Zeichen und Zeugnis
Freitag, Oktober 17, 2008
Zelebrationsrichtung: Die Blickrichtung der Teilnehmer an der hl. Messe
„Der Gedanke, dass Priester und Volk sich beim Gebt gegenseitig anschauen sollten, ist erst in der Moderne entstanden und der alten Christenheit völlig fremd. Priester und Volk beteten ja nicht zueinander, sondern zum einen Herrn hin. Deshalb schauen sie beim Gebet in dieselbe Richtung: entweder nach Osten als kosmisches Symbol für den kommenden Herrn oder, wo dies nicht möglich war, auf ein Apsisbild Christi, auf ein Kreuz oder einfach gemeinsam nach oben, ...“„Inzwischen setzt sich erfreulicherweise immer mehr der Vorschlag durch, ... nicht neue Umbauten zu machen, sondern einfach das Kreuz in die Mitte des Altares zu stellen, auf das Priester und Gläubige gemeinsam hinschauen, um sich so auf den Herrn hinführen zu lassen, zu dem wir alle miteinander beten.“ (Beneditk XVI)
Labels: Eucharistie, Gebet, heilige Messe, Kosmos, Zelebrationsrichtung
Sonntag, August 31, 2008
Weint Christus über dich? Opfer und Selbstverneinung: wahrhaft und liebevoll
Jerusalem, Jerusalem...!Und beim Opfer sollten nicht die oft säuerlichen Gedanken an Triebverzicht oder -beherrschung um Vordergrund stehen, sondern Liebe und Freude. Denn beim Triebverzicht blickt man nur auf sich selbst, bei Liebe und Freude dagegen auf das Gemeinsame und das Gegenüber. Im übrigen aber ist es immer hilfreich, sich für das Verhältnis zu Gott an die Erste Liebe zu erinnern. Was tut einer oder eine nicht alles, um auf dem Weg zum Ziel einen Schritt weiterzukommen.
Aber warum sollte man Gott lieben? Weil Gastfreundschaft seine erste Tugend ist, indem er die Menschen einlädt in eine reiche und schöne Schöpfung, die noch reicher ohne die Misswirtschaft der Menschen wäre. Weil er jedem Menschen, garantiert jedem, besondere Fähigkeiten als Alleinstellungsmerkmale gegeben hat. Weil er uns begleitet von der Wiege bis zur Bahre. Weil er im Brot und Wein der Eucharistie uns leibhaftig nahekommt und andeutet, dass er uns im Ganzen sanieren, auferwecken und verwandeln will. Weil sein Inneres reine Freude ist. Die Liebe zu Gott ist nicht einfach, sie braucht tausend Bilder, die einander aufheben und ergänzen. Bibel und Liturgie zählen uns diese Bilder auf. Das authentische und definitive Foto von Gott ist Jesus Christus selbst. Klaus Berger
Labels: Eucharistie, Gott, Heroische Liebe, Opfer, Welt
Dienstag, Juni 24, 2008
Wie nehmen Sie an der Eucharistiefeier teil?
Die Eltern hatten eine dreijährige Tochter, die sie tauften. Aus Tradition und Pflicht heraus gingen sie dann gemeinsam mit der Tochter jeden Sonntag zur heiligen Messe. Die Tante des Mädchens ist bekennende Katholikin. Es war Zeit, um zur Messe zu gehen, und die Mutter fragte das Mädchen: „Mit wem möchtest du zur Messe gehen, mit Mami oder mit deiner Tante?“ Und das Mädchen antwortete ohne zu zögern: „Mit meiner Tante!“ „Warum?“, fragte die Mutter. „Weil sie glaubt!“, antwortete das kleine Mädchen. Ich denke, dass solche Gesten eine Katechese für sich sind.
Labels: Eucharistie, Glaube, heilige Messe, Katholiken, Kirche, Teilnahme
Mittwoch, März 26, 2008
Mein Volk, was habe ich dir getan, womit habe ich dich betrübt? Antworte mir. Was habe ich dir getan, dass du dieses Sakrament so unwürdig behandelst?
“Mein Volk, was habe ich dir getan, womit habe ich dich betrübt? Antworte mir. Was habe ich dir getan, dass du dieses Sakrament so unwürdig behandelst? Was habe ich dir getan, dass du über dieses Sakrament Lehren verbreitest, die nicht meiner Stiftung entsprechen; dass du sagst, dies sei gewöhnliches Brot und gewöhnlicher Wein, und es sei nicht denkbar, dass die Verwandlung des Brotes in meinen heiligen Leib und des Weines in mein kostbares Blut möglich sei? Ich selber habe doch gesagt: ‘Das ist mein Leib, das ist mein Blut.’ Warum glaubst du meinen Worten nicht?
Mein Volk, was habe ich dir getan, dass du die Kinder nicht mehr in Ehrfurcht und Liebe vor diesem heiligsten Sakrament erziehst; dass du ihnen nicht mehr die Wahrheit dieses Sakramentes vermittelst; dass du ihnen auch nicht mehr sagst, dass sie dieses Sakrament mit reinem, von Sünden freiem Herz empfangen sollen? Mein Volk, was habe ich dir getan? Antworte mir.
Was habe ich dir getan, dass du dieses Sakrament nicht mehr als das Sakrament meines Opfers am Kreuz anerkennen willst; dass du sagst, die heilige Messe sei nicht die Vergegenwärtigung des Kreuzesopfers; dass du das Wort Opfer vermeiden willst, obwohl ich gesagt habe: ‘Das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird?’
Was habe ich dir getan, dass du aus dieser heiligen Feier ein Mahl der Belustigung und deiner Selbstbestätigung gemacht hast? Mein Volk, antworte mir. Mein Volk, was habe ich dir getan, dass Dir das Messopfer so wenig wert ist; dass du alles andere tust, nur nicht am eucharistischen Opfer teilnimmst und dich Sonntag für Sonntag davon fern hältst?
Was habe ich dir getan, dass du meine Gegenwart im Tabernakel übersiehst und gering achtest? Was hätte ich für dich noch mehr tun können, als dir dieses Sakrament zu schenken und mein Kreuzesopfer auf diese Weise durch alle Zeiten und für alle Menschen wirksam bleiben zu lassen?
Was hätte ich mehr tun können als meinen Aposteln aufzutragen: ‘Tut dies zu meinem Gedächtnis?’ Mein Volk, was habe ich dir getan, womit habe ich dich betrübt? Antworte mir.” (Msgr. Huonder, Bischof von Chur)
Labels: Blut, Eucharistie, Feier, Fleisch, Kreuz, Opfer, Sakrament
Donnerstag, Juli 12, 2007
Kirchen = KIRCHE?
Mit dem Zweiten Vaticanum hat die katholische Glaubenslehre einen entscheidenden Schritt der Klärung getan: „Kirche“ existiert konkret. Sie ist keine abstrakte Idee. Sie ist dort, wo Petrus ist, wo sein Nachfolger die Herde Christi leitet. Sie ist dort, wo in der Gemeinschaft mit ihm und den rechtmäßigen Bischöfen die Eucharistie gefeiert wird. Deshalb sagt das Konzil, sie sei „verwirklicht“ („subsistit“) in der katholischen Kirche.Der Kern der Frage war und ist: Was macht „Kirche“ aus? Die katholische Antwort war und ist: die Fülle der „Heilsmittel die Christus seiner Gemeinschaft anvertraut hat. Dazu gehören wesentlich: die apostolische Sukzession und die Eucharistie. Beide sind in den aus der Reformation hervorgegangenen Kirchen nicht im vollen Sinn gewahrt geblieben...
Aber außerhalb ihres „sichtbaren Gefüges“ gebe es eine Fülle an „Elementen der Heiligung und Wahrheit“, die wirklich zur Kirche Jesu Christi gehören. Wo immer diese Elemente zu finden sind, dort sind Elemente der Kirche, wenn auch die Kirche nicht voll verwirklicht ist.
Deshalb, so heißt es in dem neuen Papier aus Rom, gelte, dass „diese (aus der Reformation hervorgegangenen) Gemeinschaften selbst - wegen der verschiedenen Elemente der Heiligung und der Wahrheit, die in ihnen wirklich vorhanden sind - zweifellos einen kirchlichen Charakter und einen daraus folgenden Heilswert haben“. (Kardinal Schönborn)
Labels: Apostolische Sukzession, Eucharistie, Glaube, Kirche, Kirchen, wahre Kirche
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