Zeichen und Zeugnis
Freitag, März 14, 2008
 
Video: War das eine Hexenjagd? Redefreiheit?
Eva Herman, eine Frau, die mutig ihre Meinung sagt.


Ein Aufreger-Buch von Arne Hoffmann über die Hintergründe der Kampagne gegen Eva Herman:

Mehrfach wurde Eva Herman zur beliebtesten Moderatorin Deutschlands gewählt. Nachdem sie aber im Frühjahr 2006 die Erfolge der feministischen Bewegung infrage stellte, lancierte „Emma“-Chefin Alice Schwarzer eine Kampagne, um Herman aus der „Tagesschau“ zu entfernen. Anderthalb Jahre später, nach einem inquisitorischen TV-Tribunal bei Johannes B. Kerner, titelt die „Bild“-Zeitung „Ist Eva Herman braun oder nur doof?“, auf den Seiten des „Focus“ heißt es, „dass man an ihre Bücher sofort mit dem Feuerzeug dran möchte“, und der „Neuen Zürcher Zeitung“ zufolge ist Eva Herman mittlerweile die „meistgehasste Frau Deutschlands“.

Wie kam es zu dieser rasanten Hexenjagd? Und was darf man im Deutschland eigentlich noch sagen, ohne sich in Gefahr zu begeben? In einer erschütternden Medienanalyse zeigt der liberale Journalist Arne Hoffmann, welche Entwicklung hier stattgefunden hat. Gleichzeitig ist dieses Buch ein flammender Appell für mehr Meinungsfreiheit in unserer Gesellschaft, ein Appell, der weit über das Thema „Eva Herman“ hinausreicht. (www.kath.net)

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Sonntag, Februar 18, 2007
 
Drei Ks, die für die Geschichte notwendig sind
Ein heillos zerstrittenes Christentum war schon im achten Jahrhundert die große Chance des Islam. Es wird nichts helfen, die drei „K“ werden uns in dieser weltgeschichtlichen Auseinandersetzung notwendig werden: Katechismus, Kultur und Kinderfreundlichkeit. Mit Katechismus meine ich ein klares und verständliches Begreifen der eigenen Positionen des Glaubens. Das betrifft besonders jene, die sich vom Islam unterscheiden, nämlich Dreifaltigkeit und Sühnetod Jesu. Wir können es nicht dabei belassen, dass der Islam auftritt als die „biblische Religion für die Leute von der Straße“. Ein schlichter, klarer Katechismus, wie wir ihn in der Nachkriegszeit hatten, ist überfällig. Ich sehe heute noch die fett gedruckten Passagen des „Katholischen Katechismus für die Diözese Hildesheim“ von 1948 vor Augen. (Siehe: Kompendium)

Unter Kultur meine ich eine traditionsbewusste Gelassenheit, die darum weiß, dass wir viel, aber eben bei weitem nicht alles, der islamischen Kultur des Mittelalters verdanken. Auch hier mangelt es in erschreckendem Maß an Wissen. Und gerade wenn evangelische Christen behaupten, die vorreformatorische Kirchengeschichte sei ein gemeinsames Gut: Ich möchte auch nur eine evangelische Fakultät erleben, in der es einen Lehrstuhl für die Zeit zwischen Augustinus und 1517 gibt, immerhin 1100 Jahre, die wie weggeblasen sind; bei Katholiken sind die Notstände ebenso: Wie steht es mit dem Grabmann-Institut in München?

Wir werden uns besinnen und zusammenraufen müssen. Wer auf öffentliche Darstellung unserer kulturellen Identität verzichten möchte, muss wissen: Jede Religion geht notwendig eine Symbiose mit einer bestimmten Kultur ein. Das hat Vorteile und Nachteile. Aber es ist eine Frage der gewordenen Identität. Und öffentliches Darstellen hat nach dem Neuen Testament immer etwas mit Bekennen zu tun. Mit Mut und Klarheit, mit Leidensbereitschaft und Gottvertrauen. Gerade das Jesusbild des Lukas-Evangeliums mit der schonungslosen Auskunft, dass alles dieses Leiden und Mühsal bedeutet, ist hier ein wichtiger Fingerzeig.(Das schrieb er als er noch Card. Ratzinger war).

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