Zeichen und Zeugnis
Samstag, Mai 17, 2008
 
Schluss mit lustig. Das Ende der Spaßgesellschaft.
Autsch... diese Diagnose tut weh. Man muss aber der Wahrheit mutig ins Gesicht sehen können. Hier bieten wir Ihnen die Schlagzeilen. Machen Sie klick und Sie hüpfen hinüber... Jede Generation hat einen Peter Hahne der da sagt: "J'accuse!"

Die »Generation Golf« (so nennt Florian Illies seine in den 1970er Jahren geborenen Altersgenos­sen), die geschenkt bekam, wofür ihre Eltern noch hart arbeiten mussten, ist mit dem 11. September 2001 jäh wachgerüttelt. Aufgewacht nach wohlig­wattiger Schläfrigkeit, ausgeruht auf dem weichen Zivilisationspolster. Nach der Leichtigkeit des Seins (-weder rechts noch links, aber lustig) kommt die be­rufliche Bedrängnis. Die Zukunftsaussichten sind düster, die Vergnügungen der Spaßgesellschaft schmecken schal, an den Hebeln der Macht sitzen immer noch diejenigen, die in grauer Vorzeit den Marsch durch die Institutionen angetreten hatten. Für die »Generation Golf« sind die Zeiten alles an­dere als rosig. »Jung, erfolgreich, entlassen«, titelte der »Spiegel« (August 2002).

Aus und vorbei! »Die Sinnfrage ist wieder wich­tiger als die Spaßfrage«, sagt Horst V. Opaschows­ki, Deutschlands dienstältester Trendforscher (BAT-Forschungsinstitut Hamburg). »Auf das Va­kuum einer oberflächenbetonten Weltsicht folgt die Sehnsucht nach Werten. Nach dem Zeitalter der Ideologien folgt die Rückkehr zur Religion« (Illies).

»Religion als Lebensgefühl ist wieder gefragt - als Gegengewicht für den Verfall verbindlicher Regeln und moralischer Normen. Normlosigkeit ist auch ein Ausdruck von Gottlosigkeit«, schreibt der So­ziologe Opaschowski.

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Montag, Mai 05, 2008
 
„Eine gottvergessene Gesellschaft ist eine Gesellschaft ohne Werte und damit wertlos.“

Der Fernsehjournalist Peter Hahne (Berlin) erwartet eine Trendwende im Umgang mit Werten. Gerade bei jungen Menschen gebe es eine Sehnsucht nach Ehe, Familie und neu belebten Tugenden, sagte Hahne, der auch EKD-Ratsmitglied ist, bei einem Besuch der Diakonieeinrichtung Himmelsthür in Hildesheim. Die „Wertefrage“ sei längst keine Domäne der Konservativen mehr, sondern habe sich auch bei den Linken etabliert.

Den Älteren warf Hahne vor, der jungen Generation weder Orientierung noch eine klare Richtung zu geben. Die „Generation ratlos“ zeichne sich durch Gottesferne und Maßlosigkeit aus. Bittere Beispiele seien die brutalen Morde an fünf Kindern in Darry bei Plön und die Äußerungen von Spitzenmanagern, die ihre Millionengehälter für „moderat“ hielten.

An der Kirche kritisierte Hahne, dass sie es lange versäumt habe, Gottes Wahrheit zum Leuchten zu bringen. In dieser Wahrheit aber liege die Wurzel, die es neu zu entdecken gelte: „Eine gottvergessene Gesellschaft ist eine Gesellschaft ohne Werte und damit wertlos.“

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