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Stop! Entscheidet Euch zuerst, was Ihr sehen oder hören wollt im Internet!

 

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Facebooktipps für junge Internetnutzer: „Beim Herumsurfen stolpern wir mehr oder weniger achtlos und nachlässig auf Wege, die uns am Ende dorthin führen, wohin wir eigentlich gar nicht gehen wollten.“ Von Weihbischof Marian Eleganti


Liebe junge Freunde,
es gibt im Internet, auf allen Kanälen, in Youtube und Video-Channels, Fastfood-Zeitungen zum Herunterladen (20 Minuten) jede Menge „Versuchungen“. Wir müssen den Umgang mit ihnen zweifellos üben und uns an eine ständige Wachsamkeit gewöhnen, wollen wir nicht ständig abdriften.

Beim Herumsurfen stolpern wir mehr oder weniger achtlos und nachlässig auf Wege, die uns am Ende dorthin führen, wohin wir eigentlich gar nicht gehen wollten. Unsere Neugierde und der mehr oder weniger grosse „Zufall“ genügt. Wir vagabundieren gerne und planlos im Netz und suchen, was wir verschlingen, sehen, erfahren, konsumieren könnten. Bei dieser Form der Zerstreuung und Befriedigung der Neugierde mit allerlei Inhalten, die für uns persönlich im Grunde ohne jede Bedeutung und ohne jeden Gewinn sind, lassen wir uns weitgehend passiv treiben, oder etwas in uns (die Begierde des Herzens) sucht und will es.

Internet Gefahren

Vor allem die passive Haltung, die nur konsumiert, Gefühle, Sinne und Geist berieseln und mehr und mehr einlullen lässt, durch die raffinierten Strategien der Anbieter, die ihre Konsumenten kennen, bearbeiten lässt, macht uns schwach. Mit dieser Schwäche rechnet der Anbieter. Die passive Haltung auf unserer Seite, die sich gängeln lässt, lässt eine Gegenwehr gar nicht aufkommen und schläfert die Wachsamkeit ein. Dadurch erst baut sich der Sog auf, der von den Anbietern beabsichtigt ist. Das gilt vor allem dann, wenn wir nach einem intensiven Arbeitstag müde nach Hause kommen, einfach aufstarten, noch ein wenig surfen, zappen oder quatschen wollen, uns zurücklehnen und fallen lassen, entweder einfach passiv konsumieren (in der guten Meinung, etwas Zerstreuung und Erholung tut mir jetzt gut) oder bewusst neuen Kontakt suchen mit jenen, mit denen wir ohnehin den ganzen Tag schon kommunizieren. Angebote gibt es jede Menge.

Stop! Entscheidet Euch zuerst, was Ihr sehen oder hören wollt! Oder ob Ihr nicht viel besser die Stille sucht! Habitare secum, nannten das die Mönche: bei sich selbst wohnen (bleiben). Denn das öffnet unser Herz für die Stimme Gottes, die wir sonst nicht mehr hören. Wählt aus! Studiert zuerst die Programme, wählt, was Euch gut tut und wirklich weiterbringt, aufbaut, GOTT und Euch selbst näher bringt. Beten (mit Gott reden) statt surfen und chatten. Stille schaffen!


Internet Gefahren

 


Vor allem dieses: Vor dem Schlafengehen eine halbe Stunde Ruhe und Stille einkehren lassen, nicht mehr auf Facebook gehen etc. Aus der Vernetzung aussteigen! Augustinus klagt: „DU warst drinnen. Ich war draussen! Ich stürzte mich auf die schönen Dinge!“, die ihn dann erfolgreich von GOTT, vom Wesentlichen, abhielten!

Ihr werdet ganz anders schlafen, wenn Ihr die letzte halbe Stunde vor dem Einschlafen GOTT schenkt und dem Hören auf seine Stimme. Ein gutes Buch kann helfen und das Herz für IHN öffnen. Mit GOTT reden und auf seine Stimme achten, dann sich in Seine Hände und in den Schlaf geben! Das ist viel besser als Herz, Sinne, Phantasie noch einmal mit allerlei „WELT“ zuzubuttern, voller Bilder und aufgeladenen Sinnen schliesslich abschalten, herunterfahren und in den Schlaf fallen, oft viel zu spät nach unnütz vertrödelter Zeit, Schwatzlust oder Fabulierfreude in Blogs u.a.m.

Zuerst müssen wir uns entscheiden in der Tiefe entscheiden, was wir wollen und was wir nicht wollen. Wir sollten uns im Klaren darüber sein, was wir meiden wollen. Wir sollten die Abwege und die Kreuzungen, die uns auf Abwege bringen, aus Erfahrung kennen und dann bewusst andere Wege einschlagen, von der Salbung des Heiligen Geistes geführt, die uns alles lehrt und zeigt! Er liebt die Keuschheit.

Gefahr Nr. 1: Zu viel Zeit im Netz verlieren (Ökologie der Medien notwendig!)
Gefahr Nr. 2: die Neugierde (surfen-chatten-zappen; bringt uns auf Abwege)
Gefahr Nr. 2: die Passivität (Konsumieren schläfert die Abwehr ein; wir werden verletzlich und fallen schliesslich; dem Sog widerstehen)

Vor dem Einschlafen: eine halbe Stunde Stille und Gebet. Offline mit der Welt, online mit Gott.

Euer Bischof +Marian
Chur
22. Mai 2012, 10:00

 

 

 



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