Ausbruchsversuche


Sexwelle und Sexologie
als Symptome heutiger
Verhaltensunsicherheit
Von Erich Gruner
 

In dem folgenden Beitrag des Berner Professors Erich Gruner, der zuerst in der „Neuen Zürcher Zeitung" vom 6. 2. 1972 erschienen ist, geht es nicht um die theologische Beurteilung der menschlichen Sexualität, sondern um anthropologische und historische Erkenntnisse. Diese Basis muß die theologische Wissenschaft beachten. Aber nicht nur für die Theologie, auch für das konkrete Ver­halten des „verunsicherten" einzelnen Christen sind die hier aufgeführten Fakten von besonderer Bedeutung.

 

Die Sexualität hat in der heutigen Gesellschaft eine Bedeutung erlangt. die weit über den Raum hinausgeht, den sie üblicherweise im Leben der Menschen bisher eingenommen hat. Es scheint für viele Menschen so, als oh der Sinn des Da­seins nicht mehr im Beruf., in der Arbeit, in der Erholung in Spiel und Natur, im Mitwirken in der Öffentlichkeit, sondern vorwiegend in der sexuel­len Lust erfahren werden könne. Für viele scheint die Sexualität der einzige Weg zu sein, auf dem sie -- durch die Intimität einer allerengsten Ge­meinschaft — ihre Isolierung zu überwinden hoffen.

Mit dieser Feststellung sei angedeutet, daß die heutige „Sex-Welle" weder als bloße Mode­erscheinung noch als bloßes Verschwinden ver­alteter Konventionen verstanden werden darf. Sie ist ein Symptom für tiefer liegende Veränderun­gen. Es äußert sich in ihr die Erschütterung der ganzen vordem stark traditionell gebundenen Ge­sellschaftsstruktur. Das heißt, sie ist Ausdruck der weltweiten Mobilität und Anonymität, in welcher der Einzelne heute verschwindet; aber ebenso Ausdruck der frühen wirtschaftlichen Unabhän­gigkeit, welche die Jugend heute genießt.

Unter solchen Umständen hat sich in der west­lichen Zivilisation eine Art sexueller Massen-hysterie ausgebildet. In der englischen Sprache wird dieser sοzialpsychische Tatbestand recht zu­treffend mit dem Ausdruck „permissive society" umschrieben, wonach in sexuellen Dingen alles, auch das Perverseste, zu dulden sei. Auf diesem Boden ist heute eines der einträglichsten Ge­schäfte entstanden, das Sexualität in Form von Ersatzbefriedigung anbietet. Wer sie betreibt, kann von vornherein eines geschäftlichen Erfolges sicher sein, wie das „Geschäft mit dem Sex" in Illustrierten, in Filmen und in allen Arten von Untergrundliteratur beweist. So heizen sich Bereitschaft zum Sexualkonsum und pornographisch­sexologisches Angebot gegenseitig an. Paul Schmid hat sich kürzlich mit Recht darüber ver­wundert, daß „gebildete Kreise" nichts gegen diese Sexualisierung einzuwenden wüßten, da sie die „Hemmungslosigkeit von heute als das klei­nere übel als die Prüderie von gestern" betrach­ten.

Pille und Sexologie

Denken wir ferner — als weitere Ursache — an die Leichtigkeit, mit der die Empfängnis, tech­nisch-medizinisch gesehen, verhütet werden kann. Die Erfindung der Pille steht zwar nicht in direk­tem Zusammenhang mit der Sexwelle. Sie hat diese aber kolossal gestärkt. Die Pille ist zwar die Antwort auf die seit einigen Jahrzehnten steil an­steigende Bevölkerungskurve. Es ist aber sympto­matisch, daß sie vorläufig noch gerade dort, wo die Bevölkerungsvermehrung relativ gering ist, viel erfolgreicher angewendet wird als dort, wo diese am größten ist. Das Epochemachende an der Pille in der westlichen Zivilisation liegt also nicht in erster Linie darin, daß sie die Empfängnisver­hütung noch mehr erleichtert. Das Entscheidende ist vielmehr, daß sich die Sexualität, erstmals in der Menschheitsgeschichte, gänzlich von der Fort­pflanzung trennen läßt. Dies aber hilft mit, der Sexualität in der westlichen Zivilisation jene übergroße Bedeutung zu geben, von der wir eingangs gesprochen haben.

Doch ist die Pille für diese Neueinschätzung der Sexualität wohl weniger als verursachender denn als auslösender Faktor zu betrachten. Der Slogan „Recht auf Sexualität", in dem sich die Umwer­tung der Sexualität widerspiegelt, geht auf gei­stige Strömungen zurück, die älter sind als die Pille und teilweise auch als die Bewegung des „Birth Control". Dieser Name taucht 1921 erstmals auf. Wenn wir diese Strömungen unter dem Begriff Sexualwissenschaft oder Sexologie zusam­menfassen, nehmen wir das Odium auf uns, etwas stark zu vereinfachen. Ebenso vereinfachend ist es, wenn wir uns zur Illustration solcher Strömun­gen auf zwei Beispiele beschränken: auf Wilhelm Reich und auf die sogenannte „radikale Sozialwissenschaft".

Sexologische Theorien

Wilhelm Reich sei vorgestellt als Vertreter einer revolutionär orientierten Sexualwissenschaft. Sie versucht zu beweisen, daß die bisher geltender. Sexualnormen politisch gezielte Unterdrückungs­mechanismen seien. Diese bezwecken nach ihm, das natürliche Sexualbedürfnis durch seine Ein­engung in Ehe und Familie zu drosseln oder zu ersticken, um auf diese Weise willenlose Unter­tanen zu produzieren. Ehe und Familie sind also — ähnlich wie Schule, Erziehung und Moral —Instrumente der herrschenden Klassen, um die Herrschaftsstruktur zu verinnerlichen, das heißt, um die Menschen zu jener Unterwürfigkeit zu bringen, die es zur Aufrechterhaltung des beste­henden Systems braucht. Von der „sexuellen Revolution" erwartet Reich den bei der marxistisch-proletarischen Revolution ausgebliebenen Befreiungsakt, die Freilegung der „wahren" Natur des Menschen. Er erhofft von ihr die Erlösung vom großen geschichtlichen Sündenfall, das heißt von der jahrtausendelangen Unterdrückung der sexuellen, mithin zentralen biologischen Bedürfnisse. Nur ein Mensch, der seinen Geschlechtstrieb ungehemmt betätigen kann, wird wahrhaft frei: seine Arbeit wird zur Freude, das Dasein zur Lust. Der Zwiespalt zwischen Natur und Kultur wird behoben. An die Stelle der Unterdrückung tritt die natürliche. sexualökonomische Selbst­regulierung des Lebens.

Die radikale Sozialwissenschaft geht davon aus, daß gesellschaftliche Institutionen wie Beruf, Familie und Ehe und die sie regelnden Normen bisher fälschlicherweise als kaum veränderbar erklärt und darum einseitig zu biologischen Ge­gebenheiten deklariert worden seien. In Wirklichkeit entsprächen diese ganz einfach bestimmten Rollen, die nur für eine bestimmte Zivilisationsstufe Gültigkeit besäßen, dann aber gleichsam versteinert seien. Daraus wird der Schluß gezogen, sie seien beliebig veränderbar. Nach dieser Rol­lentheorie entspricht die bisher gültige strenge Sexualmoral westlicher Provenienz einer Zeit, in der die Fortpflanzung aus wirtschaftlichen Gründen habe eingeschränkt werden müssen. Infolge der heute allgemein verfügbaren Empfängnisverhütungsmittel könne jedoch die Sexualität von der Fortpflanzung und darum auch von der Ehe gelöst werden. Daraus werden zwei bedeutsame Konsequenzen gezogen: 1. das Postulat des „Rechtes auf Sexualität für jedermann" und 2. die Infragestellung der überlieferten Monogamie.

Zum ersten wird gefordert: „Jeder Mensch, ob jung oder alt, verheiratet oder unverheiratet, Mann oder Frau, heterosexuell, bisexuell oder homosexuell, hat ein Recht auf seine Sexualität und auf eine sexuelle Betätigung, die seinen sexuellen Wünschen entspricht, solange dadurch nicht die sexuelle Freiheit eines anderen Menschen verletzt oder ein anderer Mensch geschädigt wird." In der modernen Konsumgesellschaft, in der die Güter im Überfluß vorhanden sind, soll also das Konsumgut Sexualität jedermann jederzeit zustehen, sofern damit keine Manipulation (zum Beispiel Vergewaltigung, Nötigung) verbunden ist. Die Gesellschaft hat jedenfalls dem Men­schen auf diesem Gebiet keine Vorschriften zu machen. Sexualität und Ehe werden hiermit zur reinen Privatangelegenheit. Die Ehe soll zwar nicht aufgehoben, aber immerhin die Scheidung zu einer Formalität gemacht werden. An anderer Stelle ist zu lesen, daß an die Stelle der Ehe „an­dere Formen des Zusammenlebens" treten sollen. Diese Haltung wird auch psychoanalytisch begründet: Die Unterdrückung des Sexualtriebes fördere Aggressivität und Brutalität. In den Au­gen der radikalen Sozialwissenschaft sind die Normen unseres Zusammenlebens durch die Gepflogenheiten der Konsumgesellschaft entscheidend verändert worden. Hätten sie früher unser Privatleben, unser religiöses und sittliches Ver­halten genau geregelt, seien sie heute zu bloßen Verkehrsregeln des äußeren Verhaltens geworden. Hätten früher Sitte und Privatrecht die Sexualität in das Gehäuse der Ehe eingesperrt, sei dieser Bezirk heute dem Belieben des Einzelnen überlassen. Das Recht beschränke sich darauf, Parksünder zu bestrafen und dem Einzelnen seinen Zivilisationskomfort zu garantieren.

Relativierung der sexuellen Verhaltensnormen

Die Argumentation ist in beiden Fällen ähnlich, wenn auch die Stoßrichtung verschieden ist. Beide Richtungen versuchen, die sexuellen Verhaltensnormen zu relativieren, und ziehen den Sinn der Institutionen Ehe und Familie in Zweifel. Reich erwartet von der sexuellen Revolution die Freilegung der Natur. Die Vertreter der radi­kalen Sozialwissenschaft dagegen kritisieren die heute noch übliche Herleitung des Sexualverhaltens von natürlichen Faktoren. Die rollentheoretische Begründung erlaubt ihnen aber, die Normen als beliebig veränderbar zu deklarieren. Für beide Richtungen, für die eine mehr, für die an­dere weniger, erscheinen Kultur und Geschichte unter dem Gesichtswinkel der Repression. Für beide ergibt sich daraus die Folgerung, daß die unterdrückte Sexualität zu befreien sei.

Es ist zunächst zuzugeben, daß die geschilderte Analyse einen richtigen Kern enthält. Soziale und politische Formen werden tatsächlich dadurch aufrechterhalten, daß sie in der jungen Generation verinnerlicht werden. Das ist aber keine neue Entdeckung. Das ist bloß eine Bestätigung dafür. daß der Mensch ein kulturelles Wesen ist. Seine Lebensformen wurzeln nicht im Instinkt, sondern sie werden in einem kulturellen Lernprozeß erworben.

Wer ein unbeschränktes oder naturgegebenes „Menschenrecht auf Sexualität" fordert, muß sich darüber befragen lassen, an was für einem Menschenbild er sich orientiert. Erhebt er den Menschen im Sinne eines „reinen Naturwesens" zum Maßstab? Oder setzt er voraus, daß die Kultur den Menschen allzusehr denaturiert, das heißt von der Natur entfremdet habe? Wir können den alten Streit zwischen Natur und Kultur hier nicht schlichten. Wir beschränken uns auf den Hinweis, daß das Unbehagen an fragwürdig scheinenden gesellschaftlichen Einrichtungen in den seltensten Fällen damit zu erklären ist, daß man die Natur als von der Kultur oder der Moral vergewaltigt erklärt. Vielmehr resultiert dieses Unbehagen dar­aus, daß verschiedenartige Formen von Moral aufeinanderstoßen. Die ersten Anfänge der Ehe-, Familien- und Sexualforschung hängen denn auch nachweisbar mit einer Krise der bürgerlichen Mo­ral im 19. Jahrhundert und der scheinbaren Auf­lösung der Proletarierfamilie zusammen. Man denke an Morgan, Engels, Ibsen und andere. Seit­her haben sich die Meinungen etwas beruhigt. Biologie, Ethnologie und Sozialgeschichte geben uns einigermaßen objektive Antworten auf die er­wähnten Fragen. Vergegenwärtigen wir uns kurz, was sie zu den angeschnittenen Fragen zu bemer­ken haben.

Sexualität im Spiegel von Biologie, Ethnologie und Sozialgeschichte

Wäre der Geschlechtsverkehr frei von Einschränkungen, wenn wir den Menschen als reines Naturwesen betrachten könnten? So fragt der Biologe. Die Verhaltensforschung stellt fest, daß die Sexualität im Kreise menschenähnlicher Tiere, zum Beispiel der Affen, als ein Glied der umfassenden sozialen Ordnung des Verbandes verstan­den werden muß. Insbesondere beweisen das die Formen des Sexualverhaltens, die nicht der Begattung dienen. Die Beantwortung aller andern Fragen überläßt der Biologe den Ethnologen, Psychologen und Historikern. Der Sozialpsychologe Peter Hofstätter leitet aus dem obigen Tatbestand ab, daß die Familie etwas für den. Menschen beinahe ebenso Primäres sei wie der Fort­pflanzungs- und Sexualtrieb. Die Ergebnisse der ethnologischen Forschung deuten an, daß die vοn der radikalen Sozialwissenschaft geforderte oder empfohlene Promiskuität in keiner einzigen bekannten Zivilisation je existiert hat.

Der Sozialgeschichtler wird ohne weiteres zugeben, daß viele Sexualnormen zeitbedingt sind und daß nicht alles, was die ältere Generation heute als moralisch einwandfrei ansieht, einer Ewigkeitsmoral entspricht. Doch ebenso falsch ist es, die ganze bisherige Geschichte als eine ununterbrochene Kette von Sexualunterdrückungen zu sehen, von denen man sich heute endlich, nach der Schaffung der „Pille", befreien müsse. So gut wie es zu jeder Zeit eine gewisse Neigung zum vor- und außerehelichen Geschlechtsverkehr gegeben hat, zum Beispiel in der Form des Fruchtbarkeitstestes bei zukünftigen Bauernfrauen, so gut hat es zu jeder Zeit eine mehr oder weniger stark praktizierte Empfängnisverhütung gegeben. Nur können wir sie nicht mit den oft fragwürdigen Interviewmethoden in der Art des Kinsey-Reports testen, sondern nur indirekt erschließen.

Es hat in der Geschichte aber nicht nur stets Abweichungen von den Normen gegeben, sondern auch Zeiten, in denen wie heute eine Normenunsicherheit herrschte, in denen sexuelle Verwilderung und Verwirrung überwog. Ich denke zum Beispiel an die Zeit vor der Reformation und vor der Französischen Revolution, in denen die Sexualität ähnlich überbewertet oder verabsolutiert wurde wie heute. Solche sexuelle Exzesse waren immer ein Zeichen von allgemeiner Verhaltensunsicherheit und damit einer Gesellschaftskrise, die sich bald darauf in einer Umwälzung entladen sollte.

Ebenso wichtig ist es, daß wir die Sexualnormen in den Zusammenhang mit der Wirtschafts- und Bevölkerungsstruktur stellen. Ich muß mich auch hier mit wenigen Andeutungen begnügen. So un­glaubhaft es einer Generation klingen mag. die ein allgemeines „Recht auf Sexualität" fordert: Die sexuelle Enthaltsamkeit ist in einem Zeitalter, das die Empfängnisverhütung noch nicht allgemein kennt, das zentrale Mittel der Geburtenplanung. Wer darin eine Unterdrückung sieht, beobachtet nur den einen Aspekt: daß es Privilegierte gab, die solchen Beschränkungen nicht unterworfen waren. Aber er verkennt, daß die sexuelle Enthaltsamkeit, die sich früher in vielerlei Formen von Eheverboten ausdrückte, ein zentrales wirtschafts- und sozialpolitisches Steuerungsmittel war. Von dieser Erkenntnis aus gelangt man zum Schluß, daß sich die Sexualität zwar von der Fortpflanzung technisch trennen läßt. Aus ihrem wirtschaftlichen und bevölkerungsmäßigen Kontext lässt sich jedoch nicht herauslösen: Fortpflanzung, Erhalt des Volkes, Ernährung und Erziehung der Kinder, zwischenmenschliches Vertrauensverhältnis, gegenseitiger Lebensdienst in Treue und Freundschaft, Kultur und gemeinsamer Lebensaufbau, Humanität, Menschenwürde und gegenseitige Lebensachtung, u.a.

Damit ist die Meinung widerlegt, dass die Sexualität Privatsache jedes einzelnen sei.  Sexuelle Normen ahben einen Öffentlichkeitscharakter und müssen deshalb auch unter ethische und politischen Gesichtspunkten gesehen werden. Eine demokratische Ordnung kann nur bestehen, wenn alle sich freiwillig den Gesetzen unterwerfen. Jede Gesellschaft kann nur bestehen, wenn sie auf verlässlichen Vertrauensverhältnissen aufruht. Sexuelle Verwilderung aber zertört die Basis des Zusammelebens.

 




 

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