen, ob das Vertrauen gerechtfertigt sei, dann werden Sie nichts zu wissen bekommen und das Vertrauen und die Liebe zerstören. Denn Sie haben nicht gemerkt, dass Vertrauen viel mehr ist als Wissen. Es ist eine Gewissheit, die wie die Glaubensgewissheit ein Leben trägt.

Und so sind Gottesbeweise wie Liebesbeweise: Sie sind nicht zwingend, aber es sind die wichtigsten Beweise unseres Lebens. Wie aber die Liebe nach christlicher Überzeugung auf die Verbindlichkeit der Ehe ausgerichtet ist, so der Glaube auf die Verbindlichkeit der Kirche. Es ist nicht gleichgültig, ob man getauft ist oder nicht.

„Es ist nicht der Atheismus, der herrscht, sondern die große allgemeine Verunsicherung, die große Suche, die bereit ist, auf der Stelle alles und jedes zu glauben“

„Gläubige dürfen nicht alle Atheisten für böswillig halten und Atheisten nicht alle Gläubigen für dumm.“ Zumal, so könnte man ergänzen, die Christen nicht den Auftrag haben, in einem Stellungskrieg mit den Atheisten zu verharren oder zu resignieren.

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Samstag, März 10, 2007
 
Ein Atheist verteidigt die Kirchen


Gregor Gysi, der Fraktionsvorsitzende der Linkspartei: Nur mehr die Kirche in der Lage, "Werte und moralische Maßstäbe halbwegs allgemein zu formulieren". Die politische Linke ist derzeit nicht in der Lage. Berlin (www.kath.net)"Eine gottlose Gesellschaft wäre eine wertelose Gesellschaft." Dies sagte der Atheist Gregor Gysi, der Fraktionsvorsitzende der Linkspartei, am Donnerstag bei einer Veranstaltung in Berlin wie der „Kölner Stadtanzeiger“ berichtet. Für Gysi haben die großen Kirchen in Deutschland eine einzigartige Rolle bei der Wertevermittlung. Nur sie seien noch in der Lage, "Werte und moralische Maßstäbe halbwegs allgemein zu formulieren". Die politische Linke sei dazu derzeit nicht in der Lage. Die Politik im allgemeinen und die Medien seien da überfordert. Gysi bezeichnete sich selber als jemand, der nicht an Gott glaube. Er bekämpfe jedoch Glaubenshaltungen oder Glaubensüberzeugungen nicht.

Lesen Sie auch über "schwere Kost für Atheisten".


Und dann noch ein Leckerbissen:

Leider habe ich nur die spanische Übersetzung des Briefs eines bekannten französischen Athisten, Jean Jaurès,, der seinem Sohn die Erlaubnis verweigert vom Religionsunterricht fernzubleiben.

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Donnerstag, September 23, 2004
 
Christ wird man, weil die Welt die Christen zum Heil braucht.
Der Christ ist gesandt, den sich selbst, Gott und den Menschen Entfremdeten zu beheimaten, indem er die Botschaft von Gott, dem Dreifaltigen, verkündet.

Das ist nicht nur in der so genannten Dritten Welt notwendig, das braucht auch unser altes Europa. Wie Christus werden wir darum mit dieser Botschaft oft unseren Mitmenschen wie Fremde werden. Das heißt heute weitgehend: Missionar sein. Es bedeutet auch immer noch, in die Fremde, in fremde Länder zu gehen, um das Evangelium zu verkünden. Es heißt auch, fremde Interessen zu eigenen werden zu lassen, am eigenen Glaubensgut teil zu geben und am Unglauben der anderen geistlich teil zu nehmen.

Der Apostel Paulus sagt im Hinblick auf einen Christen, der mit einem Ungläubigen verheiratet ist: Der ungläubige Mann ist durch die Frau geheiligt, und die ungläubige Frau ist durch ihren gläubigen Mann geheiligt (1 Kor 7,14). Für sie (die Menschen) heilige ich mich, betet Christus zum Vater. Christ sein ist nur ein anderer Name für Missionar sein. Die vielen Verworfenen sind durch die wenigen Berufenen immer von Gott schon mit erwählt: so Ismael durch Isaak, Isau durch Jakob, mit dem ägyptischen Josef werden seine 11 Brüder mit erwählt, die Bewohner Sodoms und Gomorras durch die 10 Gerechten. Die ganze Schrift bezeugt diese missionarische Gegebenheit. Der Christ hat also immer ungläubige Verwandte.

So wie Israel nicht durch Israel gerettet wird, sondern durch seine Heilssorge für alle Völker, so wird der Christ nicht gerettet durch den Christen, sondern durch seinen missionarischen Einsatz: berufen zugunsten der noch nicht Berufenen. Die vielen Nichterwählten sind mit den wenigen Berufenen miterwählt. Glaubst du das, sagt der hl. Bernhard, dann musst du missionarisch werden! Gerettet wird man für die anderen und damit durch die anderen. Mission ist keine Einbahnstraße von uns zu den anderen, sondern Mission ist gegenseitiges Geben und Nehmen. Wir sagen es nochmals: Gerettet wird man für die anderen und damit durch die anderen. Der Andere also bringt mir Rettung. Und wäre die Kirche noch so klein, ihre missionarische Aufgabe bleibt weltweit. Christ wird man, weil die Welt die Christen zum Heil braucht. (Kardinal Meissner)

Nun gibt es viele, die sind mit der Lehre der Kirche nicht einverstanden. Sagen wir einmal, dass einer von diesen Nicht-Übereinstimmenden versteht, dass Zeugnis Zeichen des lebendigen Glaubens ist. Wenn er widerspricht was bezeugt er eigentlich? "Das was die Kirche sagt ist falsch". Woher weiss er das? Ist seine Intelligenz die letzte Instanz.

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Mittwoch, September 22, 2004
 
Der liberale Jesus
Das Presbyterium einer Gemeinde berät über die Frage, ob bei einer Überschwemmung auch sonntags Rettungsarbeiten durchgeführt werden dürfen. Einige Presbyter sind dafür, andere dagegen. Der Pfarrer weist darauf hin, dass auch Christus am Sabbat geheilt habe. Antwortet ein alter Presbyter: "Herr Pfarrer, das wollte ich schon immer einmal fragen: War der Herr Jesus nicht in manchen Punkten etwas zu liberal?"

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Dienstag, September 21, 2004
 
Asiatische Länder beachten Religionsfreiheit am wenigsten
Wir dürfen unsere verfolgten Brüder und Schwestern nicht vergessen.

Der Jahresbericht des US-amerikanischen Außenministeriums zur internationalen Religionsfreiheit wurde veröffentlicht.

Die Religionsfreiheit ist in vielen asiatischen Ländern gefährdet. Das geht aus der diesjährigen Studie des US-amerikanischen Außenministeriums hervor, das seit sechs Jahren einen Jahresbericht zur internationalen Religionsfreiheit und zu den Problemen der Glaubensgemeinschaften veröffentlicht.

Unter den Ländern auf der „schwarzen Liste der Unterdrückungen“ steht weiterhin Saudiarabien, während der neue Irak nach dem Sturz von Saddam Hussein gestrichen wurde. Neben Saudiarabien stehen auf der Liste der Länder, in denen es zu Gewalt gegen religiöse Minderheiten kommt, auch Myanmar, China, Iran, Nordkorea, Vietnam und in Afrika der Sudan und Eritrea.

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Sonntag, September 19, 2004
 
Die Sexuallehre der Kirche hat recht behalten
Eine nüchterne Analyse zeigt: Die Sexuallehre der Kirche hat recht behalten - Eine Analyse von Christa Meves

Der Traum der 68er Generation vom erfüllten Leben durch frei, ohne Tabus ausgelebte, sexuelle Beziehungen hat sich nicht erfüllt. Im Gegenteil. Am Beginn des 3. Jahrtausends stehen wir vor den Scherben dieser Illusion... Was war das für ein Sturm der Entrüstung, der 1967 durch das Land ging - mitten hinein in eine anscheinend doch so befreiende Erfindung der Pharmazie: Der negativen Reaktion des Vatikans auf die Freigabe der Anti-Baby-Pille zwei Jahre zuvor. Diese Kirche - so hieß es unisono in den Medien - da sehe man wieder, wie starr, wie hoffnungslos veraltet sie ist: Sie wagt es, den Katholiken zu raten, von diesem Wundermittel Abstand zu nehmen!

Kaum jemand hielt sich daran. Nur vier Prozent unter den Katholiken konnten das einsehen - von der übrigen Bevölkerung ganz zu schweigen. Denn sie war zu neuem Fortschritt aufgebrochen: Der Befreiung zu Lust. Siegesgewiß wurde der Götze Sex bis heute auf den Thron gehoben und räkelt sich dort immer noch unverblümt und gänzlich ungeniert.

Aber Götzendienst macht blind. Sieben Jahre nach der Freigabe der Pille zur schönen Lust ohne Reue war das Niveau der Geburten in Deutschland von 2,3 Kindern pro Familie auf 1,3 abgesunken - und dabei blieb es volle 30 Jahre lang, ohne daß sich jemand darum kümmerte. Daß eine Bevölkerung, in der so wenige Kinder geboren werden, auf die Dauer verarmen muß, wurde nie je in einem Wahlkampf bei den Parteien von welcher Couleur auch immer zum Thema erhoben. Im Gegenteil: Hinter aller sonstiger Wichtigkeit wurde die Familie und ihr Wert für die Gesellschaft immer weiter hintan gestellt. Volle 30 Jahre lang war diese Unterlassungssünde klar ersichtlich - volle 30 Jahre lang machten die Medien und die Politiker davor die Augen zu. (Volle 30 Jahre zirpte ich mit meinen Publikationen allein dagegen an.

Sind die Menschen durch die Befreiung zur Sexualität glücklicher geworden? D as wird der Bevölkerung zwar allabendlich im Fernsehen suggeriert, aber die Bilanz - sogar im Hinblick auf das Lebensglück des einzelnen - sieht mehr als trübe aus. So wenig das in unsere neuerungssüchtige Zeit paßt: Die Enzyklika Humanae Vitae hat heute durch die negativen Bilanzen der Sexwelle ihre volle Berechtigung als Schutzbarriere für katholische Christen unter Beweis gestellt. Die Abkoppelung der Sexualität von der Fortpflanzung mit Hilfe der Verhütungsindustrie und die dadurch heraufbeschworene Vertechnisierung der Sexualität führte zu einer Dezimierung der Ehewilligkeit: 1962 wurden in Deutschland (bei einer Bevölkerung von 60 Millionen) noch 530.000 Ehen geschlossen, 1997 waren es (bei 81 Millionen) nur noch 422.600). Der Geburtenschwund ist in Deutschland mittlerweile so bedrohlich, daß die heute Jungen kaum Aussicht mehr haben, einst einen Rentenanspruch erheben zu können. Die Zahl derjenigen, die sie erarbeiten müssen, ist dann viel zu klein.

Mit der sogenannten Freiheit in der Ehe wurde der Ehebruch legitimiert, aber infolgedessen nahmen - unter der Mißachtung der christlichen Forderung nach Einehe auf Lebenszeit - auch die Scheidungen in einem gigantischen Ausmaß zu. Jede dritte Ehe wird in Deutschland geschieden. Und die betroffenen Kinder, die meist im Kreidekreis zwischen zerstrittenen Eltern stehen und dadurch oft seelisch Schaden nehmen, entwickeln als Erwachsene wenig Lust zu eigener Familienbildung.

An die Stelle der Familie ist die Ehe ohne Trauschein getreten. Aber der Lebensgefährte entwickelt sich heute immer häufiger zum Monatsgefährten. (Weiterlesen in kath.net)

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Donnerstag, September 16, 2004
 
Zölibat ist ein Geschenk, das die Kirche aufbaut
Der zölibatär lebende Mensch solle sein Zölibat als „eine Wahl der Liebe“ leben und „in einer zutiefst geistlichen Haltung“, erklärte Professor Amedeo Cencini.

Ein Priester, der nicht zutiefst spirituell ist, ist „kein guter Zölibaterer“, erklärte ein Vatikanvertreter. „Das priesterliche Zölibat ist nicht eine exklusives Merkmal von Priestern des katholischen Ritus, und noch weniger eine Bürde der Kirche, sondern ein Geschenk zum Aufbau der Gemeinschaft“, sagte Amedeo Cencini, Professor an der Salesiana und der Gregoriana in Rom sowie Berater der Kongregation für die Institute des Geweihten Lebens und die Gesellschaften Apostolischen Lebens.

Er erklärte, dass die Kirche „niemandem den Zölibat aufzwingt, sondern einfach Priester auswählt unter jenen, die dieses Charisma empfangen haben“. Cencini sprach bei einem Treffen von Leitern und Ausbildnern in spanischen Priesterseminaren. „Am wichtigsten ist, dass der zölibatär lebende Mensch sich diese Motivationen zu eigen macht und sein Zölibat als eine Wahl der Liebe lebt, mit einem dankbaren, von Egoismus freien Herzen und mit in einer zutiefst geistlichen Haltung“, sagte er. „Wenn der Priester nicht zutiefst spirituell ist, ist er kein guter Zölibaterer.“

„Die jüngsten Skandale in einigen Diözesen dürfen uns nicht irreführen, weil es keinen wissenschaftlichen Beweis gibt, dass im Bereich des kirchlichen Zölibats diese Art von Problem häufiger vorkommt als in anderen Bereichen“, unterstrich er. Seiner Ansicht nach müsse sich jeder Priester „fortwährend selbst fragen, ob sein Zölibat Zeugnis von der Sehnsucht nach Gott gibt; ob es vermittelt, dass Gott zu lieben nicht Gesetz, Anstrengung, Verzicht oder Gewalt gegen die Natur ist, sondern dass es gut ist, weil es das Herz weit macht und für die anderen öffnet.“

Cencini nahm auch Stellung zu den Skandalen um Kindesmissbrauch in einigen Diözesen. Pädophilie sei, wie man wisse, ein Krankheitsphänomen, „das immer wieder auftritt. Aus diesem Grund darf niemand mit solchen Neigungen zum Priesteramt zugelassen werden“.

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Dienstag, September 14, 2004
 
Warum bist Du am Montag so schlapp?
Das „unersättliche und meist sinnlose Streben nach Neuem“ prägt den Sonntag, und die Menschen berauben sich der „Frische des ‚lebendigen Wassers’ Christi“, mahnte er.

Besorgt ist Papst Johannes Paul II. über die immer geringere Teilnahme an der Sonntagsmesse in vielen Ländern der Welt. „Muss sich der Sonntag einem populären Verständnis von ‚Wochenende’ unterordnen und wird er im übertriebenen Maß von Unterhaltung und Sport beherrscht, anstatt wirklich geheiligt und neu belebt zu werden, dann bleiben die Menschen in ihrem unersättlichen und meist sinnlosen Streben nach Neuem gefangen und können die Frische des ‚lebendigen Wassers’ Christi nicht erfahren“, sagte er zu den Bischöfen von Neuseeland, die in im Rahmen ihres Ad-Limina-Besuchs in Castel Gandolfo besuchten.

„Der Niedergang des sonntäglichen Messbesuchs, von dem jeder von euch sehr besorgt gesprochen hat, trübt das Licht des Zeugnisses der Gegenwart Christi in eurem Land“, erklärte der Heilige Vater. Gerade in einer solchen Situation, in der die Gesellschaft die „tragischen Konsequenzen der Verdunkelung des Sinns für Gott“ erfahre, sei die „befreiende Botschaft Christi“ notwendiger denn je.

Als tragische Konsequenzen, letztlich Folgen des „Säkularismus“, nannte der Heilige Vater „das Sich-Entfernen von der Kirche; die Zerstörung des Familienlebens; die Erleichterung von Abtreibung und Prostitution; eine irregeleitete Sicht des Lebens, die darin besteht, nach Genuss und ‚Erfolg’ zu streben anstatt nach Tugend und Weisheit“.

„Vor diesen unberuhigenden Entwicklungen“, so der Papst, „erwarten die Neuseeländer von euch, Männer der Hoffnung zu sein, die begeistert den Glanz der Wahrheit Christi verkünden und lehren. Sie vertreibt die Dunkelheit und beleuchtet den wahren Lebensweg.“ Kraft und Inspiration für ihren Evangelisierungsauftrag beziehe die Kirche aus der Liturgie, erinnerte der Papst.

„Es ist eine Pflicht, die kein Gläubiger ignorieren kann. Vom Herrn selbst in seinen Weinstock gesendet – das Zuhause, die Schulen, die Arbeitsstätten, die zivilen Organisationen – finden die Jünger Christi keine Zeit, um ‚untätig am Marktplatz herumzustehen’ und sie können sich auch nicht so sehr von den inneren Aspekten des Pfarrlebens aufreiben lassen, dass sie vom Auftrag, anderen aktiv die frohe Botschaft zu verkünden, abgelenkt sind“.

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Montag, September 13, 2004
 
Ob ich wohl in den Himmel komme?
Fragen und Gewissensbisse bei der Abtreibungs-Konferenz der FIAPAC in Wien.

Lotti Helström, Gynäkologin am Karoliska Universitätsspital in Stockholm, sprach zum Thema „Ethische Überlegungen zum Abbruch“ und erzählte dabei eine für eine Frau ihrer Überzeugung relativ ungewöhnliche Geschichte. Als sie eines Tages dabei war, die sechste chirurgische Abtreibung vorzunehmen, sei in ihrem Kopf plötzlich wie aus dem Nichts die Frage aufgetaucht, ob sie wohl in den Himmel käme. Zu dieser Zeit war sie laut einer Studie die führende Abtreibungsärztin Schwedens. Sie hätte sich darüber Gedanken gemacht, weil sie daran glaube, dass ihre Mutter im Himmel sei, und sie diese gerne wieder sehen würde.

Aus einer Studie, die sie an ihrer Klinik durchführte, ging hervor, dass nicht nur Mütter, sondern auch das medizinische Personal oft mit Trauer, Scham, Schuldgefühlen und Zorn zu kämpfen haben. Frauen, die aus mangelnder Vorsicht ungewollt schwanger würden, seien in den Augen von Ärzten und Schwestern „nachlässig“, trotzdem glauben sie daran, mit ihrer Arbeit ein Recht der Frauen zu unterstützen.

Niemand kann ungestraft töten.

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Samstag, September 11, 2004
 
Abtreibung ist ‚größtes Verbrechen der Geschichte’
Heute ist der Gedenktag für jene, die in New York auf Grund des Terroristenanschlags vor drei Jahren das Leben verloren haben.


Wer gedenkt der Millionen Unschuldiger, die auf der ganzen Welt täglich während des ganzen Jahres ermordet werden?

„Wir sprechen über Morde, Konzentrationslager, Gulags, aber tatsächlich werden Tausende und Abertausende von Kindern in den Bäuchen ihrer Mütter geopfert.“

Madrid (www.kath.net / LifeSiteNews.com) Ein spanischer Bischof hat mit deutlichen Worten gegen eine Liberalisierung der Abtreibungsgesetzgebung im Land protestiert. Bischof José Gea Escolano von der Diözese Mondoñedo-Ferrol kritisierte jüngste Gesetzesvorschläge, die Abtreibung in den ersten drei Schwangerschaftsmonaten legalisieren sollen.

Abtreibung sei „das größte Verbrechen, das je in der Geschichte begangen wurde“, erklärte der Bischof. „Wir sprechen über Morde, Konzentrationslager, Gulags, aber tatsächlich werden Tausende und Abertausende von Kindern in den Bäuchen ihrer Mütter geopfert. Das ist so absurd, dass es mit keinem Genozid in der Geschichte verglichen werden kann“, betonte Escolano.

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Donnerstag, September 09, 2004
 
Holländische Justiz und die Nazis.
Die holländische Justiz hat einer Universitätsklinik die Erlaubnis gegeben auch Kinder unter 12 Jahre und Säuglinge umzubringen. Niemand wird gefragt. Die Entscheidung untersteht allein dem Urteil über Leben und Tod des Arztes.

Kann mir jemand sagen, ob noch ein Unterschied zu der Eugenie der Nazis besteht?

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Montag, September 06, 2004
 
Der Papst verteidigt die Ehe gegen den Homo-Irrweg
ÖVP-Politiker Vincenz Liechtenstein begrüßt Klarstellung von Papst Johannes Paul II. zur Ehe


"Dem Papst ist für sein deutliches 'Nein' zur Gleichstellung homosexueller Verbindungen mit der Ehe zu danken", sagte Vincenz Liechtenstein, ÖVP-Abgeordneter zum Nationalrat und Vorstandsmitglied des Katholischen Familienverbandes Steiermark am Montag. "Mit der klaren Ablehnung der sogenannten Homo-Ehe hat sich Papst Johannes Paul II. wieder einmal als hellsichtiger Verteidiger der wahren gesellschaftlichen Werte erwiesen", so Vincenz Liechtenstein. Der Papst verteidige die Ehe aus gutem Grund gegen den "Homo-Irrweg".

Er selbst teile die Position des Papstes ohne Wenn und Aber: Der Staat lasse jeden leben, wie er leben will. Und das sei auch gut so. Einen besonderen Schutz und eine besondere, aktive Förderung durch den Staat, also durch die Allgemeinheit, solle es aber nur für die Lebensform geben, die auch der Allgemeinheit dient: nämlich für die Ehe als eine auf Kinder offene Gemeinschaft von einem Mann und einer Frau. Diese Ehe dürfe nicht verwechselbar werden. Liechtenstein wörtlich: "Der Gesetzgeber soll vieles tolerieren. Aber aktiv fördern soll er das Beste: Ehe und Familie, weil Kinder Zukunft bedeuten."

Papst Johannes Paul II. hatte in einer Ansprache am Samstag den Staat zum entschiedenen Schutz von Ehe und Familie aufgerufen und jede rechtliche Gleichstellung der homosexuellen Gemeinschaften mit der Ehe abgelehnt. Wörtlich hatte Johannes Paul II. erklärt, dass jeder Versuch, den Begriff der Ehe zu ändern, der rechten Vernunft widerspreche: "Rechtliche Garantien wie für die Ehe können nicht der Verbindung zwischen Personen des gleichen Geschlechts gewährt werden, ohne zu einem falschen Verständnis der Natur der Ehe zu führen." - Die "tiefe Wahrheit" dieser päpstlichen Aussage sollten Politiker unabhängig von ihrem weltanschaulichen Standort bedenken, erinnerte Vincenz Liechtenstein in einer Aussendung am Montag.

Wien (kath.net/VL/GR)

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Sonntag, September 05, 2004
 
Der Tempelberg in Jerusalem kann täglich einstürzen.
Das berichtet das christliche Magazin „factum“ (Berneck/Schweiz) unter Berufung auf einen geheimgehaltenen Bericht der Israelischen Altertumsbehörde.

Das Dokument, das Mitte Mai dem Innenausschuß des Parlaments vorgelegt wurde, warne vor einer unmittelbaren Einsturzgefahr der Ostmauer, zitiert das Blatt den Ausschußvorsitzenden, Juri Stern. Seiner Ansicht nach ist nicht auszuschließen, daß sogar die gesamte Tempelanlage einschließlich der islamischen Heiligtümer Al-Aksa-Moschee und Felsendom zusammenbreche. Die Ursachen seien Erdbeben und illegale Bauarbeiten der islamischen Verwaltungsbehörde des Tempelbergs, des Waqf, die auf der Innenseite des gefährdeten Mauerabschnitts Ausgrabungen für eine riesige Moschee vorgenommen habe.

In den vergangenen Jahren kam es wiederholt zu gefährlichen Situationen. Vor drei Jahren bildete sich an der Südmauer auf einer knapp zehn Meter hohen und über 32 Meter breiten Fläche eine rund 50 Zentimeter große Beule, die inzwischen von jordanischen Experten repariert wurde. Nach einem Erdbeben und heftigen Schnee- und Regenfällen im Februar brach ein Teil des Tempelaufgangs an der Westmauer zusammen und stürzte auf den Frauenbezirk vor der Klagemauer.
Ein Einsturz der Umfassungsmauern des Tempelbergs, bei dem die Moscheen beschädigt oder zerstört würden, wäre laut „factum“ auch eine politische Katastrophe. Die arabisch-islamische Welt werde Israel verantwortlich machen und massiv gegen den Judenstaat vorgehen.

Die politischen Ereignisse würden vermutlich unkontrollierbar. Sie könnten sogar das „Greuel der Verwüstung“ einleiten, das mehreren Ankündigungen in Altem und Neuem Testament zufolge an der Stelle des jüdischen Tempels zu Ehren des Antichristen aufgerichtet wird.

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Freitag, September 03, 2004
 
Warum finanziert die Kirche eigentlich ihre eigenen Totengräber?
Salzburg (www.kath.net) Kirchenträume sind Legion geworden, und das einzige Mittel dagegen ist „die Wahrheit mit Liebe zu predigen“. Das stellte der Salzburger Weihbischof Andreas Laun in einem aktuellen Kommentar im „Rupertusblatt“ fest. Für den Katholiken, der seinen Glauben kennt, sei dieses Mittel „nicht rezeptpflichtig“.

Er zitierte folgende Geschichte des deutschen Neutestamentlers Gerhard Lohfink: „Eine katholische Kirchenzeitung veröffentlicht regelmäßig einen Fragebogen zum Glauben und lässt ihn von bekannten Persönlichkeiten des Bistums beantworten. Eine der feststehenden Fragen lautet: ,Ihre Kirchenträume?’ Ein von der Kirche angestellter Jugendbildungsreferent antwortete so: ,Zuerst schafft Rom den Zölibat ab, dann dürfen die Frauen Priester werden, dann schafft der Papst sich selbst ab.’“

Lohfink schlug vor, diesen Fragenkatalog noch zu ergänzen mit der Frage: „Weshalb finanziert die Kirche eigentlich ihre eigenen Totengräber?“ Die Zahl solcher Kirchenträume sei heute „längst Legion geworden“, kommentiert Bischof Laun: „Tatsache ist: Wieder einmal sind mitten in der Kirche Häretiker am Werk, Menschen also, die einen Teil des katholischen Glaubens beharrlich leugnen und zu allem Überfluss auch noch andere von ihren Irrtümern überzeugen wollen.“

Für die Abhilfe genüge ein Mittel, schreibt der Salzburger Weihbischof: „Franz von Sales definiert dieses Anti-Häresie-Mittel als ‚die Wahrheit mit Liebe predigen’. Für den Katholiken, der seinen Glauben kennt, ist dieses Mittel nicht rezeptpflichtig.“

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Donnerstag, September 02, 2004
 
China: Zwangsabtreibung, um Frau hinrichten zu können
Die Frau war mit 1,6 Kilogramm Heroin festgenommen worden. Ihr Kind wurde abgetrieben, weil Schwangere nicht zum Tod verurteilt werden dürfen.

Peking (www.kath.net / idea) Chinesische Behörden haben eine Abtreibung erzwungen, um die Mutter hinrichten zu können. Dies berichtet die Menschenrechtsorganisation amnesty international (ai). Die 29jährige Ma Weihua war im Januar mit 1,6 Kilogramm Heroin festgenommen worden und sollte deswegen zum Tode verurteilt werden.

Allerdings verbietet das chinesische Strafrecht die Hinrichtung von Schwangeren. Da Ma Weihua sich weigerte, ihr Kind abtreiben zu lassen, wurde die Abtreibung unter Vollnarkose durchgeführt. Die Frau habe sich „unkooperativ“ verhalten, heißt es auf dem ai vorliegenden „Formblatt für Zustimmung zur Operation“. Mit einem Urteil wird Anfang September gerechnet.

Häftlinge werden häufig innerhalb von Stunden nach der Urteilsverkündigung hingerichtet. China steuert einen harten Anti-Drogen-Kurs. Im Juni seien Hunderte von Menschen wegen Rauschgiftdelikten getötet worden, berichtet ai. Nach staatlichen Angaben sind 1,05 Millionen Chinesen drogenabhängig. Experten zufolge liegt die tatsächliche Zahl jedoch erheblich höher.

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Dienstag, August 31, 2004
 
Der Staat gräbt sein eigenes Grab
Gesellschaftliche Trends spiegeln immer die Wertsetzungen von Mehrheiten wider. Wenn über Jahrzehnte Konsumansprüche, Konten und Ego-Konzepte wachsen, bleibt wenig Raum für Kinder und Familienleben. So investiert unser Staat kaum in die Qualifizierung der elterlichen Erziehung und setzt statt dessen weitestgehend auf öffentlich subventionierte Ganztagesbetreuungssysteme. Elterliche Erziehung muss nicht gelernt werden, scheint das Credo zu sein. Geht es um Hobbys und berufliche Erfordernisse — egal ob eine optimierte PC- Nutzung, chinesisches Kochen oder astrologisches Wissen angestrebt wird — Zeit und Geld kommen schnell zum Einsatz.

Aber diese Selbstverständlichkeit fehlt weitestgehend bei der Vorbereitung auf die Elternrolle. Demnach wird nachvollziehbar, dass zwischen Küche, Kinderzimmer und Karriereplanung für den Nachwuchs viel Unvermögen im Umgang mit den anstehenden Aufgaben als Väter und Mütter deutlich wird. Außerdem liegt die gesellschaftliche Anerkennung für diese herausfordernde Tätigkeit weit unter der der simpelsten — außer Haus beruflich ausgeübten — Tätigkeiten.


Zugleich verdeutlichen einige Mahner, dass selbst eine höhere Geburtenrate keinesfalls aus dem momentanen Desaster herausführt, wenn diese Jugendlichen nicht gleichzeitig gut ausgebildet sind, leistungsbereit und mobil auf den Arbeitsmarkt reagieren. Denn was hat eine Gesellschaft davon, wenn ein ständig wachsender Teil des Nachwuchses sich schon in jungen Jahren gezielt Richtung soziales Netz hangelt.

Ich resümiere: Ein Volk hat nur dann Zukunft, wenn nicht Konten, sondern Kinder zu eigenverantwortlichen Persönlichkeiten heranwachsen.

ALBERT WUNSCH
Kirchenzeitung Köln

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Montag, August 30, 2004
 
Grossangriff des Bösen auf die guten Priester
\'Zur Zeit startet das Böse einen Großangriff auf die guten Priester\'
Jetzt ist die Zeit für alle Katholiken, ihre Priester stark und öffentlich zu unterstützen und sich nicht in die fast hysterischen Reaktionen auf das, was passiert ist, hineinziehen zu lassen - Von Alan Ames

In der heiligen apostolischen Kirche gibt es Menschen, die manchmal nicht entsprechend dem leben, wozu Christus, unser Herr, sie berufen hat. Die Welt benutzt dies oft, um die Kirche zu verurteilen und unseren Herrn Christus und Seine Botschaft abzulehnen. Leider erkennen manche nicht, dass der Umstand, dass es Menschen in der Kirche gibt, die nicht recht leben, nicht heißt, dass die Kirche Unrecht hat oder dass die Botschaft der Liebe Gottes, die sie verkündigt, falsch ist. Es bedeutet lediglich, dass die Menschen schwach sind und zur Sünde neigen.
Es war schon immer so. Der heilige Petrus sündigte:
Da fing er an zu fluchen und schwor: Ich kenne diesen Menschen nicht, von dem ihr redet (Mk 14,71).
– er, der auserwählt war, die Kirche zu leiten! Sein Sündigen hielt den Herrn Jesus jedoch nicht davon an, ihn zu lieben, noch zerstörte oder änderte es die Botschaft der Liebe Gottes oder die Vollmacht, die ihm unser Herr übertragen hatte. Dasselbe gilbt für die heilige apostolische Kirche. Manchmal sündigen Menschen in der Kirche und sündigen schwer, doch dies zerstört die Vollmacht oder Liebe Christi in der Kirche nicht:
Vor allem: Ihnen sind die Worte Gottes anvertraut. Wenn jedoch einige Gott die Treue gebrochen haben, wird dann etwa ihre Untreue die Treue Gottes aufheben? Keineswegs (Röm 3, 2-4)!

Das Folgende ist ein Brief, den ich 2003 bezüglich eines Kirchenskandals veröffentlichte:
Heute erhebt leider der schlimme Skandal der Pädophilie sein hässliches Haupt innerhalb der katholischen Kirche. Eine Anzahl Priester wurde dieses abscheulichen Verbrechens gegenüber Kindern und dieses Verstoßes gegen das göttliche Moralgesetz für schuldig befunden. Es ist richtig und rechtens, dass Menschen in der Kirche und von außerhalb sich regen und dies schrecklichen Taten verurteilen, damit jene, die sie begangen haben, vor Gericht gebracht werden. Es ist auch richtig, die Abläufe zu untersuchen, die zugelassen haben, dass dies geschehen konnte und weiterhin geschieht. Offensichtlich mangelte es am Verständnis, wie mit diesen Situationen umzugehen war, als sie auftraten. Wir müssen beten, dass eine Lehre aus der Vergangenheit gezogen wird, damit in Zukunft die korrekten Taten erfolgen, um dieses Übel zu bekämpfen.

Wir als Kirche müssen ebenso die Verantwortung wahrnehmen, die wir haben, für jene Unschuldigen zu sorgen, die verletzt worden sind, und unser Bestes tun, um ihnen über die Schwierigkeiten hinwegzuhelfen, die sie aufgrund dessen haben, was sie durchmachen mussten. Wir müssen jetzt auch vereint gegen dieses Übel vorgehen, welches in die Kirche eingedrungen ist, denn dies ist auf jeden Fall ein Angriff des Bösen, dessen Ziel es ist, der Kirche zu schaden und sie zu zerbrechen. Die Wahrnehmung ist jetzt die, dass viele Priester unmoralisch und böse sind, während in Wirklichkeit die große Mehrheit gute und heilige Priester sind, die Gott und dem Mitmenschen zu dienen suchen. Tatsächlich ist es eine sehr, sehr kleine Minderheit von Priestern, die auf eine solche Art sündigen, doch durch die Medien scheint es, als ob dies unter den Priestern gang und gäbe wäre.

Zur Zeit startet das Böse einen Großangriff auf die guten Priester durch die sehr wenigen, die es mit sexuellen Wünschen und Verirrungen bestrickt hat. Jetzt ist die Zeit für alle Katholiken, ihre Priester stark und öffentlich zu unterstützen und sich nicht in die fast hysterischen Reaktionen auf das, was passiert ist, hineinziehen zu lassen. Wir müssen verstehen, dass in der normalen Gesellschaft ein gewisser Prozentsatz von Personen sich so schrecklich verhält, aber das heißt nicht, dass alle es tun. Die Priester sind aus der Gesellschaft genommen, und so ist zu erwarten, dass ein kleiner Prozentsatz von ihnen dies Krankheit des Bösen in sich trägt, doch das heißt nicht, dass alle so sind. Es bedeutet vielmehr, dass jene, die nach dem Priestertum trachten, in noch viel größerem Ausmaß als in der Vergangenheit geprüft werden müssen, damit jene entfernt werden können, die Probleme haben. Wir sollten auch erkennen, dass diese kranken Menschen in der Gesellschaft zu Berufen hingezogen werden, wo Kinder ihrer Fürsorge anvertraut sind, damit sie diese Stellung ausnutzen können. Dies geschieht nicht nur im Priesteramt und nicht nur in der katholischen Kirche.

Heute müssen die Katholiken mutig dieser Bedrohung ihrer Kirche entgegentreten; nicht nur mutig helfen, dieses Übel auszurotten, sondern auch mutig hinter ihren Priestern stehen und der Welt verkünden, dass Gott in Seiner Liebe und Barmherzigkeit mächtig in und durch das Priestertum wirkt. Wir dürfen nicht zulassen, dass jene, die gegen die Kirche sind, diese Zeit nutzen, um ihre eigenen Pläne durchzuboxen, z.B. verheiratete Priester, Frauenpriestertum, homosexuelle Priester – um nur wenige zu nennen. Statt dessen müssen wir fest stehen in unserem Glauben und im Wissen, dass Gott mit unserer Zusammenarbeit jedes Unrecht in der Kirche korrigieren und – durch die Kirche – allen Seine göttliche Liebe bringen wird.

Wir dürfen nicht vergessen oder ignorieren, was geschehen ist, doch wir müssen vergeben und mit und in Christus stehen, um diesem Übel die Stirn zu bieten, welches Seine Kirche heute angreift.

(Der Kommentar ist ein Auszug aus einem Buch von Alan Ames - kath.net)

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Samstag, August 28, 2004
 
Christen werden heute verfolgt
Wie zu Kaiser Neros Zeiten werden heute Christen in vielen Ländern diskriminiert, gefoltert oder umgebracht. Das berichtet die Monatszeitschrift Cicero, die in Potsdam erscheint. Wie es weiter heißt, würden nach vorsichtigen Schätzungen der amerikanischen Kommission für internationale Religionsfreiheit jährlich rund 167.000 Christen wegen ihres Glaubens getötet.

Verfolgung könne ihnen in kommunistisch regierten Staaten wie Nordkorea ebenso widerfahren wie in islamischen Ländern, etwa Saudi-Arabien. Das Bild der Unterdrückung sei sehr unterschiedlich: In manchen Ländern stellten die Regierungen den Christen nach, während es in anderen Staaten Extremisten oder Rebellen seien. So gewähre das südamerikanische Kolumbien zwar seinen Bürgern Religionsfreiheit, doch hätten Angehörige von Guerillagruppen in den vergangenen Jahren Hunderte Geistliche getötet.

Besonders die antichristlichen Ressentiments aus der islamischen Welt beunruhigten Wissenschaftler und religiöse Institutionen. Extremistischer Islam breitet sich aus So habe der amerikanische Theologe Paul Marshall in der Monatszeitschrift des Amerikanischen Jüdischen Kongresses geschrieben, dass extremistische Versionen des Islam überall an Macht gewönnen, oft mit saudischer oder iranischer Hilfe. Sie verbreiteten sich über Ost- und Westafrika, sowie über Süd-, Südost- und Zentralasien.

Der am längsten anhaltende und blutigste Bürgerkrieg der letzten Jahre, der seit 20 Jahren im Sudan tobende Konflikt zwischen der islamischen Zentralregierung und Christen bzw. Anhängern von Naturreligionen im Süden des Landes, hat laut Cicero zwar einen komplexen Hintergrund, doch sei ein Schlüsselmerkmal, daß das Regime das gesamte Land zu einem islamischen Staat machen wolle. Besonders gefährdet seien Christen in Nordkorea, Saudi-Arabien und Laos, schreibt das Monatsmagazin unter Berufung auf das Missionswerk Offene Grenzen. (kath.net)

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Freitag, August 27, 2004
 
Grübel, grübel, grübel ...
... Grübeln und übermäßiges Sorgen machen immer mehr Menschen krank. Betroffen sind vor allem jüngere Personen und Frauen, die stärker zu Depressionen neigen als Männer. Das hat die amerikanische Psychologieprofessorin Susan Nolen-Hoeksma herausgefunden. Seit über 20 Jahren befasst sie sich mit den seelischen Auswirkungen des Grübelns.

In einer Studie mit rund 1.300 Befragten stellte sich heraus, dass 73 Prozent der jungen Erwachsenen und 52 Prozent der mittleren Generation zum übermäßigen Grübeln neigen. Gleichzeitig werden die jüngeren anfälliger für Depressionen. Weniger als 20 Prozent der vor 1915 geborenen Amerikaner litten jemals unter krankhafter Schwermut, aber über 40 Prozent der nach 1955 geborenen mussten sich deswegen in Behandlung begeben.

Wie Nolen-Hoeksma in der Zeitschrift Psychologie heute (Weinheim) weiter schreibt, führen mehrere Faktoren der modernen Gesellschaft in die Grübelfalle. Zu den folgenreichsten gehöre das Wertevakuum. Heute hätten die Menschen zwar viel mehr Wahlmöglichkeiten als früher, etwa im Blick auf Beruf, Partnerschaft und Kinderzahl, aber viele wüssten nicht, was das Beste für sie ist. Nolen-Hoeksma: Ein Wertevakuum ist die ideale Brutstätte fürs Zuvieldenken.

Auch das Anspruchsdenken verführe zum Grübeln. Man meine zum Beispiel, ein Recht auf viel Geld, einen Traumjob und eine perfekte Beziehung zu haben; wenn das nicht gelinge, verfalle man in Selbstzweifel, statt die Probleme anzupacken oder sich zufriedenzugeben. Der zwanghafte Wunsch nach schnellen Lösungen könne sogar in den Alkoholismus führen, denn der vermeintliche Seelentröster bewirke, dass sich die Aufmerksamkeit ganz auf die Sorgen richte.

Selbst Atheisten delegieren ihre Sorgen im Gebet

Als Rezepte, wie man aus der Grübelfalle herauskommt oder gar nicht erst hineingerät, rät die Psychologin zum Innehalten, zum Aktivsein und zum Delegieren der Sorgen. Obwohl die Gesellschaft angeblich wenig religiös sei, hätten 40 Prozent der Befragten angeben, dass sie sich dem Gebet oder der Meditation zuwenden, um sich von Sorgen und quälendem Nachdenken zu befreien. Sogar sonst völlig unreligiöse Menschen schickten ein kleines Gebet zum Himmel, wenn ihnen alles über den Kopf zu wachsen drohe.

Die Vorschläge der Psychologin ähneln auffallend den Worten Jesu, etwa Hütet euch aber, dass eure Herzen nicht beschwert werden ... mit alltäglichen Sorgen (Lukas 21,22) oder Sorgt nicht um euer Leben, was ihr essen und trinken werdet, auch nicht um euren Leib, was ihr anziehen werdet. Ist nicht das Leben mehr als die Nahrung und der Leib mehr als die Kleidung? (Matthäus 6,25).

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Donnerstag, August 26, 2004
 
All denen die wahrhaft suchen
Dieses Weblog ist all denen gewidmet, die suchen

Der heilige Augustinus sagt: "Du suchst? Dann hast Du schon gefunden!"

Gebrauchsanweisung:

Nur für solche die wahrhaftig die Wahrheit suchen.
Nicht für solche, die nur ihr eigenes Geschmäckle suchen.
Es gibt nur die Wahrheit.
Deine Wahrheit, meine Wahrheit: Jeder hat recht.
Schwarz kann dann weiss sein.

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