Zeichen und Zeugnis
Sonntag, Oktober 26, 2008
auf dass Gott das erste Wort habe, ,,, auf dass Gott auch das letzte Wort habe.“
Botschaft, die die Teilnehmer der XI. Ordentlichen Vollversammlung der Bischofssynode zum Abschluss ihrer Beratungen über das Wort Gottes im Leben und in der Sendung der Kirche an die Gläubigen in aller Welt gerichtet haben.Am Ende des Dokuments bekräftigen die Bischöfe mit Blaise Pascal: „Die Heilige Schrift hat - wie eine große Gestalt der christlichen Kultur sagte – ‚geeignete Mittel, um in allen menschlichen Lagen Trost zu spenden, und geeignete Mittel, um in allen Lebenslagen Furcht zu erwecken‘.“
Sie verweisen auf die vielen Zeugen und Märtyrer, die uns von der „Kraft des Wortes“ (Röm 1,16) erzählten - „dem Urgrund ihres Glaubens, ihrer Hoffnung und ihrer Liebe zu Gott und zu den Menschen“ -, und fügen hinzu: „Wir wollen nun in Stille verweilen, um andächtig das Wort des Herrn zu hören. Bewahren wir diese Stille auch nach dem Hören, damit es auch weiterhin unter uns wohnt und lebt und zu uns spricht. Lassen wir es zu Beginn des Tages erklingen, auf dass Gott das erste Wort habe, und lassen wir es am Abend in uns widerhallen, auf dass Gott auch das letzte Wort habe.“ (mehr)
Labels: Bibel, Furcht, Glaube, Schrift, Synode, Trost, Wort Gottes
Mittwoch, Mai 02, 2007
Antwort auf ein göttliches Geheimnis

Die einen explodieren, wie der Göttinger Lüdemann, und schreiben sofort ein Gegenbuch. Die anderen machen Joseph Ratzingers „Jesus von Nazareth“ wieder zu und versuchen, es zu vergessen und zu verdrängen.
Denn in ihrem Leben müsste sich einiges ändern, wenn das göttliche Geheimnis, der Schöpfer aller Dinge, in Jesus Christus tatsächlich die Welt der Menschen berührt und sich als „der Weg, die Wahrheit und das Leben“ erwiesen hätte. Dann müsste man all die kleinen Banalitäten, für die man sich aufreibt, verbiegt und bisweilen auch umbringt, stehen und liegen lassen, um dem zu folgen, der allein in der Lage das Leben zu geben.
Labels: Bibel, Glaube, Joseph Ratzinger, Kirche, Wahrheit
Freitag, April 13, 2007
Trialog: 2 Rabbis und Benedikt XVI reden über Jesus

(Aus der Einführung Kardinal Schönborns des Buches "Jesus" von Benedikt XVI):
Einer der Anstöße, das Buch zu über Jesus zu schreiben, war die Begegnung J. Ratzingers mit dem Buch des "großen jüdischen Gelehrten Jacob Neusner" (S. 99) "Ein Rabbi spricht mit Jesus" (München 1997; Original: A Rabbi Talks with Jesus: An Intermillennial Interfaith Exchange, New York 1993).
Was Papst Benedikt über dieses Buch sagt, ist so wesentlich für das Verständnis seines eigenen Jesus-Buches, dass ich hier etwas ausführlicher zitieren muss. Jacob Neusner, sagt unser Autor, habe sich "sozusagen unter die Hörer der Bergpredigt eingereiht und im Anschluss daran ein Gespräch mit Jesus versucht … Dieser ehrfürchtig und freimütig geführte Disput des gläubigen Juden mit Jesus, dem Sohn Abrahams, hat mir mehr als andere Auslegungen, die ich kenne, die Augen geöffnet für die Größe von Jesu Wort und für die Entscheidung, vor die uns das Evangelium stellt. So möchte ich ...als Christ in das Gespräch des Rabbi mit Jesus mit eintreten, um von ihm klar das authentisch Jüdische und das Geheimnis Jesu besser zu verstehen" (S. 99).
An diesen Trialog hatte Kardinal Ratzinger bereits damals gedacht, als er Rabbi Neusners Buch als "das bei weitem wichtigste Buch für den jüdisch- christlichen Dialog, das in den letzten … Jahren veröffentlicht worden ist" bezeichnete. Sein jetzt veröffentlichtes Jesus- Buch löst dieses Versprechen ein.
"Versuchen wir, das Wesentliche dieses Gesprächs aufzunehmen, um Jesus zu erkennen und um unsere jüdischen Brüder besser zu verstehen" (S. 136). Rabbi Neusner war - in seinem inneren Dialog - Jesus den ganzen Tag über gefolgt und zieht sich nun zu Gebet und Tora-Studium mit den Juden einer kleinen Stadt zurück, um das Gehörte mit dem dortigen Rabbi - immer im Gedanken der Gleichzeitigkeit über Jahrtausende hin - zu besprechen" (S. 136). Sie vergleichen nun Jesu Lehren mit denen der jüdischen Tradition. Der Rabbi fragt Neusner, ob Jesus dasselbe lehre wie diese. Neusner: "Nicht genau, aber ungefähr." "Was hat er weggelassen?" "Nichts." "Was hat er dann hinzugefügt?" "Sich selbst." So der gedachte Dialog.
Genau das ist der Punkt, vor dem Neusner in seiner so respektvollen Begegnung mit Jesus zurückschreckt. Er fasst sein Erschrecken in das Wort, das Jesus zum reichen jungen Mann sagt: "Wenn du vollkommen sein willst, geh, verkauf deinen Besitz; komm und folge mir" (vgl. Mt 19,20). Alles hängt davon ab, sagt Neusner, "wer mit 'mir' gemeint ist" (Ein Rabbi spricht mit Jesus, S. 114). Und unser Autor ergänzt: "Dies ist der zentrale Grund, warum er (Rabbi Neusner) Jesus nicht folgen will, sondern beim 'ewigen Israel' bleibt" (S. 137).
Was die Hörer und Leser der "Einführung ins Christentum" seit 1968 begeistert hat, die unverwechselbare Mischung von gläubig-denkerischer Durchdringung und existenzieller Erschließung, das hat durch seinen Hirtendienst noch gewonnen. Der Blick auf die Gesellschaft, auf die denkerischen, sozialen, politischen Herausforderungen unserer Zeit ist so universal geworden, wie es die Universalität seines jetzigen Hirtendienstes erfordert. Aber über alle Brillanz der Analysen, allen Reichtum an Intuitionen und Perspektiven hinaus, von denen dieses Buch übervoll ist, wird alles von der verhaltenen Leidenschaft für den bewegt, dessen "Stellvertreter auf Erden" zu sein nun seine Aufgabe geworden ist. (mehr).
Labels: Benedikt XVI, Bibel, Glaube, Jesus, Joseph Ratzinger, Kirche, Rabbi
Mittwoch, April 11, 2007
Wo Bibel draufsteht...
Scharfe Kritik an der „Bibel in gerechter Sprache“ übt der Es sei „geradezu grotesk", so Hahne auf der Ostertagung des Diakonissen-Mutterhauses Lachen in Neustadt/Weinstraße, dass Papst Benedikt XVI. mit einem glaubensweckenden Jesus-Buch die Titelseiten fülle, während der Protestantismus, der sich gern als „Kirche des Wortes“ bezeichne, ausgerechnet wegen einer Bibelübersetzung mit Spott überschüttet werde. „Es tut einem lutherischen Journalisten in der Seele weh, nicht wegen seines Auferstehungsglaubens, sondern wegen der sektiererischen Sonderbibel aus dem Geist eines fundamentalistischen Feminismus von seinen skeptischen Kollegen verlacht zu werden", beklagte Hahne. Die „Bibel in gerechter Sprache“ übersetzt nicht nach dem Urtext, sondern nach den Überzeugungen von Befreiungs- und feministischer Theologie sowie des jüdisch-christlichen Dialogs. Wo Bibel draufsteht...
„Wo Bibel draufsteht, muss Urtext drin sein, alles andere ist durchschaubarer Etikettenschwindel,“ sagte der TV-Journalist. Während der Papst mit seiner Neuerscheinung „Jesus von Nazareth“ einen populären Volltreffer lande, hätten sich die Protestanten „wieder mal populistisch ins selbst gewählte Abseits geschossen“. Erst vergangene Woche hatte auch der Rat der EKD, dessen Mitglied Hahne ist, in einer Erklärung schwere Bedenken gegen die „Bibel in gerechter Sprache“ erhoben. Sie stelle teilweise „zentrale Inhalte des Bekenntnisses zu Jesus Christus als unserem Heiland und Erlöser in Frage". (Fernsehmoderator Peter Hahne, Berlin)
Labels: Bibel, Glaube, Kirche, Urtext, Wort Gottes, Übersetzung
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