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Zeichen und Zeugnis
Freitag, Dezember 25, 2009
 
Das Risiko bleibt
Zwischenfall im Petersdom wirft Sicherheitsfragen auf - Von Johannes Schidelko (KNA) - kathTube: Der Vorfall als Video

Rom (kath.net/KNA)
Schrecksekunde im Petersdom: Pünktlich um 22 Uhr hat sich die Prozession der Ministranten, Kreuzträger, Bischöfe und Kardinäle formiert - da bricht Panik aus. Sicherheitsleute rennen durch die Gänge, die Hand am Holster, der Chorgesang bricht abrupt ab. Ein Durcheinander im hinteren Teil des Gotteshauses - außerhalb der Fernsehkameras. Erst nach einigen Sekunden setzt sich die Prozession wieder in Bewegung, der Chor intoniert erneut sein «Tu es Petrus», Papst Benedikt XVI. schreitet segnend durch die Basilika zum Hauptaltar und feiert die Messe - als wenn nicht geschehen wäre.

Erst nach und nach sickert durch, was in diesen Sekunden passierte. Der italienische TV-Sender RAI, der die Papstmesse live kommentierte, sprach zunächst noch von einem Kardinal, dem ohnmächtig geworden sei. Dann hieß es, ein Mann habe den Papst zu Boden geworfen. Erst nach eineinhalb Stunden veröffentlicht RAI die Bilder einer Kamera, die die Szene aufzeichnete. Sie zeigen, wie eine rot gewandete Gestalt die hölzerne Balustrade des Mittelgangs überspringt und auf den Papst zurennt. Ihr gelingt es sogar, den 82-Jährigen zu berühren, sich im Pallium, der Ehrenstola des Papstes, festzukrallen. Erst dann stürzt ein Sicherheitsbeamter dazwischen und reißt die Person zu Boden. Und auch der Papst stolpert und stürzt.



Am Freitag wird bekannt, dass es sich bei der Täterin um eine 25-jährige Frau mit italienischer und Schweizer Staatsangehörigkeit handelt, Susanna Maiolo. Offenbar versuchte sie bereits vor einem Jahr eine ähnliche Attacke, wurde aber einige Sekunden früher von den päpstlichen Leiwächtern abgefangen. Die wohl geistig-verwirrte Angreiferin wurde nach dem erneuten Angriff von der Gendarmerie verhaftet, abgeführt und verhört.

In das Gerangel geriet auch der französische Kurienkardial Roger Etchegaray, der als Kardinal-Bischof unmittelbar vor dem Papst geht. Der sympathische 87-jährige wurde in einem Rollstuhl weggefahren. Er zog sich einen Oberschenkelhalsbruch zu und wurde am nächsten Morgen in der römischen Gemelli-Klinik operiert.

Unmittelbar nach dem Vorfall tauchten Fragen nach der Sicherheit des Papstes auf. Denn Zwischenfälle wie dieser ereignen sich immer wieder. Man nehme den Vorgang nicht besonders ernst, meinte ein Vertreter der Gendarmerie. Zu keinem Zeitpunkt habe Gefahr für das Leben des Papstes bestanden. Trotzdem: Auch das fast tödliche Attentat auf Papst Johannes Paul II. 1981 geschah aus der Menschenmenge heraus.

In Italien fragt man sich zwei Wochen nach dem Anschlag auf Ministerpräsident Silvio Berlusconi, wie Spitzenpersönlichkeiten besser geschützt werden könnten. Im Vatikan weiß man, dass es keinen lückenlosen Schutz für einen Papst gibt, der das Bad in der Menge sucht und den beim Einzug in den Petersdom nur eine 1,30 Meter hohe Balustrade von dicht gedrängten Menschenmenge trennt. Ein Papst, der an die Absperrungen herantritt, Hände schüttelt und Kleinkinder herzt. Trotzdem wird sich der Papst auch nach diesem Vorfall kaum in seinen abgeschotteten Bereich zurückziehen. Ein Risiko bleibt.





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Mittwoch, Dezember 02, 2009
 
Schon gebetet heute?
Auch wenn Du die Worte nicht verstehst, höre und summe/bete mit...

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Mittwoch, November 11, 2009
 
‚Für Kommunisten zu beten lohnt sich’
Warum eine ehemalige glühende Kommunistin heute Christen um Vergebung bittet – von Matthias Pankau.

Von Marx zu Jesus – so könnte man den Lebensweg von Karin Bulland zusammenfassen. Einst Vorzeigefunktionärin und Botschafterin des Kommunismus wird sie dem Arbeiter- und Bauernstaat bald unbequem. Man lässt sie in die Psychiatrie einliefern. Als sie wieder rauskommt, ist sie eine gebrochene Frau, versucht sich mehrfach das Leben zu nehmen. Doch dann begegnet Karin Bulland Jesus. Seitdem versteht sie sich als Botschafterin der Liebe Jesu. Ihre Botschaft: Zu Jesus kann jeder kommen!

Für Frieden und Gerechtigkeit

Karin Bulland, Jahrgang 1954, wächst in Thüringen auf. In der Schule lernt sie, dass allein die SED Frieden und Gerechtigkeit garantieren kann. Marx, Engels und Lenin werden ihre „Götter“. Da die junge Frau sehr sportlich ist, bleibt sie der DDR-Führung nicht verborgen. Ihre Erfolge als Leistungssportlerin tragen ihr Medaillen und zusätzliche Anerkennung der Genossen ein. Sie wird zur Diplomatin im Trainingsanzug. Bei Großveranstaltungen steht sie am Rednerpult und versucht die Jugend vom Sozialismus zu überzeugen. Nach der Schule macht sie eine Ausbildung zur Erzieherin, arbeitet aber schon bald beim Rat des Kreises – der Kommunalverwaltung – in Altenburg bei Leipzig. Erstmals blickt sie hier hinter die Kulissen des Sozialismus. Ihr Weltbild bröckelt, als sie merkt, dass hinter der Fassade von Humanismus nichts anderes steht als der eigene Vorteil und Verachtung und Hass für Andersdenkende.
Zwangsjacke in der Psychiatrie

Sie setzt sich vehement für die Gleichberechtigung nicht „linientreuer“ Bürger ein. Deshalb fällt sie bei der SED in Ungnade. Was sich im Sommer 1985 abspielt, hört sich an wie aus einem Thriller: Karin Bulland sitzt in ihrem Büro, als die Tür aufgeht und zwei Männer hereinstürmen. Sie bekommt eine Spritze, dann wird sie in eine Zwangsjacke gesteckt und unter dem Vorwand, die epileptischen Anfälle, die sie von Zeit zu Zeit hat, behandeln zu wollen, in die Psychiatrie eingeliefert. Immer wieder wird sie dort misshandelt. Als sie den Mitarbeitern droht, sie anzuzeigen, erlebt sie die Hölle.

Sie wollten mich kaputt machen

Karin Bulland wird in einen fensterlosen, dunklen Raum verlegt, dort auf eine Pritsche geschnallt, so dass sie sich nicht mehr bewegen kann. Tagelang werden ihr Medikamente injiziert, wird sie so lang mit Stromschocks gequält, bis sie Arme und Beine nicht mehr spürt. „Sie wollten mich kaputt machen, mein Gedächtnis auslöschen“, sagt Karin Bulland unter Tränen. Doch noch immer zweifelt sie nicht am System, sondern nur an den Menschen: „Ich glaubte nach wie vor an den Sozialismus.“ Dass Karin Bulland die „Behandlung“ in der Psychiatrie überlebt, hat sie ihrer damals neunjährigen Tochter zu verdanken, die in der Zeit bei der Oma lebt. Sie sucht ihre Mutter auf eigene Faust auf und schleicht sich heimlich auf die Station. Als sie ihre Mutter in dem dunklen isolierten Raum entdeckt, informiert sie die Großmutter, die sich dafür starkmacht, dass man sie nach monatelangen Diskussionen am 6. Mai 1988 entlässt.

Ein Gebet mit Folgen

Doch ihr Leben scheint zerstört. Sie sitzt im Rollstuhl, kann ihren linken Arm nicht mehr bewegen, hat fast täglich epileptische Anfälle – alles Folgen der drei Jahre Psychiatrie. Mehrfach versucht sie sich das Leben zu nehmen. Auch am 25. März 1991. Doch dann geht sie auf die Knie, reckt ihre Arme gen Himmel und ruft: „Wenn es jemanden gibt, der mir helfen kann, dann lass mich leben!“ In der folgenden Nacht meint sie, Jesus begegnet zu sein. Aus Neugier kauft sie sich eine Bibel, verschlingt sie geradezu. Als sie die Geschichte entdeckt, wie Jesus ein epileptisches Kind heilt, betet sie: „Mein Herr und mein Gott, dein Kind will ich sein!“

Seitdem hat sie keine Anfälle mehr gehabt, kann wieder gehen, ihren Arm bewegen. Rückblickend ist sie sich sicher, dass Menschen für sie gebetet haben. Auf Veranstaltungen berichtet sie heute von dem, was sie erlebt hat, bittet Christen um Vergebung für das, was ihnen im Namen des Kommunismus angetan wurde. Ihr Rat: „Für Kommunisten zu beten lohnt sich. Ich selbst bin eine Gebetserhörung.“ Berlin (www.kath.net/ idea)

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Dienstag, Oktober 21, 2008
 
Jeder Christ muss es lernen, sein Ich zurückzusetzen und Christus in die Mitte treten zu lassen.

Kirche ist das Fenster, aus dem der göttliche Atem in die Geschichte der Welt weht. Und dieses Fenster droht, durch die Banalität der Christen und ihrer Hirten verdunkelt zu werden, die der Meinung sind, dass gerade dieses Göttliche als Göttliches nicht zumutbar ist und menschlich aufbereitet werden muss. Aber nur die göttlichere Kirche ist Prinzip und Fundament, kann Ort der Erneuerung des Glaubens sein. Alles andere ist Selbstbetrug. Die säkulare Welt braucht keine christliche Moral, wenn der Glaube an deren Basis ein Optional ist. Es gibt viele andere Moralsysteme, die ähnlich gut funktionieren und sich in den Reigen der relativen Umstände gut einordnen. So wird eine säkularisierte christliche Moral nicht nur zu einem irrationalen Instrument des Ausdrucks von mehr oder minder guten Gefühlen. Sie verliert sich einfach in der Pluralität der Meinungen, insofern sie selbst sich als ebensolche Meinung präsentiert.

Eine Kirche, die meint, sich durch von außen an sie herangetragene Konflikte in ihrem Handeln bestimmen zu lassen, indem sie diese Konflikte zum „Schlachtfeld“ um ihre eigene Identität benutzt, geht fehl und verliert sich. Die Dramatik der Kirche besteht darin, dass sie (wieder) in der Lage sein muss, die wahre, die einzige Frage des Glaubens zu stellen: die Gottesfrage, die Verkündigung des Reiches Gottes. Jeder Christ muss es lernen, sein Ich zurückzusetzen, einen Schritt zurückzugehen, um Christus in die Mitte treten zu lassen.

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Freitag, Oktober 17, 2008
 
Zelebrationsrichtung: Die Blickrichtung der Teilnehmer an der hl. Messe
„Der Gedanke, dass Priester und Volk sich beim Gebt gegenseitig anschauen sollten, ist erst in der Moderne entstanden und der alten Christenheit völlig fremd. Priester und Volk beteten ja nicht zueinander, sondern zum einen Herrn hin. Deshalb schauen sie beim Gebet in dieselbe Richtung: entweder nach Osten als kosmisches Symbol für den kommenden Herrn oder, wo dies nicht möglich war, auf ein Apsisbild Christi, auf ein Kreuz oder einfach gemeinsam nach oben, ...“

„Inzwischen setzt sich erfreulicherweise immer mehr der Vorschlag durch, ... nicht neue Umbauten zu machen, sondern einfach das Kreuz in die Mitte des Altares zu stellen, auf das Priester und Gläubige gemeinsam hinschauen, um sich so auf den Herrn hinführen zu lassen, zu dem wir alle miteinander beten.“ (Beneditk XVI)

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Montag, September 29, 2008
 
Litanei um Demut
Herr Jesus, gewähre mir:
O Jesus! Sanft und demütig von Herzen, höre mich.

Von dem Wunsch, geschätzt zu werden, befreie mich o Jesus.
Von dem Wunsch, geliebt zu werden, befreie mich o Jesus.
Von dem Wunsch, erhoben zu werden, befreie mich o Jesus.
Von dem Wunsch, geehrt zu werden, befreie mich o Jesus.
Von dem Wunsch, gelobt zu werden, befreie mich o Jesus.
Von dem Wunsch, bevorzugt zu werden, befreie mich o Jesus.
Von dem Wunsch, um Rat gefragt zu werden, befreie mich o Jesus.
Von dem Wunsch, Zustimmung zu finden, befreie mich o Jesus.

Daß andere mehr geliebt werden als ich -
Jesus gewähre mir die Gnade, das zu wünschen.

Daß andere höher geschätzt werden als ich -
Jesus gewähre mir die Gnade, das zu wünschen.

Daß andere mehr geliebt werden als ich -
Jesus gewähre mir die Gnade, das zu wünschen.

Daß andere auserwählt werden und ich leer ausgehe -
Jesus gewähre mir die Gnade, das zu wünschen.

Daß andere Lob erhalten und ich übersehen werde -
Jesus gewähre mir die Gnade, das zu wünschen.

Daß andere mir in allem vorgezogen werden -
Jesus gewähre mir die Gnade, das zu wünschen.

Daß andere heiliger werden als ich,
vorausgesetzt, daß ich so heilig werde, wie ich soll -
Jesus gewähre mir die Gnade, das zu wünschen.

Vor der Furcht, erniedrigt zu werden, befreie mich o Jesus.
Vor der Furcht, verachtet zu werden, befreie mich o Jesus.
Vor der Furcht, getadelt zu werden, befreie mich o Jesus.
Vor der Furcht, verleumdet zu werden, befreie mich o Jesus.
Vor der Furcht, vergessen zu werden, befreie mich o Jesus.
Vor der Furcht, ausgelacht zu werden, befreie mich o Jesus.
Vor der Furcht, Unrecht zu erfahren, befreie mich o Jesus.

Daß andere mehr geliebt werden als ich -
Jesus gewähre mir die Gnade, das zu wünschen.

Daß andere höher geschätzt werden als ich -
Jesus gewähre mir die Gnade, das zu wünschen.

Daß andere mehr geliebt werden als ich -
Jesus gewähre mir die Gnade, das zu wünschen.

Daß andere auserwählt werden und ich leer ausgehe -
Jesus gewähre mir die Gnade, das zu wünschen.

Daß andere Lob erhalten und ich übersehen werde -
Jesus gewähre mir die Gnade, das zu wünschen.

Daß andere mir in allem vorgezogen werden -
Jesus gewähre mir die Gnade, das zu wünschen.

Daß andere heiliger werden als ich,
vorausgesetzt, daß ich so heilig werde, wie ich soll -
Jesus gewähre mir die Gnade, das zu wünschen.

O Jesus! Sanft und demütig von Herzen, höre mich.

(Text nach Kardinal Merry del Val)
Rafael Merry del Val erbte die besten Tugenden jener Nationen von denen er abstammte: Irland, England, Skotland, Holland und besonders Spanien.

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Mittwoch, September 10, 2008
 
Paul Badde entdeckte den Rosenkranz
Einige Zitate aus dem neuen Buch von Paul Badde.

"Dringend verteidigen möchte ich also auch das plappernde, das leiernde, das unandächtige, das gedankenlose Gebet, das ich zahllose Male verrichtet habe.“

„Der Rosenkranz macht jedes Land zu Heiligem Land. Natürlich ist darum auch in Fatima Terra Sancta oder in Lourdes, Mexiko, Medjugorje, Kevelaer, Altötting, Santiago de Compostela.“

„Die zwanzig verschiedenen Geheimnisse darf man sich deshalb auch vorstellen wie Schlüssellöcher in den Raum der Evangelien, durch die wir immer mehr von der Wirklichkeit der Erscheinung Gottes in Jesus erfassen – und zwar ‚mit den Augen seiner Mutter‘, wie Karol Wyjtyla sagte.“

„Im Rosenkranz schauen wir ‚durch die Worte hindurch wie durch ein Fenster auf das Leben Christi“, schrieb Joseph Ratzinger“, „und schauen nicht bloß hin, sondern werden auch seine Zeitgenossen. Er wird unser Zeitgenosse, wir gehen mit ihm, er geht mit uns.“ So gesehen, ist der Rosenkranz Theologie pur, allerdings für alle und nicht nur für die Theologiestudenten – und es ist eine Theologie, die vom Gebet umrahmt ist und nicht vom Gerede. Es ist ein Sehen, das nicht seziert, sondern zusammenfügt. Keine Ideologie kann sich dieser Schau bemächtigen und kein Zeitgeist. Sie setzt den Verstand nicht aus, sondern befreit ihn.“

„Jeder Rosenkranz vernäht die christliche Existenz mit dem Heiligen Land. Jeder Kranz ist eine kleine Pilgerreise.“

„Man darf den Rosenkranz auch unaufmerksam beten.“

„Doch auch allein gibt es mit dem Rosenkranz keinen Stau mehr, keine Flugzeugwartehalle, sondern nur noch Gelegenheit zur Ruhe und zum Frieden. Er lässt sich natürlich andächtig beten, und konzentriert, aber auch schläfrig, müde, abgespannt.“

„Der Rosenkranz füllt leeren Raum, wie Regen trockenen Boden tränkt. Er wässert den Boden der Existenz.“

Lesen Sie auch eine längere Rezension de Buches. Vielleicht fangen auch Sie an den Rosenkranz zu beten.
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aul Badde: "Heiliges Land. Auf dem Königsweg aller Pilgerreisen", Gütersloher Verlagshaus 2008, 272 Seiten

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Montag, August 25, 2008
 
Inseln der Ruhe und des Gebets inmitten der Stadt
Benedikt XVI: „Die Städte, in denen ihr lebt und wirkt, sind oft hektisch und laut, die Menschen laufen und verlieren sich, man lebt, als ob es Gott nicht gäbe. Gerade dort sollt ihr Orte und Gelegenheiten zum Gebet schaffen, an denen der Mensch Gott treffen kann.“

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Samstag, Juli 21, 2007
 
Gedanken zum Evangelium des 16 Sonntags C
Des heiligen Bernhard Predigt zu Mt 13: „Im geistlichen Stand lebt der Mensch frömmer, fehlt weniger, steht auf geschwinder, wandelt behutsamer, wird gereinigt leichter, mit Gnaden erfüllt öfter, ruht sicherer, stirbt getrösteter, wird belohnt häufiger.“ So ist man sich einig: Der weltliche Stand ist nicht zu tadeln, der geistliche Stand mehr zu loben. Wer heute diese Auslegungen liest, wird sich ungläubig die Augen reiben. Zum Trost heißt es, jeder Christ habe in seinem Beruf die Werkzeuge, mit denen er den Himmel gewinnen könne, wenn er nur „eifrig und emsig“ sei.

Bernhard fasst die Auslegungen zusammen: Man kann nicht beides gleichzeitig in angemessener Weise tun: sich um äußere Angelegenheiten kümmern und frei sein für die innere Sehnsucht nach Weisheit... Deshalb sitzt Maria und bleibt unbeweglich. Sie möchte die schweigende Ruhe nicht unterbrechen, um die selige Freude der Betrachtung nicht zu verlieren, vor allem, da sie den Herrn selbst im Inneren sprechen hört: Macht euch frei (vacate) und erkennt, daß ich Gott bin (Ps 45, 11).“

Kardinal Bellarmin, der zunächst als Ordensmann (SJ), dann als Kardinal „weltlich“ lebte, hat zu den beiden Wegen gesagt: „Da ich noch ein Ordensmann war, wusste ich nicht, was Traurigkeit ist, jetzt, da ich Kardinal bin, weiß ich nicht, was Fröhlichkeit ist.“

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