Zeichen und Zeugnis
Samstag, Juli 07, 2007
Benedikt XVI über die Frau nach Bruno Forte

„Der Papst sagte: Die Tatsache, dass die Frau vom Priesteramt ausgeschlossen ist, bringt keine Unterlegenheit zum Ausdruck, sondern zeigt eine Vielfalt von Ausdrucksformen und Möglichkeiten, am Leben der Kirche teilzunehmen“, erklärte Forte, ein bedeutender italienischer Theologe, der vor zwei Jahren die Fasten-Exerzitien für Papst und Kurie hielt, was als große Anerkennung auf fachlicher und menschlicher Ebene gilt.
„Damit hat der Papst diese theologische Wahrheit in eine existentielle und persönliche Sprache übersetzt“, kommentierte Bischof Bruno Forte. „In anderen Worten, nicht Priester zu sein, bedeutet nicht, dass die Frau in einer untergeordneten Lage ist. Es bedeutet, so wie Maria gegenüber Jesus eine Teilnahme in der Gegenseitigkeit zu leben. In welchen Ämtern der Kirche also kann die Frau heute präsenter sein, als sie es ist?“
„Ich würde die Dimension der Prophetin herausheben“, meinte der Bischof Bruno Forte. „Die Frau im Dienst der Verkündigung für die Weitergabe des Glaubens, als Katechetin, als Theologin, als Kontemplative, als Zeugin im Dialog. Denn die Frau hat außerordentliche Fähigkeiten zum Hören des anderen, das heißt, Fähigkeiten im Dialog. Zweitens, in Bezug auf die Liturgie: Die Frau ist dazu befähigt, den Empfang des anderen vorzubereiten. Das erfüllt sich in der liturgischen Handlung, die der Gipfelpunkt des Lebens der Kirche ist.“
Labels: Amt, Frau, Glaube, Kirche, Priester
Donnerstag, Januar 04, 2007
Papst Johannes Paul II „Vorreiter für die Frauenrechte

ZENIT: Sie haben Papst Johannes Paul II. einmal als „Vorreiter für die Frauenrechte“ bezeichnet. Was genau meinen sie damit? Welche Rechte gehören besonders verteidigt beziehungsweise gestärkt?
Gloria Fürstin von Thurn und Taxis: Denken Sie nur an die „Theologie des Leibes“. Da hat Johannes Paul II. doch Bahnbrechendes, ja geradezu Revolutionäres geäußert. Der Mann soll die Frau ehren und lieben und sie sozusagen auf dem Silbertablett durchs Leben tragen. Weil Sie die Trägerin des Lebens ist.
Der Papst geht sogar soweit, dass er dem Mann im Detail erklärt, worauf er achten muss, damit die Würde der Frau während des Zeugungsaktes nicht verletzt wird. Mehr Einsetzen für Frauenrechte geht doch eigentlich gar nicht!
Die moderne westliche Welt hat die Gleichbehandlung von Mann und Frau so weit getrieben, dass die Frauen entscheidende Rechte gegenüber dem Mann verloren haben. Da, wo sich die Gleichstellung radikalisiert und als Gleichmacherei äußert, werden Mann und Frau ihre authentischen, Gott gewollten Unterschiede abgesprochen.
Ich denke besonders an das Recht, Kinder zu bekommen. Tausende von Frauen beklagen in der Schwangerschaftsberatung, dass es der Mann ist, der „das Kind nicht möchte“.
Labels: Familie, Frau, Glaube, Gleichberechtigung, Kinder, Kirche
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