Zeichen und Zeugnis
Sonntag, August 31, 2008
 
Weint Christus über dich? Opfer und Selbstverneinung: wahrhaft und liebevoll
Jerusalem, Jerusalem...!


Und beim Opfer sollten nicht die oft säuerlichen Gedanken an Triebverzicht oder -beherrschung um Vordergrund stehen, sondern Liebe und Freude. Denn beim Triebverzicht blickt man nur auf sich selbst, bei Liebe und Freude dagegen auf das Gemeinsame und das Gegenüber. Im übrigen aber ist es immer hilfreich, sich für das Verhältnis zu Gott an die Erste Liebe zu erinnern. Was tut einer oder eine nicht alles, um auf dem Weg zum Ziel einen Schritt weiterzukommen.

Aber warum sollte man Gott lieben? Weil Gastfreundschaft seine erste Tugend ist, indem er die Menschen einlädt in eine reiche und schöne Schöpfung, die noch reicher ohne die Misswirtschaft der Menschen wäre. Weil er jedem Menschen, garantiert jedem, besondere Fähigkeiten als Alleinstellungsmerkmale gegeben hat. Weil er uns begleitet von der Wiege bis zur Bahre. Weil er im Brot und Wein der Eucharistie uns leibhaftig nahekommt und andeutet, dass er uns im Ganzen sanieren, auferwecken und verwandeln will. Weil sein Inneres reine Freude ist. Die Liebe zu Gott ist nicht einfach, sie braucht tausend Bilder, die einander aufheben und ergänzen. Bibel und Liturgie zählen uns diese Bilder auf. Das authentische und definitive Foto von Gott ist Jesus Christus selbst. Klaus Berger

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Montag, August 25, 2008
 
Inseln der Ruhe und des Gebets inmitten der Stadt
Benedikt XVI: „Die Städte, in denen ihr lebt und wirkt, sind oft hektisch und laut, die Menschen laufen und verlieren sich, man lebt, als ob es Gott nicht gäbe. Gerade dort sollt ihr Orte und Gelegenheiten zum Gebet schaffen, an denen der Mensch Gott treffen kann.“

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Samstag, Januar 12, 2008
 
Atheisten verplempern kostbare Zeit für irrationale Bedenken

KATH.NET: Herr Lütz, in Ihrem neuen Buch „Gott – Eine kleine Geschichte des Größten“ nennen Sie viele Beispiele von Versuchen, die Religion zu eliminieren... In der Einleitung steht der Satz: „Atheisten verplempern kostbare Zeit für irrationale Bedenken und leben manchmal so, als gäbe es Gott vielleicht ein bisschen doch. Und Gläubige leben oft die meiste Zeit ihres Lebens so, als gäbe es Gott nicht.“ Was müssen die Gläubigen denn tun, um diesen Zustand zu ändern?

Lütz: Sich bewusster auf Gott hin orientieren und entschiedener leben.

KATH.NET: Sie schreiben, dass wir erheblich von dem beeinflusst sind, was man so denkt und man so glaubt. Was muss man tun, um den Menschen klarzumachen, dass der Glaube viel mehr ist als nur ein Trend auf Zeit?

Lütz: Weisen Sie hin auf die Unwiederholbarkeit jedes Moments und auf die Unwiederholbarkeit jeder Person. Leben Sie Ihren Glauben überzeugend vor. Das beginnt schon mit dem Tischgebet im Restaurant.

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Dienstag, Dezember 18, 2007
 
Wir haben jedenfalls genau so viele echte Priester (und Ordensleute), wie wir echte Gläubige haben
Wir haben zu viel von dem, was man nicht braucht. Wahrscheinlich haben wir zu wenig Gläubige. Wir haben jedenfalls genau so viele echte Priester (und Ordensleute), wie wir echte Gläubige haben.

Das ist ein mystisches Gesetz in der Kirche. Gott lässt seine Kinder nicht alleine, niemals! Mit überreicherHand sät er Berufungen über uns aus. Sie sind da, in ausreichenderMenge. Er berührt die Herzen vonMenschen, die auf einem ganz anderen Trip sind. Er zieht an sich. Er ruft. Wir meinen bloß, wir müssten mehr Priester haben, weil wir an der Fiktion einer machtvollen Kirche festhalten, die es längst nicht mehr gibt. Es ist so viel Kirche in der Welt, so viel Kirche in den Herzen ist.

Wir irren, wenn wir das, was die Kirche ist, zuerst an einer Jahrtausende alten Geschichte, an der Menge ihres Grundbesitzes, an den riesigen Bauten, an den Kristallisationen der Kunst, am mächtigen Kirchensteueraufkommen und den weit reichenden Verbindungen festmachen. In Wahrheit sind wir ganz klein. Wir sind ein paar Leute, die sich für das Evangelium frikassieren lassen. Das genügt. Wir sind ganz und gar nicht ohne Hoffnung; im lebendigen Glauben an Gott ist man niemals ohne Hoffnung.

Venceremos! Wir werden siegen! Nicht weil wir so gut sind.Wenn uns etwas gelingt gegen den mainstream der Gottesvergessenheit, so ist es Gott selbst, der durch uns seine Sache betreibt … Wenn wir nur leer genug sind, dass er sein Leben in uns führen kann, wenn wir nur fein genug sind, dass er uns als seine Werkzeuge gebrauchen kann.

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Dienstag, Dezember 11, 2007
 
Einen Gott, den man braucht, braucht man nicht.
KATH.NET: Herr Lütz, in Ihrem neuen Buch „Gott – Eine kleine Geschichte des Größten“ nennen Sie viele Beispiele von Versuchen, die Religion zu eliminieren. Auch nach Jahrhunderten ist dieses Phänomen nicht totzukriegen. Warum brauchen wir Religion und Glauben?

Lütz: Einen Gott, den man braucht, braucht man nicht. Wenn man nur an Gott glaubt, damit es in der Gesellschaft besser läuft, ist das bloß eine gescheite Form des Atheismus. Wir sollten uns der Gesellschaft nicht als die Saubermänner anbiedern. Die entscheidende Frage ist doch, ob es Gott gibt oder nicht. Dass der Glaube an Gott dann auch nützliche Folgen hat, steht auf einem anderen Blatt.

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Donnerstag, August 16, 2007
 
Das Antlitz Jesu Christi
Am 16. August, feiert die orthodoxen Kirche seit uralter Zeit den Festtag "des heiligen Mandylion“, des Schleiers mit dem Antlitz Christi.

"Kurz nachdem der Papst das Buch Paul Baddes über das Antlitz von Manoppello gelesen hatte, entschloss er sich zu einer Pilgerreise dorthin. Am 1. September 2006 wurde Benedikt XVI. deshalb zum ersten Papst, der nach über vierhundert Jahren wieder im Zwiegespräch vor dem Antlitz verharrte, das so lange als kostbarster Schatz der Christenheit gegolten hat. TV-Stationen katapultierten das Bild in alle Winkel der Erde. Es war ein „point of no return“. Christi Gesicht sei der „Polarstern“ der Christenheit, rief Erzbischof Bruno Forte zur Begrüßung des Pontifex Maximus.

Um die Fleischwerdung Gottes auszudrücken, sagte Benedikt XVI. dann sechs Tage später in Rom, „können wir sehr wohl sagen, dass Gott sich ein menschliches Antlitz gegeben hat: das Antlitz Jesu. Wollen wir wirklich das Antlitz Gottes erkennen, haben wir nichts anderes zu tun, als das Antlitz Jesu zu betrachten. In seinem Antlitz sehen wir wirklich, wer Gott ist und wie Gott ist!“ Zwei Wochen später erhob er das Heiligtum in den Abruzzen zur Päpstlichen Basilika.

Aber auch die Auferstehung Christi bringt das zarte Antlitz in Manoppello zur Sprache wie kein Buch. Schon im zweiten Jahrhundert scheinen Texte von diesem Schleier zu reden. Von einem „glänzenden Bild auf chinesischem Gewebe mit Rötel“ ist etwa im „Perlenlied“ der Thomas-Akten aus der Stadt Edessa die Rede, „ähnlich meinem Spiegelbild. Ich sah es in mir und in ihm sah ich mich.“ Ganz ähnlich hat im 13. Jahrhundert auch Dante von diesem Bild in Rom gesprochen.

„Es ist einfach da“, schreibt Ulrich Moskopp, ein Künstler aus Köln, der das Bild im letzten Jahr als Pilger aufsuchte. Das Schöne an ihm sei „die Abwesenheit menschlicher Gestaltungsgenialität. Es ist die wahre Liebe. Das Bild ist die Wahrheit. Losgelöst von Hass und Anhaftung. Da ist der Kampf zu Ende. Da ist der Friede.“ Es ist ein Bild, das sich nicht entleert. Inzwischen schwillt der Pilgerstrom immer weiter an, aus aller Welt, mit immer schöneren Worten zum Rätsel dieses Bildwunders (Paul Badde, kath.net).

Mehr Information mit spanischem Text Ansonsten klicken Sie hier.

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Freitag, September 24, 2004
 
Die Kirche und ihre Todfeinde
Nietzsche predigte jahrelang "Gott ist tot" und endete als Geisteskranker. Comte träumte davon in der Kathedrale von Notre Dame den Positivismus zu predigen und prophezeite, dass der Altar Gottes eines Tages der Schemel für die Humanitäts-Statue sein würde. Auch er starb ohne dass sich sein Traum erfüllte. Voltaire war überzeugt, dass er im Alleingang die Kirche zerstören könne. "Wenn 12 Männer sie in der ganzen Welt ausbreiten konnten, dann genügt einer allein um sie zu vernichten... Écrasez l'Infame".

Mit dem Kaiser Nero beginnend können wir eine lange liste von Todfeinden der katholischen Kirche aufstellen. Ihnen allen ist eins gemeinsam: Sie enden auf dem Friedhof.

Die Kirche dagegen lebt. Sie hat eine Lebensgeschichte von 2000 Jahren und sie leuchtet auch im dritten Jahrhundert. Wer kann das erklären? Nicht einmal die dissidenten und häretischen Auswahl-Katholiken können ihr etwas anhaben. (Cf. José Ramón Ayllón A&O 417)

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